Die EU-Bio-Preise werden gemeinsam von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss, dem Europäischen Ausschuss der Regionen, COPA-COGECA und IFOAM Organics Europe organisiert, wobei das Europäische Parlament und der Rat an der Bewertung beteiligt sind.
Sieben Auszeichnungen werden in sechs Kategorien vergeben:
- Bester Bio-Landwirt (weiblich und männlich)
- Beste Bio-Region/Bio-Bezirk
- Beste Bio-Stadt
- Beste Bio-Lebensmittelverarbeitung KMU
- Bester Bio-Lebensmitteleinzelhändler
- Bestes Bio-Restaurant / Food-Service
Wer kann sich bewerben?
Bewerben können sich alle Akteurinnen und Akteure oder Institutionen der EU, die ein nennenswertes Projekt vorweisen können, das dazu beiträgt, Bio-Produkte in der EU erschwinglicher und leichter zugänglich zu machen. Dazu zählen nicht nur Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern, Regionen oder Bio-Gebiete sowie Unternehmen wie Bioläden oder Bio-Restaurants, sondern auch Städte, die beispielsweise Bio-Mahlzeiten für lokale Schulen anbieten oder die Bio-Produktion aktiv fördern.
Hier finden Sie alle weiteren wichtigen Informationen zum Preis und dem Bewerbungsprozess
Hintergrund
Die Vision für Landwirtschaft und Ernährung unterstreicht, dass Nachhaltigkeit und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können, und der ökologische Landbau dient als Paradebeispiel dafür. Der ökologische Landbau fördert den verantwortungsvollen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen, die Erhaltung des regionalen ökologischen Gleichgewichts, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, die Erhaltung der Wasserqualität, die Biodiversität und hohe Tierschutzstandards.
Ebenso wichtig ist der wirtschaftliche Aspekt des ökologischen Landbaus. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen in der EU ist stetig gestiegen und beträgt derzeit rund 17 Millionen Hektar (11 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche).
Der ökologische Landbau ist auch zu einem Motor für den Generationswechsel geworden, wie in der Strategie der Kommission für den Generationswechsel in der Landwirtschaft hervorgehoben wird. D ökologische/biologische Anteil bei Junglandwirtinnen und Junglandwirten ist weitaus höher (20,7 Prozent) als bei allen landwirtschaftlichen Betrieben zusammen (11,9 Prozent). EU-Initiativen für den ökologischen Landbau schaffen nicht nur die Voraussetzungen für die langfristige und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit ländlicher Gebiete, sondern eröffnen auch neue Möglichkeiten für den Generationswechsel in der Landwirtschaft.
Um das weitere Wachstum der ökologischen/biologischen Produktion in der EU zu unterstützen, hat die Kommission im März 2021 den Aktionsplan zur Entwicklung der ökologischen/biologischen Produktion angenommen, einschließlich der Einführung jährlicher Auszeichnungen. Sie zielen darauf ab, die besten und innovativsten ökologischen/biologischen Akteurinnen und Akteure zu belohnen und zur Verringerung der Umwelt- und Klimaauswirkungen der Landwirtschaft beizutragen.
Quelle: Meldung Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission


