Verarbeitung


Ganztierverwertung

Schlachter im Schlachthof, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster

Bei der bäuerlichen und bürgerlichen Hausschlachtung war es wichtig, möglichst alle Teile des Tieres zu verwerten. Dabei wurden in erster Linie Schweine geschlachtet. Oftmals wurden bei der Wurstherstellung Fleisch und Fett mit Semmeln, Kraut, Grütze, Buchweizenmehl und ähnliches "gestreckt". Dies geschah oft auch aus Not. So entstanden eine Reihe von leckeren Wurstrezepten, die es auch heute noch wert sind, genossen zu werden.

Aus der Tradition der Hausschlachtung und des Direktbezuges entstammt die Ganztierverwertung in der Biofleisch-Verarbeitung. Mittlerweile sind im wachsenden Biomarkt alle Teilstücke zu bekommen, Bestellservice und Lieferrhythmen sind aufgrund kleinerer Marktvolumina jedoch nicht immer optimiert. Somit sind Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten, vor allem auch der schwer vermarktbaren Teile, für selbstschlachtende Betriebe von Bedeutung.

Ging es früher darum, möglichst viel Fleisch und auch Würste durch Salzen, Trocknen und Räuchern haltbar zu machen, so kann heute durch die Möglichkeit des Tiefgefrierens auch Frischfleisch haltbar gemacht werden.

Letzte Aktualisierung: 04.08.2015