Forschung

Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft

Durch die besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Produktionsweise spielt die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft eine zentrale Rolle in der Transformation zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem. Dafür ist unter anderem eine gezielte Öko-Forschung notwendig, die sich durch einen systemorientierten Ansatz auszeichnet. Was zeichnet diesen Ansatz aus? Und wo liegen die aktuellen Forschungsschwerpunkte?

Die Land- und Lebensmittelwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Sie muss Antworten darauf finden, wie Böden, Wasser, Umwelt und Klima geschützt, die Biodiversität gestärkt und gleichzeitig eine sichere, gesunde und bezahlbare Versorgung mit Lebensmitteln gewährleistet werden können. Zudem sind Lösungen gefragt, wie die Land- und Lebensmittelwirtschaft unabhängiger von fossilen Rohstoffen und zugleich widerstandsfähiger gegen Krisen werden kann. Es gilt dabei, für Unternehmen und alle Menschen in der Wertschöpfungskette wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und gleichzeitig einen Weg zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufzuzeigen.

Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bietet einen Rahmen für engagierte gemeinwohlorientierte Initiativen. Sie fungiert gleichzeitig auch als Motor für Innovationen für die Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt, da sie Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen bietet. Aufgrund ihres systemorientierten Ansatzes ist sie eine besonders ressourcenschonende, umweltverträgliche und nachhaltige Wirtschaftsform. Um die Innovationskraft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft noch weiter auszubauen und ihre Potenziale zu heben, ist die Stärkung der Öko-Forschung von großer Bedeutung.

Auch in der Forschung für die Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft bedarf es einer ganzheitlichen Perspektive, um Fragestellungen im System zu denken und zu bearbeiten und dabei die Bio-Wertschöpfungskette im Blick zu behalten. Um hierfür sämtliches Wissen aus Wissenschaft und Anwendungspraxis einzubinden, braucht es praxisorientierte Forschungsansätze und inter- und transdisziplinäre Forschung.

Forschungsbedarf in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft

Das Kompetenzteam Forschung Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft (KT FÖLL) wurde 2024 vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen der Umsetzung der Bio-Strategie 2030 als beratendes Gremium eingerichtet. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft,  Beratung und Gremien der Länder zusammen. Als Gremium mit engem Praxisbezug unterstützt es das BMLEH darin, aktuelle Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und entsprechend der aktuellen Bedarfe aus fachlicher Sicht zu priorisieren.

Der aktuelle Forschungsbedarf wurde in einem zweijährigen partizipativen Prozess erhoben. Das Ergebnis sind drei Themenblöcke, die eine zeitliche Reihung abbilden, wobei die Themen innerhalb der Blöcke gleichbedeutend sind. Ziel ist die qualitative und quantitative Weiterentwicklung des jeweiligen Bereichs unter den Bedingungen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Die Inhalte des Forschungsbereich auf dieser Webseite wurden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft überarbeitet.


12.01.2026Forschung

ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung

Sie haben einen Öko-Betrieb und möchten sich an Forschungsprojekten beteiligen? Sie forschen im Bereich der Öko-Landwirtschaft und suchen einen Betrieb für Ihre praxisnahe Forschung? Sie sind in der Beratung tätig und möchten die neuesten Entwicklungen im Forschungsbereich im Blick behalten? Die Vernetzungsplattform ÖLAF ermöglicht einen unkomplizierten Austausch zwischen Praxis und Forschung auf Augenhöhe.

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Neues aus Forschung und Wissenstransfer:

Feldversuche Demoparzellen

05.02.2026Forschung

Öko-Forschung im BMLEH

Für die Transformation der Land- und Lebensmittelwirtschaft und die damit verbundenen politischen Entscheidungen ist eine wissenschaftlich fundierte Beratungsgrundlage unverzichtbar. Im Verantwortungsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) sind dafür mehrere Forschungseinrichtungen angesiedelt. Welche das sind und in welchen Forschungsbereichen sie tätig sind, erfahren Sie hier.

