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Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau

Deckblatt der Broschüre Zukunftsstrategie

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat am 15. Februar 2017 die "Zukunftsstrategie ökologischer Landbau" (ZöL) auf der Biofach in Nürnberg vorgestellt. Der Inhalt: Fünf Handlungsfelder und 24 Maßnahmenkonzepte, um der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft neue Wachstumsimpulse zu geben.

"20 Prozent Ökolandbau" – das ist das mittelfristige Ziel der Bundesregierung entsprechend der Nachhaltigkeitsstrategie. Denn: Der ökologische Landbau ist eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Wirtschaftsform, die nachhaltig ist.

Die Nachfrage nach Bioprodukten in Deutschland ist steigend. Der deutsche Bio-Markt wuchs 2016 um 9,9 Prozent auf 9,48 Milliarden Euro. Sie kann aber nur teilweise durch deutsche Ökoprodukte befriedigt werden. So kamen 2014/15 schatzungsweise 24 Prozent des Biogetreides, 37 Prozent der Biomilch und 26 Prozent des Bioschweinefleisches aus dem Ausland. Hier ergeben sich Marktpotentiale insbesondere für kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland.

"Mit dieser Strategie als Richtschnur können wir die Entwicklungsmöglichkeiten für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft und damit auch die Teilhabe der heimischen Landwirtschaft an den Marktchancen deutlich verbessern", so Christian Schmidt.

Zentrale Inhalte der Zukunftsstrategie

Im Mittelpunkt der Zukunftsstrategie stehen fünf Handlungsfelder. Sie sind nationale Schlüsselbereiche für ein stärkeres Wachstum des Öko-Landbaus. Zugleich adressieren sie wichtige Herausforderungen der Öko-Branche:

  •     den Rechtsrahmen zukunftsfähig und kohärent gestalten,
  •     die Zugänge zur ökologischen Landwirtschaft erleichtern,
  •     das Nachfragepotenzial voll ausnutzen und weiter ausbauen,
  •     die Leistungsfähigkeit ökologischer Agrarsysteme verbessern sowie
  •     die Umweltleistungen angemessen honorieren.

Umsetzung und Finanzierung

Zentrale Finanzierungsinstrumente, um die Zukunftsstrategie umzusetzen, sind weiterhin das "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" (BÖLN) sowie die Eiweißpflanzenstrategie (EPS). Das BMEL setzt sich dafür ein, die Mittel des BÖLN zukünftig auf 30 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen und die Mittel für die EPS in den kommenden Jahren auf dem derzeitigen Niveau von 6 Millionen Euro pro Jahr weiter fortzuführen.

Die Roadmap zur ZöL beschreibt Zeitspannen und Verantwortlichkeiten für die Umsetzung. Einige Maßnahmen sind bereits im Gange. Andere bereiten das BMEL, seine nachgeordneten Behörden sowie Ressorteinrichtungen derzeit vor.

Hier finden Sie die Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau.


Letzte Aktualisierung: 22.02.2017