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Kennzeichnung von Umstellungswaren

Apfelsaftproduktion, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Umstellungsware darf nur mit "Bio" gekennzeichnet werden, wenn es nur eine Zutat pflanzlichen Ursprungs enthält. Foto: Dominic Menzler, BLE

"Umstellungs-Auslobung" nur im Zutatenverzeichnis

Waren, die im Rahmen der Umstellung auf den ökologischen Landbau erzeugt wurden, können unter bestimmten Umständen mit Hinweisen auf die ökologischen Produktionsverfahren vermarktet werden.

Die Kennzeichungsvorschriften sind in der  Verordnung (EG) Nr. 889/2008, Kapitel 3 "Sonstige spezifische Kennzeichnungsvorschriften" in Artikel 62 festgelegt.

Eine Auslobung von Umstellungsprodukten ist nur bei pflanzlichen Erzeugnissen möglich, für die ein Umstellungszeitraum von mindestens zwölf Monaten vor der Ernte eingehalten wurde. Eine Auslobung bei tierischen Erzeugnissen ist nicht möglich.

Für eine Kennzeichnung als Umstellungsware müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Das Produkt darf nur eine Zutat pflanzlichen Ursprungs enthalten, beispielsweise Apfelsaft.
  • Der Hinweis auf den ökologischen Landbau darf nur in der folgenden Form gewählt werden: "Erzeugnis aus der Umstellung auf den ökologischen Landbau" oder "Erzeugnis aus der Umstellung auf die biologische Landwirtschaft". Eine andere Formulierung ist unzulässig.
  • Der Umstellungs-Hinweis darf hinsichtlich Farbe, Größe und Schriftart nicht stärker hervortreten als die Verkehrsbezeichnung des Erzeugnisses.
  • Die Codenummer der für das Unternehmen zuständigen Ökokontrollstelle ist auf dem Produkt anzugeben.

Umstellungswaren sind keine Bioprodukte, dürfen also nicht "Bio" in der Verkehrsbezeichung heißen und nicht das EU-Bio-Logo oder das deutsche Bio-Siegel tragen.

Letzte Aktualisierung: 07.09.2017