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Boden: Langzeitdaten zeigen, was Bio kann

Ein Versuch, der sich intensiv mit dem Boden beschäftigt, ist der DOK-Versuch in der Schweiz. Er wird vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau und der staatlichen Forschungs­einrichtung Agroscope geleitet und hätte einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde verdient. Es ist der weltweit am längsten laufende Langzeitversuch, der Anbausysteme im Freiland wissenschaftlich vergleicht. Im vergangenen Jahr wurden Daten aus 45 Jahren ausgewertet und publiziert. Sie zeigen: Ökolandbau fördert die Bodenfruchtbarkeit und hilft beim Schutz der Biodiversität.

Versuchsfelder aus der Vogelperspektive. Klick führt zu Großansicht.

Der DOK-Versuch vergleicht seit über vier Jahrzehnten konventionellen und biologischen Anbau. Foto: FiBL / Thomas Alföldi

Der DOK-Versuch vergleicht die Anbausysteme biologisch-dynamisch (D), biologisch-organisch (O) und konventionell (K) seit 1978 und wird von einer Gruppe konventioneller und biologischer Landwirtinnen und Landwirte beratend begleitet. Die Daten aus dem Versuch zeigen, dass der Ökolandbau eine tragfähige Grundlage für die Weiterentwicklung nachhaltiger Anbausysteme bietet, um Nahrungsmittelproduktion und Umweltwirkung gleichermassen zu berücksichtigen.

Förderlich für die Bodenfruchtbarkeit

Ausschlaggebend für die Bodenfruchtbarkeit ist tierischer Mist und dessen Aufbereitung. Auf praxisüblicher Düngestufe konnte der Humusgehalt durch Hofdünger stabil gehalten werden. Wurden diese wie im biodynamischen System in kompostierter Form ausgebracht, konnte der Humusgehalt sogar gesteigert werden. Dies wirkt sich positiv auf die Bodenstruktur aus, hilft Wasser zu speichern und reduziert Bodenverluste durch Erosion. Gleichzeitig wird das Bodenleben gefördert. Bio-Böden zeigen eine höhere und vielfältigere biologische Aktivität, wodurch auch der Artenreichtum profitiert.

Effizient produzierte Erträge

Die Daten zeigen eindrücklich, wie wichtig robuste Sorten für die Ertragssteigerung sind. Sie zeigen auch, dass Bio-Systeme effizient sind. Im Schnitt produzieren sie 85 Prozent der konventionellen Erträge – und das ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger. Stickstoff ist einer der wichtigsten, aber für die Umwelt kritischsten Pflanzennährstoffe, da Überschüsse ins Grundwasser oder als Klimagase in die Atmosphäre gelangen können.

Erfahren Sie hier mehr zum DOK-Versuch

Quelle: Pressemitteilung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)


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