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Rechtliche Definition von Zusatz- und Hilfsstoffen

Verschiedene Käsesorten
Zusatzstoffe werden auch im Bio-Bereich z.B. bei der Käseherstellung eingesetzt. Foto: BLE, Thomas Stephan

Zusatzstoffe, sowie Verarbeitungshilfststoffe sind in der Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 geregelt.

Definition Zusatzstoffe

Artikel 3, Absatz 2a), Verordnung (EG) Nr. 1333/2008

„Lebensmittelzusatzstoff“: ein Stoff mit oder ohne Nährwert, der

  • in der Regel weder selbst als Lebensmittel verzehrt noch als charakteristische Lebensmittelzutat verwendet wird
  • einem Lebensmittel aus technologischen Gründen bei der Herstellung, Verarbeitung, Zubereitung, Behandlung, Verpackung, Beförderung oder Lagerung zugesetzt wird
  • selbst oder durch seine Nebenprodukte mittelbar oder unmittelbar zu einem Bestandteil des Lebensmittels wird oder werden kann

Weiterhin regelt § 2 Abs. 3 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB), dass es einige Stoffe gibt, die den Zusatzstoffen gleich stehen. Dazu zählen:

  • Aminosäuren (Eiweißbausteine)
  • Vitamin A
  • Vitamin D
  • Mineralstoffe
  • Künstliche Aromen

Gewürze, Aromen, Vitamine oder andere natürliche bzw. naturidentische Stoffe, die eingesetzt werden, um den Nährwert, den Geruch oder Geschmack des Lebensmittels zu verändern, gehören rechtlich stattdessen zu den Zutaten. (vgl. www.zusatzstoffe-online.de)

Definition Verarbeitungshilfsstoffe

Artikel 3, Absatz 2b), Verordnung (EG) Nr. 1333/2008

„Verarbeitungshilfsstoff“: ein Stoff, der

  • nicht als Lebensmittel verzehrt wird
  • bei der Verarbeitung von Rohstoffen, Lebensmitteln oder deren Zutaten aus technologischen Gründen während der Be- oder Verarbeitung verwendet wird und
  • unbeabsichtigte, technisch unvermeidbare Rückstände des Stoffes oder seiner Derivate im Enderzeugnis hinterlassen kann, sofern diese Rückstände gesundheitlich unbedenklich sind und sich technologisch nicht auf das Enderzeugnis auswirken.

Letzte Aktualisierung: 18.08.2017