Verkaufserlöse

Strukturdaten 2016 - Verkaufserlöse

Die Verkaufserlöse der Bio-Landwirte sind 2016 um gut neun Prozent auf 1,99 Milliarden EUR gestiegen. Der Anstieg ging anders als im Vorjahr vor allem auf das Konto der tierischen Produkte, die 2016 stärkere Produktions- und teils auch Preissteigerungen erfahren hatten als in den Vorjahren. Die größten Steigerungen erzielten Milch und Eier, bei beiden wurde die Produktion spürbar erweitert. Aber auch Gemüse und Obst trugen mit größeren Ernten wesentlich zu höheren Erlösen bei. Auch bei Schweine- und Rindfleisch stiegen die Produktionsmengen bei jeweils leicht höheren Preisen. Dagegen nahmen die Verkaufserlöse bei Bio-Getreide nach der kleinen Ernte nur leicht zu.

Tierische Produkte erzielten größte Erlössteigerungen

Höhere Milchanlieferungen bei leicht steigenden Preisen ließen 2016 die Verkaufserlöse um knapp 10 Prozent in die Höhe steigen. 2016 stellten viele neue Landwirte auf Bio-Milchproduktion um, die erst 2017 in die Produktion kommen. Daher dürften dann die Verkaufserlöse weiter steigen, da sich bislang stabile Preise zeigen. 2016 wurde die Produktion vor allem auf den bestehenden Betrieben ausgeweitet, außerdem war das Grünfutter auf dem Grünland gute Grundlage für hohe Milchleistungen. Die Bio-Eierproduktion steigt schon seit Jahren, und hat inzwischen mehr als 10 Prozent Bio-Anteil erreicht, bei den Erlösen kommen die Bio-Eier sogar auf ein knappes Viertel. Insbesondere in Niedersachsen aber auch woanders werden immer wieder neue Ställe gebaut.

Auch die Schweinehalter haben sich 2016 aus ihrem Tief von 2015 erholt und konnten wieder mehr Tiere aufstallen, und gleichzeitig zu steigenden Preisen verkaufen. Auf dem Bio-Rindermarkt konnten mehr Bio-Tiere vermarktetet werden. Die Nachfrage überstieg 2016 für beide Tierarten eher das Angebot, so dass die Preise leicht stiegen, was neben der Mengensteigerung jeweils zu höheren Verkaufserlösen führte.

Die Gemüseernte 2016 überstieg die schwache Ernte 2015 um 18 Prozent. Das höhere Angebot wurde zu stabilen Preisen vermarktet. Insbesondere die Wurzel- und Knollengemüse trugen sowie die Fruchtgemüsearten dazu bei. Auch die große Apfelernte, die zu stabilen Preisen vermarktet werden konnte, sorgte für höhere Erlöse. Das dürfte sich 2017 umkehren, da die Erntemenge stark zurückgegangen ist.

Im Vergleich zu den oben genannten Produkten standen alle Ackerfrüchte schwach da. Die Erntemengen sind nur durch die Flächenausweitungen etwas größer ausgefallen. Einzige Ausnahme waren auf kleinem Niveau die Ölsaaten einschließlich Sojabohnen, deren Anbau jeweils ausgeweitet wurde.

Vergleich mit den Erlösen konventioneller Betriebe

Der Vergleich mit den Ergebnissen der konventionellen Betriebe steht noch aus. Die Ergebnisse der gesamten Landwirtschaft veröffentlicht die BLE erst zum Jahreswechsel 2017/18 und werden dann nachgereicht.

Auf Basis der Datenlieferung von zehn Öko-Kontrollstellen in Deutschland hat die AMI für das Jahr 2016 eine Übersicht über die Struktur der Landnutzung und Tierhaltung ökologisch wirtschaftender Betriebe in Deutschland erstellt. Für die wichtigsten Produktgruppen wurden auch die zugehörigen Produktionsvolumina geschätzt und der jeweilige Anteil an der gesamten Produktion in Deutschland ermittelt.

AMI-Marktstudie: Strukturdaten im ökologischen Landbau in Deutschland 2016
- Bodennutzung, Tierhaltung und Verkaufserlöse -

Letzte Aktualisierung 06.10.2017

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