Acker-Senf (Sinapis arvensis)

Acker-Senf

Wilder Senf, Sinapis arvensis L., Familie Kreuzblütler (Brassicaceae)

Schadwirkung

Acker-Senf kommt in vielen Ackerkulturen, insbesondere in Hackfrüchten vor. Er ist besonders im Frühjahr in Sommerkulturen oder in lückigen Winterungsbeständen zu finden.

Merkmale des Samenbeikrauts

Acker-Senf ist ein einjähriges Samenbeikraut. Die bis zu 60 cm hohen Stängel sind aufrecht und besonders im oberen Teil stark verzweigt. Sie sind dicht borstig behaart und an der Basis der Seitensprosse violett gefärbt.  Die Laubblätter sind sehr variabel geformt, haben im unteren Bereich jedoch einen ei-lanzettlichen Umriss. Sie sind häufig asymmetrisch gebuchtet, gelappt oder gefiedert. Obere Blätter sind kleiner, oft ungeteilt und fast sitzend.

Die gelben, vierblättrigen Blüten erscheinen vom Frühsommer bis in den Herbst in doldentraubigen Blütenständen. Ihre Kelchblätter stehen waagerecht ab, dies ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Hederich: Senf senkt, Hederich hebt die Kelchblätter.

Vermehrung

Die Samen keimen im Frühjahr und sind im Boden über 40 Jahre lebensfähig. Die Keimblätter sind kräftig, verkehrt-herzförmig, gestielt und an der Spitze stark ausgebuchtet.

Standort: Acker-Senf bevorzugt nährstoff- und meist kalkreiche Böden.

Spezifische Regulierungsstrategien im ökologischen Landbau

  • Abflammen im Keimblattstadium
  • Mechanische Regulierungsmaßnahmen in Form von mehrfachem Hacken, Häufeln und Striegeln durchführen
  • Anteil an Winterungen in der Fruchtfolge erhöhen
  • Rückführung der Samen mit Stroh und Dung vermeiden
  • gründliche Stoppelbearbeitung um frisch verteilte Samen zu kotrollieren
  • Wiederholte (14-tägig) flache Bodenbearbeitung (bis 5 cm) und Striegeln, falsches Saatbett

Letzte Aktualisierung 24.04.2018

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