Hintergrund:
Ökologische Schaf- und Ziegenbetriebe in Rheinland-Pfalz und Saarland stehen jedes Jahr im Herbst vor der Herausforderung, einen verlässlichen Absatzweg für ihre Lämmer und Kitze aus weidebasierter Aufzucht zu finden. Während Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch bei vielen Deutschen ganzjährig auf den Tisch kommt, ist der Verzehr von Lamm- und Kitzfleisch hierzulande kulturell bedingt eher ein sehr punktuelles Geschäft, etwa an den Osterfeiertagen. Viele Betriebe vermarkten ihre Lämmer und Kitze daher nicht regional, sondern zum Beispiel ins Nachbarland Frankreich, wo das Fleisch auch in der Alltagsküche eine Rolle spielt.
Gleichzeitig liegen die wichtigsten Gründe für die Haltung von Schafen und Ziegen weit über den Fleischverkauf hinaus: Sie leisten einen zentralen Beitrag zur Landschaftspflege, zur Biodiversität, zum Tierwohl und zu nachhaltigen Betriebssystemen. Durch ihre extensive Bewirtschaftungsweise erhalten sie wertvolle Grünlandflächen und stärken regionale Wertschöpfungsketten, indem sie ökologische Kreisläufe fördern und Kulturlandschaften langfristig sichern.
Ziel: Ziel der Veranstaltung ist es, Akteurinnen und Akteure entlang der Wertschöpfungskette Lamm- und Kitzfleisch zusammenzubringen, um die Möglichkeit einer gemeinsamen Vermarktung auszuloten. Dabei sind sowohl die Öko-Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter der Region gefragt, aber auch potenzielle Schlacht- und Zerlegebetriebe und Vertreter und Vertreterinnen der lokalen Gastronomie. Für die erfolgreiche Verbreitung der Idee werden zudem regionale Vermarktungsinitiativen wie die Regionalmarken "SooNahe" und "Ebbes von Hei" sowie örtliche Vertreter und Vertreterinnen der "Slow Food"-Bewegung eingebunden. Es kommen Praktiker aus der Region, berichten über ihre Erfahrungen und über Gelingbedingungen und Hemmnisse für den Aufbau von Wertschöpfungsketten.
Termin
15.09.2026 von 10:00 bis 14:00 Uhr
Veranstalter
Bioland
Veranstaltungsort
In den Hanfgärten 11
66625 Nohfelden
Kontakt
Eva Wick
Telefon: 061312397948
E-Mail: eva.wickbiolandde
Zielgruppe
Landwirtinnen und Landwirte
Verarbeiter/-innen
AHV/ Großverbraucher