Zukunftsfähige Kühl- und Lagerkonzepte im ökologischen Gemüsebau – Wissen aus Forschung und Praxis für eine optimale betriebliche Umsetzung

Wissenstransfer-Veranstaltung

Hintergrund:
Angesichts steigender Produktionskosten und des Bestrebens, die Vermarktungssaison zu verlängern, gewinnt eine optimale Lagerung zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig ist die gartenbauliche Forschung und Lehre in Deutschland im Bereich der Nacherntephysiologie sowie der Kühl- und Lagertechnik in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen und heute nur noch in geringem Umfang vorhanden. Dadurch fehlt vielen ökologisch wirtschaftenden Gemüsebaubetrieben der direkte Zugang zu aktueller Forschung und praxisgerechter Anwendung.
Insbesondere bei Lagergemüse wie Möhren, Zwiebeln, Kohl oder Kürbis entscheidet das Zusammenspiel von Erntezeitpunkt, Kühlung und Lagerführung maßgeblich über Produktqualität, Lagerverluste und Wirtschaftlichkeit. Während in anderen Produktionsbereichen, beispielsweise im Apfelanbau mit modernen CA- und ULO-Lagersystemen, erhebliche technologische Fortschritte erzielt wurden, bestehen im Gemüsebau weiterhin Entwicklungspotenziale bei der Optimierung von Kühl- und Lagerverfahren.

Ziele:
Die Teilnehmenden erhalten einen umfassenden Überblick über moderne Kühl- und Lagertechnik im ökologischen Gemüsebau – von den technischen Grundlagen bis hin zu aktuellen Entwicklungen und innovativen Forschungsergebnissen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Kompetenzen der Teilnehmenden bei der Planung, Einstellung und Nutzung von Kühl- und Lageranlagen zu stärken, um Energie effizient einzusetzen und gleichzeitig die Produktqualität über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Lagerung von Möhren und Zwiebeln, den bedeutendsten Freilandgemüsekulturen in Deutschland. Die Teilnehmenden lernen, wie Anbauverfahren, Erntezeitpunkt und pflanzenphysiologische Prozesse die Lagerfähigkeit beeinflussen und welche Anforderungen sich daraus für eine qualitätserhaltende Kühlung und Lagerung ergeben.
Darüber hinaus vermittelt die Veranstaltung aktuelle Erkenntnisse aus der Nachernteforschung. Anhand praxisnah aufbereiteter Forschungsergebnisse wird dargestellt, welche biologischen und physikalischen Prozesse nach der Ernte die Produktqualität beeinflussen und wie ein vertieftes Verständnis dieser Zusammenhänge dazu beitragen kann, Lagerverluste zu reduzieren, die Haltbarkeit zu verlängern und die Wertschöpfung in den Betrieben zu verbessern.
Ergänzt wird das Programm durch Praxisbeiträge ökologisch wirtschaftender Gemüsebaubetriebe. Im Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft und Beratung werden Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Anregungen und umsetzbare Handlungsempfehlungen für die Optimierung von Kühl- und Lagerprozessen in ihren Betrieben. Die Veranstaltung fördert damit den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis und unterstützt die nachhaltige Weiterentwicklung des ökologischen Gemüsebaus.

Termin

05.11.2026 von 12:45 bis 19:15 Uhr

Veranstalter

Bioland

Veranstaltungsort

Op den Booken 5
46325 Borken

Kontakt

Daniela Kraemer-Horner
Telefon: +49 2385 9354-32
E-Mail: Daniela.Kraemer-Hornerbiolandde

Zielgruppe

Landwirtinnen und Landwirte
Gärtner/-innen, Obst- und Weinbauern/-bäuerinnen
Beratung

Diese Veranstaltung ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Präsenzveranstaltungen können jedoch Kosten für Verpflegungsaufwände entstehen, die auf alle Teilnehmenden umgelegt werden.

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