Verarbeiter


Verpackung von Bioprodukten

Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau geben wenig konkrete Regelungen für Verpackungen vor. Auch im deutschen Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)(PDF-Datei) finden sich nur die Definition für Bedarfsgegenstände und allgemeine Regeln bezüglich möglicher Gesundheitsgefahren sowie Täuschung. Konkrete nationale Anforderungen stehen in der Bedarfsgegenständeverordnung (BedGgstV)(PDF-Datei), das heißt verbotene und zugelassene Stoffe, Herstellungs- und Untersuchungsverfahren, Höchstmengen und Migrationswerte für Stoffübergänge in Lebensmittel, sowie im Verpackungsgesetz (VerpackG).

Die Ökoverbände gehen in ihren Richtlinien teilweise einen Schritt weiter und geben Positivlisten für Verpackungsmaterialien an. Zudem wird in einigen Richtlinien auf die Notwendigkeit eines sparsamen Umgangs mit Ressourcen und einer Minimierung von Umweltbelastungen durch Herstellung, Benutzung und Entsorgung von Verpackungsmaterialien hingewiesen.

Nachhaltigkeit bei Verpackungen spielt auch für Verbraucherinnen und Verbraucher eine immer größere Rolle, wie das Ergebnis einer Verbraucherstudie aus 2015 zeigt. Dies trifft insebsondere bei Bio-Käuferinnen und Käufern eine Rolle, die mit dem Kauf eines Biolebensmittels sowieso schon Wert auf ein nachhaltiges Produkt legen. Dieser Erwartungen versuchen Bio-Verarbeiter mit nachhaltigen Verpackungslösungen gerecht zu werden, oft fehlt jedoch die Erfahrung und das Hintergrundwissen zu dem Thema.

Hilfestellungen zur Recherche und Bewertung von Biokunststoffen bieten das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) mit einem Merkblatt und die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL e.V.) mit einem Online-Tool.


Letzte Aktualisierung: 01.12.2017