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Mehr Bio in öffentlichen Küchen des Naturparklands Oberpfälzer Wald

Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und den Öko-Modellregionen Naturparkland Oberpfälzer Wald und Stiftland kamen Anfang Oktober bei der Initialveranstaltung der bundesweiten Initiative BioBitte zusammen. In Markt Moosbach erörterten sie, wie sich der Bio-Anteil in öffentlichen Küchen der Region erhöhen lässt.

 

Logo BioBitte

Am 6. Oktober 2020 sind Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und weitere kommunale Entscheidungsbefugte aus der Region Naturparkland Oberpfälzer Wald im Rathaus Markt Moosbach zusammengekommen, um gemeinsam über Wege und Möglichkeiten für ein Plus an regionalen Bio-Lebensmitteln in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung (GV) zu diskutieren. Die bundesweite Initiative BioBitte hatte dazu im Rahmen einer Initialveranstaltung eingeladen mit dem Ziel, Kommunen als Impulsgeber für dieses Thema zu gewinnen und hierfür relevante regionale Akteurinnen und Akteure besser miteinander zu vernetzen. Neben Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Kämmerinnen und Kämmerern waren als wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für dieses Anliegen unter anderem Cornelia Strigl, Projektmanagerin für die Öko-Modellregion (ÖMR) Naturparkland Oberpfälzer Wald, die Regionalmanagerin der benachbarten ÖMR Stiftland Lisa Hertel sowie Wolfgang Kaiser, Geschäftsführer der ILE Ikom Stiftland mit am Tisch. Auf dem Programm der halbtägigen Veranstaltung standen der Austausch sowie Impulsvorträge und Einblicke in gute Praxis.

"Ohne Vernetzung geht es nicht"

"Mit unserer Veranstaltung wollen wir zum einen zu mehr Bio ermutigen," sagte Andreas Greiner von der Stuttgarter Ökonsult GbR, Veranstalter vor Ort und BioBitte-Auftragnehmer, "zum anderen ganz konkrete Handlungsschritte aufzeigen, wie das in der Praxis funktionieren kann." so Greiner weiter. Er berichtete in seinem Vortrag zum Einstieg über "Hürden und Lösungen für bioregionale Produkte in der GV". Wie der Einsatz bioregionaler Lebensmittel erfolgreich gelingen kann, davon erzählte anschließend Uwe Zwick von der Bio-Stadt Lauf an der Pegnitz. Er betonte dabei insbesondere die wachsende Bedeutung, die der Bio-Sektor für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung einer Region einnehmen könne und unterstrich hier das vorhandene Potenzial. Nach den fachlichen Inputs bot die Veranstaltung den Gästen ausreichend Raum für Rückfragen und Diskussion.

"Aus meiner Sicht waren sich alle Teilnehmenden in folgenden Punkten einig", resümiert Cornelia Strigl zum Abschluss der Veranstaltung. "Erstens: Ein Mehr an Bio geschieht in einer Region nicht von heute auf morgen, es braucht einen langen Atem. Zweitens: Ohne Vernetzung geht es nicht. Und Drittens: Diese Veranstaltung hat den ersten wichtigen Grundstein gelegt, damit sich unsere Region jetzt auf den Weg machen kann."

Hintergrund

Der Initialveranstaltung in Markt Moosbach war eine Veranstaltung der Initiative BioBitte. Mit BioBitte werden Entscheidungsbefugten aus Politik, Verwaltung, Vergabewesen und Verzehreinrichtungen Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Einsatz von mehr Bio in der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) öffentlicher Küchen angestoßen und vorangetrieben werden kann. Die Förderung des Einsatzes von Bio-Produkten in der AHV ist Teil der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). BioBitte wird im Auftrag des BMEL im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) durchgeführt. Die Initiative BioBitte bietet Hintergrundinformationen und Handlungshilfen, um die Umstellung auf mehr Bio-Lebensmittel zu erleichtern und ermöglicht Akteurinnen und Akteuren, bei lokalen und überregionalen Veranstaltungsformaten in Austausch zu treten. Die Angebote von BioBitte adressieren sowohl die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, Mitarbeitende in Fach- und Vergabereferaten als auch die Küchenleitungen. Unter www.bio-bitte.info finden Interessierte regelmäßig aktuelle Informationen, Wissenswertes und praktische Tipps.

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