3. Kundenbefragung

Kundenbefragung

Die Qualität der Präsentation von Bioprodukten beeinflusst die Höhe des Abverkaufs. Eine gute Präsentation erfüllt die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten bezüglich Übersichtlichkeit, Auswahl und Qualität der Biowaren und stellt ausreichend Informationen zum Produkt bereit.

Doch was denken die Kundinnen und Kunden über das Bioangebot? Wie kann das Bioangebot aus Kundensicht verbessert werden? Sind sie mit der bisherigen Platzierung, Auswahl etc. zufrieden oder gibt es Änderungsvorschläge? Antworten darauf können durch eine Umfrage mittels Fragebögen oder durch ein Kundenforum gefunden werden.

Umfrage

Für Kundenbefragungen wurde im Projekt PRÄVOBIO ein Fragebogen entwickelt, mit dessen Hilfe ein Meinungsbild sowie die Kundenzufriedenheit ermittelt werden kann.

Der Fragebogen wurde bewusst in kleinem Format gestaltet. Dies ermöglicht ein schnelles Ausfüllen durch den Kunden und schreckt nicht ab, denn ein größerer zeitlicher Aufwand wird in diesem Zusammenhang erfahrungsgemäß gescheut. Der Fragebogen kann im Verkauf, zum Beispiel auch beim Anbieten von Verkostungsware, ausgeteilt werden. Auch Bistrotische oder der Kassenbereich eignen sich zum Auslegen. Um das Mitarbeiterteam nicht zusätzlich durch das Einsammeln der Fragebögen zu belasten, wird empfohlen, eine Sammelbox als „Briefkasten“ zentral im Laden zu platzieren.


Der Fragebogen kann unterhalb als Word-Dokument heruntergeladen und den Ansprüchen der jeweiligen Metzgerei angepasst werden.

Download der Checklistenvorlagen zur individuellen Gestaltung

Konsumentenforum

Auch die Durchführung eines Konsumentenforums eignet sich sehr gut, um mehr über die Stärken und Schwächen Ihres Biosortiments zu erfahren. Für die Teilnahme an einem Konsumentenforum kommen vorrangig die Kundinnen und Kunden in Frage, die regelmäßig in Ihrer Metzgerei Bioprodukte kaufen. Aber auch Kundschaft, die eher seltener oder nie Biowaren wählen, sollten mit einbezogen werden, um bestimmte Kaufhemmnisse und Zweifel gegenüber Bio herauszufinden. Zusammen mit circa sechs bis acht Ihrer Kundinnen und Kunden können Sie regelmäßig (zum Beispiel einmal pro Jahr) über die Stärken und Schwächen des Biosortiments sowie der Biopräsentation und der Platzierung diskutieren. Die Kundinnen und Kunden haben so die Gelegenheit, Ihnen direkt ihre Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge mitzuteilen. Falls Sie eine oder mehrere Filialen betreiben, ist es sinnvoll, die jeweilige Filialleiterin oder den Filialleiter sowie das Verkaufsteam mit einzubinden.

Vorteile des Konsumentenforums:

  • Möglichkeit eines direkten und persönlichen Austausches mit der Kundschaft.
  • Erhebung einer ehrlichen Meinung und wichtiger Standpunkte der Kundinnen und Kunden innerhalb der Diskussion.
  • Stärkung der Kundenbindung über das Biosortiment.
  • Bessere Anpassung des Biosortiments und der Biopräsentation an die Kundenwünsche.

Nachteile des Konsumentenforums:

  • Höherer organisatorischer Aufwand als beispielsweise die Durchführung einer Kundenbefragung.
  • Risiko der Gruppendiskussion: Im Konsumentenforum können Gruppenmeinungen entstehen, die so stark auftreten, dass sie wertvolle Meinungen einzelner Teilnehmer überlagern.

Empfehlungen für die Umsetzung eines Konsumentenforums:

  • Schaffen Sie Anreize zur Teilnahme am Konsumentenforum, z.B. durch das gleichzeitige Anbieten eines kostenlosen Imbisses.
  • Setzen Sie eine gute Moderation ein, zum Beispiel eine extrerne Beraterin oder einen Berater. Die Moderation sollte einen zielgerichteten Fragenkatalog vorbereiten, der als Leitfaden für die Durchführung des Konsumentenforums dient.
  • Erzeugen Sie eine entspannte Atmosphäre während des Kundenforums. Diese ermutigt auch eher zurückhaltende Teilnehmer zur aktiven Beteiligung und fördert die Zielerreichung.
  • Achten Sie bei der Auswahl der Konsumentinnen und Konsumenten darauf, dass sich die Teilnehmer nicht kennen.

Letzte Aktualisierung 27.09.2018

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