Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft

Durch die besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Produktionsweise spielt die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft eine zentrale Rolle in der Transformation zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem. Dafür ist unter anderem eine gezielte Öko-Forschung notwendig, die sich durch einen systemorientierten Ansatz auszeichnet. Was zeichnet diesen Ansatz aus? Und wo liegen die aktuellen Forschungsschwerpunkte?

Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durch das BÖL

Jedes Jahr stehen dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) etwa 20 Millionen Euro zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu finanzieren. Mit diesem Budget werden Projekte aus allen Bereichen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft gefördert, vom Acker-, Obst- und Gemüsebau über die Tierhaltung bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten. Erfahren Sie mehr über die Fördermöglichkeiten.

Die durch das BÖL geförderten Projekte können Sie hier komfortabel recherchieren:

Projektträger-Datenbank

Was leistet die Öko-Forschung?

Die Land- und Lebensmittelwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Sie muss Antworten darauf finden, wie Böden, Wasser, Umwelt und Klima geschützt, die Biodiversität gestärkt und gleichzeitig eine sichere, gesunde und bezahlbare Versorgung mit Lebensmitteln gewährleistet werden können. Zudem sind Lösungen gefragt, wie die Land- und Lebensmittelwirtschaft unabhängiger von fossilen Rohstoffen und zugleich widerstandsfähiger gegen Krisen werden kann. Es gilt dabei, für Unternehmen und alle Menschen in der Wertschöpfungskette wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und gleichzeitig einen Weg zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufzuzeigen.

Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bietet einen Rahmen für engagierte gemeinwohlorientierte Initiativen. Sie fungiert gleichzeitig auch als Motor für Innovationen für die Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt, da sie Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen bietet. Aufgrund ihres systemorientierten Ansatzes ist sie eine besonders ressourcenschonende, umweltverträgliche und nachhaltige Wirtschaftsform. Um die Innovationskraft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft noch weiter auszubauen und ihre Potenziale zu heben, ist die Stärkung der Öko-Forschung von großer Bedeutung.

Auch in der Forschung für die Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft bedarf es einer ganzheitlichen Perspektive, um Fragestellungen im System zu denken und zu bearbeiten und dabei die Bio-Wertschöpfungskette im Blick zu behalten. Um hierfür sämtliches Wissen aus Wissenschaft und Anwendungspraxis einzubinden, braucht es praxisorientierte Forschungsansätze und inter- und transdisziplinäre Forschung.

Forschungsbedarf in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft

Das Kompetenzteam Forschung Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft (KT FÖLL) wurde 2024 vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen der Umsetzung der Bio-Strategie 2030 als beratendes Gremium eingerichtet. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft,  Beratung und Gremien der Länder zusammen. Als Gremium mit engem Praxisbezug unterstützt es das BMLEH darin, aktuelle Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und entsprechend der aktuellen Bedarfe aus fachlicher Sicht zu priorisieren.

Der aktuelle Forschungsbedarf wurde in einem zweijährigen partizipativen Prozess erhoben. Das Ergebnis sind drei Themenblöcke, die eine zeitliche Reihung abbilden, wobei die Themen innerhalb der Blöcke gleichbedeutend sind. Ziel ist die qualitative und quantitative Weiterentwicklung des jeweiligen Bereichs unter den Bedingungen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Die Inhalte des Forschungsbereich auf dieser Webseite wurden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft überarbeitet.


Neues aus Forschung und Wissenstransfer:

Bio next level: Perspektiven aus Forschung, Beratung und Praxis

5. und 6. Oktober 2026 in Berlin

Die Dialogwerkstatt ist ein deutschsprachiges Format, das ko-kreativen Austausch zwischen Praxis, Beratung und Forschung ermöglicht. Ideen für zu bearbeitende Themen konnten von allen Interessierten bis Ende April 2026 eingebracht werden. Daraus sind acht Dialogräume entstanden. Sie leben vorrangig von den unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden und bauen auf kurze, thematisch passende Pitches (kurze Impulse) auf. Die Moderation der Dialogräume wird von den Veranstaltenden organisiert. Das Programm ist jetzt veröffentlicht und die Anmeldemöglichkeit 

Aktuelle Aufrufe zu Forschungsskizzen oder Tagungsbeiträgen mit Öko-Bezug

Die Auswahl basiert unter anderem auf dem Info-Mailing der an der Ressortforschung angesiedelten Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft (FÖLL) Das Info-Mailing informiert monatlich über aktuelle Hinweise zu Calls sowie auch zu Veranstaltungen und forschungspolitischen Neuigkeiten rund um die Öko-Forschung. Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie das Info-Mailing: Zur Anmeldung.
Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kennen weitere Aufrufe? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an infooekolandbaude.



Nachrichten rund um die Öko-Forschung

Nachrichten zur Öko-Forschung

Blühstreifen oder Öko-Landbau? Forschungsteam vergleicht ökologische und wirtschaftliche Vorteile
09.09.2026

Blühstreifen oder Öko-Landbau? Forschungsteam vergleicht ökologische und wirtschaftliche Vorteile

Was ist sinnvoller: Blühstreifen aus Wildblumen oder ökologischer Landbau? Beides sind Maßnahmen aus den Agrarumweltprogrammen der Europäischen Union, die Landwirtinnen und Landwirte für umweltschonende und nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden finanziell unterstützen. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat jetzt untersucht, welche ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile beide Anbaumethoden auf Feldern mit Winterweizen mit sich bringen.

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Neue Plattform stärkt Wertschöpfung von Bio-Rindern in Brandenburg
07.09.2026

Neue Plattform stärkt Wertschöpfung von Bio-Rindern in Brandenburg

Mit der digitalen Vernetzungsplattform www.digioekoregio.com will das vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau geförderte Projekt "DigiOekoRegio" die Kapazitäten in der regionalen Fleischerzeugung in Brandenburg ausbauen. Brandenburgische Rindermastbetriebe und Fleischverarbeitungsbetriebe können sich auf der Plattform präsentieren und passende Partnerbetriebe finden.

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Innovationstage 2026 “Resilienz durch Innovation” – jetzt anmelden!
14.08.2026

Innovationstage 2026 “Resilienz durch Innovation” – jetzt anmelden!

Am 3. und 4. November 2026 laden das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und der Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (PT BLE) zu den diesjährigen Innovationstagen ins bcc Berlin Congress Center am Alexanderplatz ein. Im Mittelpunkt stehen die Themen „Resilienz durch Innovation“ und das 20-jährige Jubiläum des Innovationsprogramms des BMLEH. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

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Letzte Aktualisierung 09.09.2026

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