Sofern Rückstände festgestellt wurden, lagen die Gehalte überwiegend im Spurenbereich (unter 0,01 mg/kg). Konventionelles Obst enthielt dagegen im Mittel 0,55 mg/kg Pflanzenschutzmittelrückstände, konventionell erzeugtes Gemüse im Mittel 0,65 mg/kg Pflanzenschutzmittelrückstände. Dieser höhere Gehalt an Pflanzenschutzmitteln ist auf den im konventionellen Anbau zugelassenen Einsatz unterschiedlicher Wirkstoffgruppen für den chemisch-synthetischen Pflanzenschutz zurückzuführen. Ein dichtes Regelwerk sorgt dafür, dass diese Rückstände kein Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen.
Dabei hat das Ökomonitoring Stoffe wie Bromid, die nicht nur in Pflanzenschutzmitteln, sondern auch natürlich in der Umwelt vorkommen, nicht berücksichtigt. Auch Oberflächenbehandlungsmittel, die konventionelle Zitrusfrüchte nach der Ernte länger haltbar machen, wurden nicht analysiert. Diese sind bei Bio-Früchten tabu. Daher empfehlen viele Rezepte immer Bio-Zitronen zu verwenden.
Wieso enthalten Bio-Früchte überhaupt Rückstände?
Der höhere Gehalt an Pflanzenschutzmitteln sei auf den im konventionellen Anbau zugelassenen Einsatz unterschiedlicher Wirkstoffgruppen für den chemisch-synthetischen Pflanzenschutz zurückzuführen, erklärt der Untersuchungsbericht. Diese seien im ökologischen Anbau verboten.
Allerdings können diese Chemikalien durch Abdrift, sprich Wind, oder über Wasser auch auf Bio-Felder gelangen. Bestimmte chemische Substanzen werden über die Luft auch über weite Strecken transportiert, wie die Studie "Pestizidbelastung der Luft" des Bündnis für Enkeltaugliche Landwirtschaft zeigt. Deshalb können auch Bio-Lebensmittel geringfügig belastet sein.
Für den Ausbau des ökologischen Landbaus ist die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten und das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in Bio-Produkte ein wichtiger Baustein. Dieses Vertrauen in Bio-Produkte können wir auch in diesem Jahr voll bestätigen,
freute sich Minister Peter Hauk.