Gras und Heu der artenreichen Wiesen schmecken nicht nur den Kühen, sondern soll die Milch auch aromatischer machen. Im Vergleich zur herkömmlichen Milch enthält die silagefreie Heumilch mehr hochwertige Omega-3-Fettsäuren. Käsereien schwören ohnehin auf Heumilch. Klassische Käsesorten wie Original Bergkäse oder Emmentaler lassen sich sogar nur mit Heumilch herstellen.
Silage weist einen erhöhten Anteil an Chlostridien-Sporen auf, der bei der Produktion und Reifung von Käse zu Problemen führt. Für die Käseproduktion muss diese Milch dann mechanisch behandelt werden oder es werden Konservierungsstoffe zugegeben, um diese Sporen zu unterdrücken. Das entfällt bei Heumilch,
erläutert Christiane Mösl. Hinzu käme, dass Kühe Heu besser vertragen. Ein Mehrwert fürs Tierwohl.
Wieviel Heumilch gibt es?
Etwa 15 Prozent der gesamte Milchmenge in Österreich ist Heumilch. Der Bio-Anteil beträgt knapp 40 Prozent Bio. Besonders in Berggebieten gibt es viele Heumilchbetriebe. Diese schicken ihre Kühe im Sommer auf die Alm. In Deutschland liegt der Anteil der Heumilch bei unter einem Prozent. Die meisten heimischen Heumilchbetriebe befinden sich im Allgäu. (Was macht Heumilch so einzigartig? - Heumilch Deutschland). Die Heumilchproduktion hat sich dort erhalten, wo es traditionell Käsehandwerk gibt.