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Naturschutz in der Landwirtschaft: Bundesbehörden setzen auf Zusammenarbeit

Der Dialog und die Kooperation zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sollen weiter ausgebaut werden. Dies ist das gemeinsame Ziel von Sabine Riewenherm, der neuen Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN), und Dr. Hanns-Christoph Eiden, Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). So entwickelten BfN und BLE den neuen, jetzt veröffentlichten Leittext "Planen und Anlegen eines Blühstreifens".

Blühstreifen neben einem Getreidefeld.

Bei ihrem ersten Treffen sprachen sich beide für eine Stärkung der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft aus. Wie eine solche vertrauensvolle Kooperation aussehen kann, zeigt ein gemeinsames Vorhaben von BLE und BfN, das gerade erst abgeschlossen wurde: Dank eines gemeinsam erarbeiteten "Leittextes" wurde ein neues Angebot für Auszubildende im Agrarsektor geschaffen, Blühstreifen im Ausbildungsbetrieb anzulegen und sich mit der Agrarumweltförderung auseinanderzusetzen.

Riewenherm: Landwirtschaft leistet wertvollen Beitrag zum Erhalt biologischer Vielfalt

"Landwirtinnen und Landwirte nehmen zunehmend komplexere Aufgaben für die Gesellschaft wahr: Sie produzieren Lebensmittel, liefern Energie, pflegen unsere Kulturlandschaft. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt", erklärte BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm anlässlich ihres Besuches in der BLE in Bonn. "Das BfN will die kooperative Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz stärken und zusammen mit der BLE nach Schnittstellen suchen, an denen sich gemeinsame Projekte umsetzen lassen."

Eiden: Dialog heißt auch, gemeinsame Wege und eine gemeinsame Sprache zu finden

BLE-Präsident Dr. Hanns-Christoph Eiden betonte: "Die biologische Vielfalt zu erhalten und unsere wertvollen Ressourcen zu schützen – das ist unser gemeinsames Interesse, um Landwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten. Auch in Zukunft werden sich BLE und BfN diesem Ziel zusammen widmen – nicht nur bei der Integration naturschutzfachlicher Themen in die landwirtschaftliche Ausbildung. Schließlich heißt Dialog auch, gemeinsame Wege und eine gemeinsame Sprache zu finden. Der gemeinsam erarbeitete Leittext zur Biodiversität ist ein vielversprechendes Signal."

Leittexte sollen eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten fördern

Leittexte werden traditionell für Auszubildende im Agrarbereich eingesetzt, um eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten zu fördern. Sie leiten die Auszubildenden an, sich das entsprechende Hintergrundwissen für ihr Projekt anzueignen und anschließend die Arbeitsschritte zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Die BLE und das BfN haben sich gemeinsam diesem Thema angenommen und im Oktober den neuen Leittext "Planen und Anlegen eines Blühstreifens" veröffentlicht. Dies ist der erste Leittext zum Thema "Biodiversität" und kann als Einstieg in das Thema "Naturschutz in der Landwirtschaft" genutzt werden.

Anhand wertvoller Hinweise aus der Berufsschulpraxis wurde das Format neu gedacht und so gestaltet, dass der Leittext auch im Unterricht sinnvoll aufgegriffen werden kann. Neben Hintergrundinformationen zum Nutzen von Blühstreifen sowie Praxistipps zu ihrer Anlage und Pflege liefern Fotos anschauliche Beispiele. Nach der Wissensvermittlung führt der Leittext die Auszubildenden schrittweise an die Anlage eines Blühstreifens auf ihrem Betrieb heran. Alle Arbeitsschritte werden im Leittext von den Auszubildenden dokumentiert und abschließend reflektiert. Der Leittext ist als beschreibbare PDF-Datei für die analoge wie digitale Bearbeitung konzipiert.

Der neue Leittext ist kostenlos zum Download verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung BLE

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