Verbraucher


Bio einkaufen: Viele Wege führen zu Bio

Bio im Supermarkt

Nahezu flächendeckend bieten Supermärkte ein wachsendes Bioangebot. Das umfasst viele Produkte des täglichen Bedarfs: frisches Obst und Gemüse, Milch und Milchprodukte, aber auch abgepackte Wurstwaren und Käsesorten sowie verschiedene Trockenprodukte wie Nudeln oder Müsli. Mittlerweile geht das Biosortiment oft deutlich über ein solches Basisangebot hinaus. Bei manchen Warengruppen können die Kundinnen und Kunden heutzutage sogar zwischen verschiedene Produktsorten auswählen.

Die Bioprodukte stehen meist Seite an Seite mit den konventionellen Produktvarianten. In manchen Handelsketten haben die Bioartikel auch in ein eigenes Bioregal. So kann man sich schnell einen Überblick über das vorhandene Biosortiment verschaffen und muss nicht lange suchen. Mitunter sind einzelne Bioartikel mitten im übrigen Sortiment platziert. Das sind oftmals Produkte, welche die Biobranche eigens hervorgebracht hat und die es ausschließlich in Bioqualität gibt.

Viele Handelsketten führen inzwischen Biomarken von namhaften Bioherstellern, beispielsweise bei Milchprodukten oder veganen Lebensmitteln. Darüber hinaus sind aber auch Hersteller aus dem konventionellen Bereich vertreten, die nur eine kleine Bioschiene führen. Dank des Trends zur Regionalität bieten Supermarktketten vermehrt regionale Bioware an, zum Beispiel Edeka Südwest ("Unsere Heimat") oder Feneberg.

Discounter – wenig Bio viel verkauft

Discounter spielen als Einkaufsstätte für Biorpodukte ebenfalls eine große Rolle. Das Sortiment ist hier zwar kleiner, aber dafür preisgünstiger. Das Standardbioangebot besteht aus einigen Milch-und Trockenprodukten sowie Äpfeln, Möhren und Kartoffeln. Manche Handelsketten profilieren sich sogar mit heimischer Bioware. So dürfen beispielsweise bei Penny auch herzförmige Kartoffeln, krumme Möhren oder grünliche Zitronen ins Netz, so wie die Natur sie eben hervorbringt (Penny Bio-Helden).

Biohandelsmarken – ein kann, aber kein Muss

Generell sind alle Bioprodukte am EU-Bio-Logo erkennbar. Doch viele Handelsunternehmen führen die Artikel zusätzlich unter einer eigenen Biohandelsmarke - einheitlich aufgemacht und mit einem eigenem Logo auf der Verpackung. Was etwa um die Jahrtausendwende begann, ist inzwischen fester Bestandteil des Sortiments. Von Obst und Gemüse über Molkereiprodukte, Fleisch- und Wurstwaren bis hin zu Tiefkühl- und Fertigprodukten gibt es meist ein breites Angebot.

Naturkostfachhandel – Alles Bio

Der Naturkostfachhandel ist viel heterogener als der klassische Lebensmitteleinzelhandel. Zu den ursprünglich oft sehr kleinen Bioläden haben sich in den letzten Jahren immer mehr großflächige Biosupermärkte gesellt. Manche gehören zu einem bundesweiten Filialnetz, andere sind lediglich in bestimmten Regionen verankert. Genau wie der klassische Handel führen auch Biosupermärkte wie alnatura, Basic und denn's ihre eigenen Handelsmarken.

Wer sich rundum bio ernähren möchte, kauft am besten in Naturkostfachgeschäften ein: Dort findet man fast alles, um sich abwechslungsreich und ökologisch zu ernähren. In größeren Biomärkten gibt es aus allen Warengruppen Artikel von Naturkostherstellern, häufig ergänzt mit Produkten der eigenen Handelsmarke. Oft sind in Biosupermärkten eine Backwarentheke sowie eine Käsetheke oder eine Metzgereiabteilung mit Frischfleisch integriert, manchmal auch ein Bistro oder eine Kaffee-Bar.

Frisch vom Biobauernhof – Hofläden und Abokisten

In ländlichen Regionen ist das Netz an Biomärkten dünn. Dafür gibt es hier vielerorts Biohöfe mit eigenem Laden, wo die Ökolandwirtinnen und Ökolandwirte ihre Produkte selber vermarkten. Oft kann man dort auch Erzeugnisse von benachbarten Biohöfen kaufen. Ein großes Plus ist hier die regionale und saisonale Herkunft der angebotenen Bioprodukte. Sowohl im Hofladen als auch auf dem Wochenmarkt haben Verbraucherinnen und Verbraucher einen direkten Draht zum Erzeuger.

In vielen Städten gibt es inzwischen als Treffpunkt auch sogenannte Marktschwärmereien. Hier bestellen die Kundinnen und Kunden ihre Biowaren bei einem ausgewählten regionalen Erzeugerkreis online vor. Die Bäuerinnen und Bauern kommen dann einmal pro Woche mit ihrer Ware in die Stadt und präsentieren sich und ihr Angebot.

Noch bequemer ist es, sich frische Biowaren mit der Abokiste ins Haus schicken zu lassen. Das spart viel Zeit und das Bestellen lässt sich bei den meisten Anbietern flexibel handhaben. Die Kundinnen und Kunden können ihre Kisten wöchentlich ändern, im Urlaub abbestellen oder nur ab und zu bestellen.

Informationen über das Bioangebot vor Ort

Viele regionale Initiativen informieren mit Einkaufsführern über Adressen für den Bioeinkauf vor Ort. Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie eine Auswahl aktuell verfügbarer Bioeinkaufsführer zusammengestellt. Derzeit liegen Informationen für folgende Regionen beziehungsweise Städte vor:

Weitere Einkaufsmöglichkeiten

Die drei größten, bundesweit vertretenen Biosupermärkte sind:

Regionale Biosupermarktketten:

Letzte Aktualisierung: 12.12.2017