Übergang der Fütterung von der Weidesaison zur Winterfütterung - Möglichkeiten und Herausforderungen in der Bio-Milchviehhaltung

Wissenstransfer-Veranstaltung

Hintergrund:
Mit den neuen Versorgungsempfehlungen der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) wird ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung der Milchkuhernährung gesetzt. Sie sind das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit von Wissenschaft, Praxis und Politik – initiiert aus der Branche, um auf die veränderten Bedingungen in der Milchproduktion zu reagieren: steigende Milchleistungen, neue Futtergrundlagen, veränderte Haltungs- und Umweltanforderungen. Die Mitglieder der GfE sind ausschließlich Wissenschaftler aus allen Bereichen der Tierernährung (Physiologie und Biochemie der Ernährung, Fütterungslehre, Futtermittelkunde, klinische Tierernährung und Diätetik).
Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf Biobetriebe. Der ökologische Futterwechsel (z. B. von Weide zu Winterration) folgt dem Grundprinzip, Tiergesundheit, betriebliche Futtergrundlage und gesetzliche Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen. Dabei unterscheidet er sich von konventionellen Ansätzen vor allem durch stärkeren Fokus auf Betriebseigenfutter, langsame Anpassung und Systemdenken.
Im Schwerpunkt der Schulung soll der Übergang der Fütterung von der Weidesaison zur Winterfütterung thematisiert werden. Da im Frühjahr 2026 auch die neuen Bedarfsempfehlungen (GfE 2023) herausgekommen ist und sie daher ein großes Thema in der Milchviehfütterung sind, wird dies der zweite Schwerpunkt der Onlineveranstaltung. Die Bioland-Beraterin Teresa Strüder wird gemeinsam mit der Referentin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eine Einsortierung der Thematik in den Biokontext vornehmen und die Teilnehmenden zum Austausch einladen. Ergänzt wird dies durch die Praxiserfahrungen von Stella Steinbrück.

Ziele:
Die Teilnehmenden vertiefen ihr Verständnis für die zentralen Herausforderungen beim Übergang von der Weide- zur Winterfütterung und lernen, Unterschiede in der Futterqualität von Weidegras, Silage und Heu fachlich einzuordnen. Dabei werden Veränderungen in der Energie-, Eiweiß- und Strukturversorgung der Tiere betrachtet sowie deren Auswirkungen auf Milchleistung, Tiergesundheit und Pansenstabilität diskutiert. Zudem werden die besonderen Anforderungen der ökologischen Milchviehhaltung berücksichtigt. Dazu gehören die Bedeutung eines hohen Grundfutteranteils sowie der Einsatz betriebseigener Futtermittel im Bio-Kontext. Aufbauend darauf entwickeln die Teilnehmenden Fütterungsstrategien, die den ökologischen Richtlinien entsprechen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Herde unterstützen. Darüber hinaus reflektieren sie ihre betriebsindividuellen Voraussetzungen hinsichtlich Futtergrundlage und Leistungsniveau und leiten konkrete Maßnahmen für die Umsetzung im eigenen Betrieb ab. Der fachliche Austausch zwischen den Teilnehmenden fördert den Wissenstransfer, ermöglicht den Vergleich praktischer Erfahrungen und bietet Raum, Umsetzbarkeit sowie Grenzen verschiedener Ansätze im Biobetrieb zu diskutieren.

Termin

27.10.2026 von 10:00 bis 12:00 Uhr

Veranstalter

Bioland

Veranstaltungsort

Online

Kontakt

Julia Harlapp
Telefon: 015146362293
E-Mail: julia.harlappbiolandde

Zielgruppe

Landwirtinnen und Landwirte
Beratung

Diese Veranstaltung ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Präsenzveranstaltungen können jedoch Kosten für Verpflegungsaufwände entstehen, die auf alle Teilnehmenden umgelegt werden.

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