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Was ist Öko-Landbau? in Leichter Sprache

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Öko-Landbau nennt man auch:

  • Bio-Landbau oder
  • ökologische Landwirtschaft oder
  • biologische Landwirtschaft
Schwein. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

Beim Öko-Landbau achtet man darauf:
Die landwirtschaftlichen Produkte werden so hergestellt:
Dass man die Natur und die Umwelt schont.
Pflanzen und Tiere sollen gut aufwachsen.
Zum Beispiel:

Mohnblume. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE
  • Der Bio-Bauer verwendet keinen Mineral-Dünger.
    Er düngt mit dem Mist und der Jauche
    von den eigenen Hof-Tieren.
  • Er benutzt keine giftigen Spritz-Mittel
    für die Pflanzen.
  • Die Tiere haben genug Platz in den Ställen
    und Auslauf im Freien.

Was ist wichtig beim Öko-Landbau?

Rinderfütterung. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

Das Wichtigste ist ein möglichst geschlossener Betriebs‑Kreislauf.
Das heißt: Der Bio-Bauer produziert selber auf seinem Hof:

  • das Futter für seine Tiere.
    Zum Beispiel Getreide und Heu
    von seinen Feldern.
  • den Dünger für seine Felder.
    Zum Beispiel Mist und Jauche von den Tieren.
Misthaufen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

Daher muss der Bio-Bauer am besten beides machen:
Pflanzenbau und Tier-Haltung.
Ein Teil von den angebauten Pflanzen wird als Tier-Futter verwendet.

Rinder auf der Weide. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Der Kreislauf funktioniert gut,
wenn das Verhältnis stimmt:

  • zwischen der Tier-Anzahl
  • und der Ackerland-Fläche.

Der Bio-Bauer muss das genau ausrechnen.
Er darf zum Beispiel nicht zu viele Tiere
und zu wenig Acker-Land haben.

Landwirtschaftliches Gerät. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Es gibt auch ökologische Gartenbau‑ und Ackerbau‑Betriebe ohne eigene Tier-Haltung.
Aber sie haben trotzdem einen Betriebs-Kreislauf.
Zum Beispiel werden Ernte-Abfälle kompostiert.
Damit kann der Boden verbessert werden.

Öko-Landbau bedeutet mehr!

Hormonfalle. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE

Beim Öko-Landbau verzichtet man nicht nur
auf die giftigen Spritz-Mittel!
Die Natur bleibt nicht einfach sich selbst überlassen.
Der Bio-Bauer hilft der Natur.
Zum Beispiel: Er verbessert die Böden.
Pflanzen und Tiere wachsen gut auf.
Der Bio-Bauer achtet zum Beispiel darauf:

Zwei Männer beim Ernten auf dem Feld. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE
  • Frucht-Folge
    Das heißt: Der Bio-Bauer plant viele Jahre im Voraus:
    welche Pflanzen er auf den einzelnen Äckern anpflanzen wird.
    Er pflanzt von Jahr zu Jahr immer abwechselnd verschiedene Pflanzen an.
    Dadurch können sich Krankheiten und Schädlinge nicht ausbreiten.
    Und der Boden bleibt fruchtbar.
Hand gefüllt mit Humus. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: T. Stephan, BLE
  • Humus-Wirtschaft:
    Damit verbessert man den Acker-Boden.
    Humus ist der nährstoff-reiche Erdboden.
    Humus bekommt man so:
    Der Boden wird aufgelockert
    und mit grünen Pflanzen-Teilen gemischt.
    Diese vermodern gut und machen den Boden fruchtbar.
    Dazu kommt weiteres organisches Material wie Mist und Kompost vom eigenen Hof.
Jungpflanzen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

  • Die Pflanzen stärker machen
    Es ist wichtig: Die eigenen Abwehr-Kräfte
    von den Pflanzen zu stärken.
    So können sich die Pflanzen dann selber besser gegen Krankheiten schützen.
    Vorbeugen ist besser: die Pflanze soll gesund bleiben
    und überhaupt nicht erst krank werden.
    Dabei hilft das Wissen zum Beispiel über:

    • welche Pflanzen gut zusammen passen
    • die richtige Zeit zum Säen und Pflanzen
    • die richtigen Standorte und Sorten.

Traktor mit Planen auf dem Acker. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

  • Ohne Chemie gegen das Unkraut
    Das gelingt durch

    • Frucht-Folge.
    • Boden-Bedeckung.
      Zum Beispiel mit Stroh oder einer Plane.
    • durch Pflügen und Hacken.

Kind im Bioladen. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

Alle diese Sachen sind sehr teuer und erfordern Zeit.
Dies ist zum Beispiel ein Grund
für den höheren Preis von Bio-Lebensmitteln.

Art-gerechte Tier-Haltung

Schweine im Stroh. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE

Alle Tiere auf einem Bio-Hof sollen gut aufwachsen.
Dazu gehört zum Beispiel:

  • Sie müssen Kontakt zu ihren Art-Genossen haben.
  • Sie dürfen nicht allein gehalten werden.
  • Sie müssen ausreichend Platz und Auslauf haben.
  • Die Ställe und Gehege dürfen nicht zu eng sein.
Hühner im Freien. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Foto: D. Menzler, BLE
  • Sie brauchen frische Luft und Tages-Licht.
    Sie dürfen nicht in dunklen Käfigen und Kellern gehalten werden.

Das Futter für die Tiere produziert der Bio-Bauer meist selber.
Oder er kauft es von anderen Bio-Höfen.
Nur in Ausnahmen darf er herkömmliches Futter von einem
nicht-ökologischen Betrieb dazu kaufen.

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mit Einfügen von Bildern und geprüft von:
Einfach verstehen - Medienwerkstatt für leichte Sprache
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Letzte Aktualisierung: 09.09.2013