Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.

Tofu selber machen
Zutaten
- 300 g Sojabohnen
- 1 Sachet (1=12,5 ml) flüssiges Nigari oder
- 10 g Nigari oder
- 30 ml Zitronensaft
- 2000 ml Wasser zum Einweichen
- 1750 ml Wasser zum Aufkochen
Küchenutensilien
- großen Kochtopf
- Kochthermometer
- Standmixer oder Pürierstab
- Standseiher
- Messbecher
- Passiertuch oder Nussbeutel
- Tofupresse
- Thermometer
Anleitung
Tofu selber machen - so geht’s
Aus Sojabohnen wird "Okara" und Sojamilch
300 Gramm Sojabohnen rund zwölf Stunden in Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Sojabohnen zu einer glatten und cremigen Masse pürieren, wenn nötig Wasser hinzufügen. Das nimmst du von den im nächsten Schritt für das Aufkochen vorgesehenen 1.750 ml. Den Rest der 1.750 ml Wasser aufkochen, das Sojabohnenpüree dazugeben und wieder aufkochen. Sieben bis acht Minuten köcheln und dabei umrühren damit es nicht anbrennt und nicht überkocht. Am besten rührst du jetzt vor und zurück, damit sich unten im Topf nichts absetzt. Die heiße Masse in ein Passiertuch geben und vorsichtig (heiß!) ausdrücken. Die Sojamilch in einer separaten Schüssel auffangen. Am besten funktioniert das Ausdrücken mit einer Schöpfkelle oder einem Schöpflöffel. Im Passiertuch bleibt "Okara" zurück, in der Schüssel die Sojamilch.
Aus Sojamilch wird Tofu
Sojamilch auf 70 - 80° C abkühlen lassen oder, falls sie zu stark abgekühlt ist, wieder aufkochen. Du brauchst eine Temperatur von 75° C, nutze am besten ein digitales Küchenthermometer, um die Temperatur exakt zu bestimmen. 300 ml Wasser erhitzen und Nigari darin auflösen. Wenn die Sojamilch die richtige Temperatur hat, kannst du die Hälfte der Nigarilösung unter ständigem Rühren dazugeben. Dann wartest du zehn Minuten und rührst danach den Rest vorsichtig unter. Warte weitere zehn Minuten, bis es flockt. Mit einem Schaumlöffel kannst du dann die ausgeflockte Masse aus der Schüssel schöpfen und auf das Passiertuch in der Tofupresse geben. Pressen, die heraustretende Flüssigkeit abgießen und die Tofupresse mit Inhalt 15 Minuten im Kühlschrank abkühlen lassen. Falls noch Flüssigkeit ausgetreten ist, einfach noch einmal abgießen. Dann kannst du deinen fertigen Tofu aus der Presse nehmen. Den Tofu kannst du in Salzwasser im Kühlschank aufbewahren. Für 250 ml Salzwasser benötigst du fünf Gramm Salz. Geschafft!
Tipps zur Tofu-Herstellung
Bei der Tofu-Herstellung spielen einige Details eine wichtige Rolle, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Die folgenden Hinweise helfen dabei, Tofu in gleichbleibend guter Qualität selbst herzustellen:
- Qualität der Sojabohnen: Es empfiehlt sich, Sojabohnen in Bio-Qualität zu verwenden – idealerweise aus regionalem Anbau. Frische Bohnen ergeben einen aromatischeren und feineren Tofu.
- Ausreichende Einweichzeit: Die Sojabohnen sollten mindestens zwölf Stunden eingeweicht werden, um eine cremige Masse herstellen zu können und die anschließende Verarbeitung zu erleichtern.
- Temperatur beachten: Für eine erfolgreiche Gerinnung der Sojamilch ist die richtige Temperatur entscheidend. Die Milch sollte etwa 75 °C warm sein – ein Küchenthermometer ist hierbei sehr hilfreich.
- Gerinnungsmittel korrekt dosieren: Wird Nigari verwendet, ist eine exakte Dosierung wichtig. Zu viel kann einen bitteren Geschmack verursachen, zu wenig führt zu einer weichen, nicht formbaren Masse.
- Pressdauer anpassen: Je nach gewünschter Konsistenz kann die Pressdauer variiert werden. Längeres Pressen ergibt einen festeren Tofu, kürzeres Pressen sorgt für eine weichere Textur.
- Tofu richtig lagern: Selbst hergestellter Tofu lässt sich in einer Salzlake im Kühlschrank mehrere Tage frisch halten.
Wer regelmäßig Tofu selber machen möchte, profitiert von Erfahrung und kleinen Anpassungen im Ablauf – mit der Zeit lässt sich die Qualität weiter verfeinern.
Warum sollte man Tofu selber machen?
Tofu selber machen bietet zahlreiche Vorteile – für die Gesundheit, den Geschmack und die Umwelt:
- Zutatenkontrolle: Bei der eigenen Tofu-Herstellung lassen sich Qualität und Herkunft der verwendeten Sojabohnen bewusst auswählen. Das ist besonders für Personen mit Lebensmittelunverträglichkeiten oder einem Fokus auf Bio-Produkte relevant.
- Frische und Geschmack: Frisch hergestellter Tofu überzeugt durch eine feine, natürliche Note und eine angenehme Konsistenz – deutlich anders als viele industriell gefertigte Produkte.
- Nachhaltigkeit fördern: Durch die eigene Herstellung von Tofu kann Verpackungsmüll reduziert und auf lange Transportwege verzichtet werden – ein Beitrag zu mehr Klimaschutz.
- Ressourcen effizient nutzen: Beim Tofu selber machen entsteht Okara, ein nahrhafter Pressrückstand, der vielfältig weiterverwendet werden kann – etwa in Brot, Bratlingen oder Aufstrichen.
- Kreative Vielfalt: Selbst gemachter Tofu lässt sich je nach Vorliebe individuell verfeinern – mit Gewürzen, Kräutern oder Marinaden. So entsteht ein vielseitiges, proteinreiches Lebensmittel für die pflanzliche Küche.
Tofu selbst herzustellen, bedeutet nicht nur bewusster zu konsumieren, sondern auch Freude an der eigenen Lebensmittelproduktion zu entwickeln.
Dieses Rezept empfiehlt BIOSpitzenköchin Mayoori Buchhalter.
Appetit auf mehr?
Sie möchten noch mehr leckere Bio-Rezepte ausprobieren? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter! Sie erhalten jede Woche ein Rezept der BioSpitzenköchinnen und -köche. Und nebenbei bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen und Nachrichten aus der Bio-Branche.

Die BIOSpitzenköchinnen und -köche
Einzigartig in Deutschland – eine Kochvereinigung, die Gourmetküche aus fast ausschließlich ökologisch erzeugten Lebensmitteln anbietet. Profiköchinnen und -köche aus verschiedenen Regionen Deutschlands haben sich zusammengeschlossen, um sich im Namen des guten Geschmacks für ökologisch und fair produzierte Lebensmittel einzusetzen.
Erfahren Sie mehr.