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Bio + regional = optimal

Schild mit der Anschrift Ökologischer Wochenmarkt, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Regionale Bioprodukte werden beim Verbraucher immer beliebter.
Foto: Dominic Menzler, BLE

"Regional ist das neue Bio" heißt es in regelmäßigen Abständen in zahlreichen Marktforschungsstudien. Aber bio und regional schließen sich keinesfalls aus. Tierschutz, ohne Gentechnik und umweltverträgliche Erzeugung sind Kaufkriterien für regionale Lebensmittel und gleichzeitig für Bioprodukte. Im Paket bieten Bio und regional genau das, was der Kunde fordert.

Was ist eine Regionalvermarktungsinitiative?

Regionalvermarktungsinitiativen sind Zusammenschlüsse aus Erzeugern und Verarbeitern, um gemeinsam Produkte aus einer Region zu vermarkten, in der Regel nach dem Motto "Aus der Region – für die Region". In Deutschland gibt es schätzungsweise circa 500 solcher Initiativen, eine aktuelle Übersicht gibt das RegioPortal. Zusammengeschlossen ist ein großer Teil der Initiativen im Bundesverband der Regionalbewegung e.V. (www.regionalbewegung.de).

Best-Practice Beispiele

Zahlreiche Initiativen in Deutschland zeigen, dass Regionalvermarktung funktioniert. Unter diesen sind reine Bioregionalvermarktungsinitiativen wie zum Beispiel Landwege e.V. (www.landwege.de) oder ländlichfein e.V. (www.laendlichfein.de). Die Mehrheit sind sogenannte hybride Initiativen: Sie vermarkten sowohl Bioprodukte als auch konventionelle Lebensmittel unter einem Dach. Dies praktiziert beispielsweise "Unser Land" in der Region rund um München (www.unserland.info) oder die Regionalmarke Eifel (www.regionalmarke-eifel.de).

Eine der ältesten Bioregionalvermarktungsinitiativen ist TAGWERK (www.tagwerk.net). Als Netzwerk aus Bioerzeugern, -verarbeitern, Handel und dem Verbraucher zeigen sie, dass Regionalvermarktung einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region hat, Kulturlandschaft erhält und das traditionelle Handwerk fördert. Das neueste Projekt von TAGWERK ist der Neubau einer eigenen Schlachterei mit Metzgerei und Hofladen.

Um bestehende regionale Wertschöpfungsketten und deren Mehrwert zu beschreiben, hat der "BioFairVerein" (www.biofair-vereint.de) ein vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft (BÖLN) gefördertes Projekt durchgeführt. An konkreten Beispielen wird die Bedeutung und auch der Wertbeitrag regionaler Partnerschaften aufgezeigt , mit der Botschaft: Bio ist mehr als eine Anbauform. Ergebnisse des Projektes finden Sie hier.

Mehr Informationen

Bio mit Gesicht: Verbrauchervertrauen in Bioprodukte stärken

Mangelndes Vertrauen in Bioprodukte wirkt als zentrale Kaufbarriere. Mit der Marketingstrategie "Bio mit Gesicht" (BmG) wollen die Initiatoren - ein Zusammenschluss von Ökoverbänden, Ökovermarktungsgesellschaften, Einzelhandelsunternehmen, der Datenbank für Bioprodukte Ecoinform und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) - die Anonymität von Bioprodukten aufheben und Vertrauen schaffen, indem sie Erzeuger und Verarbeiter im Internet vorstellen.
Infos zu 'Bio mit Gesicht'

Erfolgreiches Regionalmarketing

Die Entstehung des Biomarktes beruhte traditionell auf einer regionalen Vermarktung, die sich durch gesunde und natürliche Produkte aus der Nachbarschaft auszeichnete. Auch heute assoziieren die Kunden in vielen Fällen den Begriff "Öko" mit Regionalität. Dies sind Indizien dafür, dass der Naturkostfachhandel sich über ein regionales Sortiment erfolgreich am Markt positionieren kann.
Regionalmarketing

Regionale Lebensmittel: Gemüse

Mit Bioprodukten aus der Region wollen Käufer frische Ware mit einer glaubwürdigen Herkunft erwerben und damit Erzeuger in der eigenen Umgebung unterstützen. Besonders wichtig ist die Herkunft bei Gemüse, wie eine Umfrage unter knapp 300 Kunden von Biosupermärkten und Naturkostläden ergab. Die Unterstützung der Region sehen deutlich mehr Kunden als Kaufkriterium für Biogemüse als Frische, Qualität oder Preis der Produkte.
Regionales Gemüse


Letzte Aktualisierung: 05.11.2017