Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft

Durch die besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Produktionsweise spielt die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft eine zentrale Rolle in der Transformation zu einem nachhaltigen Agrar- und Ernährungssystem. Dafür ist unter anderem eine gezielte Öko-Forschung notwendig, die sich durch einen systemorientierten Ansatz auszeichnet. Was zeichnet diesen Ansatz aus? Und wo liegen die aktuellen Forschungsschwerpunkte?

Bio next level: Perspektiven aus Forschung, Beratung und Praxis

5. und 6. Oktober 2026 in Berlin

Die Dialogwerkstatt ist ein deutschsprachiges Format, das ko-kreativen Austausch zwischen Praxis, Beratung und Forschung ermöglicht. Ideen für zu bearbeitende Themen konnten von allen Interessierten bis Ende April 2026 eingebracht werden. Daraus sind acht Dialogräume entstanden. Sie leben vorrangig von den unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden und bauen auf kurze, thematisch passende Pitches (kurze Impulse) auf. Die Moderation der Dialogräume wird von den Veranstaltenden organisiert. Das Programm ist jetzt veröffentlicht und die Anmeldemöglichkeit 

Die Land- und Lebensmittelwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Sie muss Antworten darauf finden, wie Böden, Wasser, Umwelt und Klima geschützt, die Biodiversität gestärkt und gleichzeitig eine sichere, gesunde und bezahlbare Versorgung mit Lebensmitteln gewährleistet werden können. Zudem sind Lösungen gefragt, wie die Land- und Lebensmittelwirtschaft unabhängiger von fossilen Rohstoffen und zugleich widerstandsfähiger gegen Krisen werden kann. Es gilt dabei, für Unternehmen und alle Menschen in der Wertschöpfungskette wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und gleichzeitig einen Weg zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufzuzeigen.

Die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft bietet einen Rahmen für engagierte gemeinwohlorientierte Initiativen. Sie fungiert gleichzeitig auch als Motor für Innovationen für die Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt, da sie Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen bietet. Aufgrund ihres systemorientierten Ansatzes ist sie eine besonders ressourcenschonende, umweltverträgliche und nachhaltige Wirtschaftsform. Um die Innovationskraft der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft noch weiter auszubauen und ihre Potenziale zu heben, ist die Stärkung der Öko-Forschung von großer Bedeutung.

Auch in der Forschung für die Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft bedarf es einer ganzheitlichen Perspektive, um Fragestellungen im System zu denken und zu bearbeiten und dabei die Bio-Wertschöpfungskette im Blick zu behalten. Um hierfür sämtliches Wissen aus Wissenschaft und Anwendungspraxis einzubinden, braucht es praxisorientierte Forschungsansätze und inter- und transdisziplinäre Forschung.

Forschungsbedarf in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft

Das Kompetenzteam Forschung Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft (KT FÖLL) wurde 2024 vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen der Umsetzung der Bio-Strategie 2030 als beratendes Gremium eingerichtet. Es setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft,  Beratung und Gremien der Länder zusammen. Als Gremium mit engem Praxisbezug unterstützt es das BMLEH darin, aktuelle Forschungsschwerpunkte zu identifizieren und entsprechend der aktuellen Bedarfe aus fachlicher Sicht zu priorisieren.

Der aktuelle Forschungsbedarf wurde in einem zweijährigen partizipativen Prozess erhoben. Das Ergebnis sind drei Themenblöcke, die eine zeitliche Reihung abbilden, wobei die Themen innerhalb der Blöcke gleichbedeutend sind. Ziel ist die qualitative und quantitative Weiterentwicklung des jeweiligen Bereichs unter den Bedingungen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft.

Die Inhalte des Forschungsbereich auf dieser Webseite wurden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe Forschung für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft überarbeitet.




Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Rahmen des BÖL

Jedes Jahr stehen dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) etwa 20 Millionen Euro zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu finanzieren. Mit diesem Budget werden Projekte aus allen Bereichen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft gefördert, vom Acker-, Obst- und Gemüsebau über die Tierhaltung bis hin zur Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten. Erfahren Sie mehr über die Forschung im BÖL.


Nachrichten rund um die Öko-Forschung

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Tagesspiegel Fachkonferenz Agrar und Ernährung: Landwirtschaft, Politik und Handel im Stresstest
22.07.2026

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Die politischen Entscheidungen von heute bestimmen, wie resilient unsere Ernährungsversorgung morgen ist, hieß es in der Einladung zur Tagesspiegel Fachkonferenz Agrar und Ernährung, die Anfang Juli 2026 in Berlin stattfand. In den Beiträgen und Workshops wurde deutlich: Ernährungs-Resilienz hat viele Dimensionen. Die Herausforderungen reichen vom Acker bis zum Teller und darüber hinaus.

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07.07.2026

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Virtuelle Zäune könnten die Weidetierhaltung flexibler, effizienter und zugleich tiergerechter machen. Eine neue Studie der Universität Göttingen zeigt, dass virtuelle Zäune bei Rindern ähnliche räumliche Verhaltensmuster auslösen wie herkömmliche Elektrozäune – und damit die häufig geäußerten Tierschutzbedenken deutlich relativieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Animal veröffentlicht.

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01.07.2026

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Während der letzten drei Jahre hat das vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau geförderte Projekt "RegBio2B" vier regionale Bio-Wertschöpfungsnetzwerke aus Brandenburg begleitet und mit ihnen zusammen Erfolgsfaktoren, Herausforderungen, Zukunftsszenarien und Zusammenhänge in ihrem Wirken herausgearbeitet. Nun laden die Projektbeteiligten zur Online-Abschlussveranstaltung am 27. August ein, wo die Projektergebnisse präsentiert werden.

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