Bio-Innovativ-Gesund: Das Potenzial von Fruchtfolgen als Pflanzenschutzmaßnahme im (Öko-)Landbau

Wissenstransfer-Veranstaltung

Hintergrund: Die Fruchtfolge ist eine der zentralen Pflanzenschutzmaßnahmen im Landbau. Sie kontrolliert Schadorganismen, verbessert die Bodenfruchtbarkeit und stärkt die Biodiversität – sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Anbau. Auch der ökologische Landbau betreibt Pflanzenschutz und setzt Pflanzenschutzmittel ein, jedoch werden etwa 95 % der Öko-Fläche erfolgreich ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder Wirkstoffen bewirtschaftet.
Angesichts des Klimawandels, veränderter Niederschläge und steigender Temperaturen gewinnen strategisch geplante Fruchtfolgen weiter an Bedeutung. Sie stabilisieren Erträge, erhöhen die Resilienz landwirtschaftlicher Systeme und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung zentraler Ziele der Bio-Strategie 2030, wie Reduktion von Pflanzenschutzmitteln, Förderung der Biodiversität und nachhaltige Ausweitung des ökologischen Landbaus.
Die Veranstaltung führt praxisnahe, wissenschaftlich fundierte und datenbasierte Perspektiven zusammen, um einen Überblick zum Aktuellen Stand von ökologischen Pflanzengesundheitsstrategien zu bieten und Forschungs- und Entwicklungsbedarfe zu Pflanzengesundheit im Hinblick auf Fruchtfolgen und Innovationen im Landbau zu identifizieren.

Ziele: Die Veranstaltung zielt darauf ab, vielgliedrige Fruchtfolge als zentrale und präventive Maßnahme im Pflanzenschutz des ökologischen Landbaus zu vermitteln – insbesondere vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung von Fruchtfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Aufwandmenge von Pflanzenschutzpräparaten, die Pflanzengesundheit und die funktionale Biodiversität.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Präsentation und Diskussion aktueller Forschungsergebnisse. Dabei wird die praktische Umsetzung dieser Erkenntnisse zur Optimierung von Fruchtfolgesystemen am Beispiel des Betriebs der Domäne Dahlem aufgezeigt. Zudem wird der praktische Bezug datenbasierter Analysen – etwa auf Grundlage von InVeKoS*-Daten und der Verbreitung von Schadorganismen – thematisiert.
Durch den fachlichen Austausch zwischen Praxis, Wissenschaft, Beratung und politischen Akteurinnen sollen konkrete Empfehlungen für die Politik abgeleitet werden.

*InVeKoS= Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem

Termin

02.07.2026 von 14:00 bis 18:00 Uhr

Veranstalter

BOELW

Veranstaltungsort

Königin-Luise-Straße 49
14195 Berlin

Kontakt

Dr. Wolfgang Patzwahl
Telefon: +49 1773298181
E-Mail: wpatzwahlboelwde

Zielgruppe

Landwirtinnen und Landwirte
Gärtner/-innen, Obst- und Weinbauern/-bäuerinnen
Sonstige
Azubis

Diese Veranstaltung ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL), initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Präsenzveranstaltungen können jedoch Kosten für Verpflegungsaufwände entstehen, die auf alle Teilnehmenden umgelegt werden.

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