Im Bio-Garten herrscht ein buntes Miteinander. Doch nicht alle Pflanzen sind sich grün. Beispielsweise sollten Tomaten und Gurken nicht nebeneinander stehen. Andere profitieren voneinander, indem sie die Nährstoffe im Boden besser ausnutzen, Bestäuber anlocken und Schädlinge abwehren. Deshalb sollten Sie auf Mischkulturen achten. Das heißt: planen, welche Partner nebeneinander wachsen. Gute Nachbarn sind beispielsweise:
- Ringelblumen oder Tagetes & Tomaten: Ringelblumen schützen Tomaten vor Nematoden (schädliche Fadenwürmer) im Boden.
- Lavendel & Kohl: Der Lavendelduft hält Schädlinge wie Kohlweißlinge fern. Zu Rosen passt er nicht so gut, da er nicht den gleichen Boden mag, bessere Rosenpartner sind Katzenminze und Frauenmantel.
- Möhre und Zwiebel: Die Zwiebel vertreibt die Möhrenfliege und umgekehrt.
- Borretsch & Erdbeeren: Borretsch zieht Bestäuber an und sorgt so für eine bessere Befruchtung der Erdbeeren.
Fruchtfolge und Permakultur nachahmen
Lassen sich vom ökologischen Landbau und der Permakultur inspirieren. Im Gemüsebeet sollten sich die Pflanzen genau wie auf einem Bio-Acker abwechseln. Diese sogenannte Fruchtfolge laugt den Boden weniger aus. Schädlinge haben weniger Zeit sich einzunisten.
Noch enger mit der Natur arbeitet die Permakultur. Diese achtet auf geschlossene Kreisläufe und einen sparsamen Umgang mit Wasser und anderen Ressourcen. So gehört eine Regentonne oder ein anderes Sammelbecken für Regenwasser in jeden Bio-Garten. Für frischen Erdnachschub sorgt Kompost. Und aus Brennnesseln und Wasser lässt sich ein Dünger oder Mittel gegen Blattläuse herstellen.
Text: Jutta Schneider-Rapp