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28.08.2025Forschung

Wie entwickelt sich die Forschung im Ökolandbau weiter?

Warum wächst der Forschungsbedarf in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft? In welchen Bereichen sollte stärker geforscht werden? Und welches Potenzial haben Praxis-Forschungsnetzwerke mit langer Laufzeit? Diese und weitere Fragen beantwortet Dorothée Hahn, Leiterin des Referates Forschungsmanagement im Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

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Forschungsergebnisse im BÖL:

Blattrandkäfer auf einem Blatt.

18.12.2025Forschung

Blattrandkäferschäden in der Fruchtfolge

Können einfache Anbaumaßnahmen wie Saattiefe und Saatzeitpunkt bei Ackerbohne und Erbse das Schadpotenzial des Blattrandkäfers verringern und Weizenerträge erhöhen? Das wurde in einem Forschungsprojekt untersucht. Neben Exaktversuchen, in denen der Schädling durch Netze ausgeschlossen wurde, wurden dafür auch ökologische und integrierte Praxisbetriebe eingebunden, um die Wirkung der Maßnahmen unter realen Anbaubedingungen zu prüfen.

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Hundsrose mit Wald-Sandbiene. Foto: Felix Fornoff

09.12.2025Forschung

Heckengehölze als Wildbienen-Lebensraum

Hecken bieten Wildbienen Nahrung und Schutz zur Überwinterung. Das Agroforst-Planungstool erleichtert die Planung bestäuberfreundlicher Agrarlandschaften.

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Silvopastorales Agroforstsystem. Foto: Marina Klimke

12.12.2025Forschung

Rechtliche Rahmenbedingungen für Agroforstsysteme

Im Zuge des Forschungsprojekts INTEGRA wurden die für Agroforstsysteme relevanten umwelt-, förder-, und vertragsrechtlichen Vorgaben untersucht.

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Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des BÖL

Jedes Jahr stehen dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) etwa 20 Millionen Euro zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu finanzieren. Mit diesem Budget werden Projekte aus allen Bereichen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft gefördert, vom Acker-, Obst- und Gemüsebau über die Tierhaltung bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten. Erfahren Sie mehr über die Forschung im BÖL.


Nachrichten rund um die Öko-Forschung

Hülsenfrüchte stärken regionale Landwirtschaft und Ernährung
10.02.2026

Hülsenfrüchte stärken regionale Landwirtschaft und Ernährung

Der Internationale Tag der Hülsenfrüchte am 10. Februar macht auf das Potenzial dieser eiweißreichen Kulturpflanzen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung aufmerksam. Hülsenfrüchte erhöhen die Vielfalt auf den Feldern, fördern die Bodengesundheit und liefern wertvolle pflanzliche Proteine. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) beteiligt sich mit Forschung und Praxisnetzwerken daran, den regionalen Anbau, die Verarbeitung und Vermarktung von Hülsenfrüchten in Brandenburg und darüber hinaus zu stärken.

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Bioland: Wissenschaft fordert, Bio liefert
06.02.2026

Bioland: Wissenschaft fordert, Bio liefert

Anlässlich der Weltleitmesse Biofach 2026, die nächste Woche in Nürnberg startet, unterstreicht Bioland die zentrale Bedeutung des ökologischen Landbaus für den nachhaltigen Umbau der Land- und Lebensmittelwirtschaft.

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Bio- und Grüngutkompost als wertvoller Dünger für viehlose Bio-Betriebe
27.01.2026

Bio- und Grüngutkompost als wertvoller Dünger für viehlose Bio-Betriebe

Kompost kann mehr: Die in Deutschland anfallenden Mengen an Bio- und Grüngutkompost könnten im ökologischen Ackerbau einen wichtigen Beitrag zur Nährstoffversorgung, zum Humusaufbau und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit leisten. Die Qualität des Komposts hat sich erheblich verbessert, trotzdem setzen ihn nur wenige Bio-Betrieben ein. Das sind die Ergebnisse des fünfjährigen Verbundprojektes "ProBio", das über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziert wurde.

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