Jetzt mitmachen: Lieferantenwissen für die Gemeinschaftsverpflegung in Bayern gefragt!

Ziel des Forschungsprojekts "SGV Bayern – Strukturanalyse und Praxisempfehlungen für mehr Bio und Regio in der bayerischen Gemeinschaftsverpflegung" ist es, aktuelle und belastbare Daten für den Markt der bayrischen Gemeinschaftsverpflegung zu gewinnen und daraus Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis abzuleiten. Nach der Befragung der Verpflegungsverantwortlichen zu Beginn des Jahres steht nun die Perspektive der Lieferantinnen und Lieferanten im Fokus.

Gelber Hintergrund auf dem gezeichnete Kochutensilien wie Pfannenwender und Rührbesen zu sehen sind. Im linken unteren Rand steht "Studie zur Gemeinschaftsverpflegung in Bayern – Ihr Lieferanten-Wissen zählt! Jetzt teilnehmen! Klick führt zu Großansicht.

Foto: KErn / FiBL

Wie hoch ist der tatsächliche Anteil regionaler, konventioneller und bio-zertifizierter Lebensmittel in der bayerischen Gemeinschaftsverpflegung (GV)? Dies und weitere Fragen sollen im zweiten Teil der Strukturanalyse durch die Expertise von Lieferantinnen und Lieferanten der bayerischen GV geklärt werden. 

Teilnehmen können alle Unternehmen, die GV-Einrichtungen in Bayern beliefern: Großhändler, Handelsunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe, Erzeugergemeinschaften, Metzgereien, Molkereien und verarbeitende Betriebe wie Unternehmen der Gemüsevorverarbeitung.

"Lieferantinnen und Lieferanten verfügen über entscheidende Informationen zu Herkunft, Qualität und Mengen der gelieferten Waren und nehmen damit eine Schlüsselrolle innerhalb der Gemeinschaftsverpflegung ein", erklärt Dr. Martin Kussmann, Leiter "Ernährungswissen und Innovation" am Kompetenzzentrum für Ernährung (Kern). 

Detaillierte Einblicke

Kerninstrument ist ein standardisiertes "Liefertagebuch", welches detaillierte Einblicke in die Mengen sowie die Herkunft und Anbaumethoden ausgewählter Lebensmittel geben. Für die Erhebungsmonate Juli und Oktober 2026 sollen darin die relevanten Daten gesammelt werden. Um die teilnehmenden Lieferantinnen und Lieferanten möglichst gut auf die Datenerhebung vorzubereiten, lädt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) zur digitalen Einführungsveranstaltungen im Juni ein. Dort erhalten die Teilnehmenden einen kompakten Überblick über den Ablauf der Erhebung sowie eine praktische Einführung in das Erhebungsinstrument. 

Die Anmeldung zur Einführungsveranstaltung ist noch bis zum 26. Mai 2026 möglich.

Hier geht's zur Anmeldung  

"Die Teilnahme bietet einen doppelten Mehrwert", sagt Anja Erhart, Teamleiterin des Bereichs Wertschöpfungskette beim FiBL. "Lieferantinnen und Lieferanten leisten einen wichtigen Beitrag zur Datengrundlage für mehr Bio und Regionalität und erhalten zugleich kostenfreien Zugang zu den Gesamtergebnissen. Diese ermöglichen es, das Marktpotenzial des eigenen Unternehmens in der Gemeinschaftsverpflegung fundiert einzuschätzen."

Hintergrund

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus unterstützt staatliche Kantinen und andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung dabei, mehr regionale und ökologische Lebensmittel einzusetzen. Das Forschungsprojekt "SGV Bayern" soll eine valide Datengrundlage schaffen, als Basis für die Entwicklung weiterer wirkungsvoller politischer und wirtschaftlicher Maßnahmen.

Die Datenerhebung im Rahmen des SGV-Forschungsprojektes erfolgt in drei Schritten. Los ging es am 19. Januar mit einer Online-Umfrage unter Verpflegungsverantwortlichen sowie Caterern in allen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung. Die Lieferantenbefragung ist das zweite Element der Studie.

Abschließend werden in Interviews mit Expertinnen und Experten neben Küchenleitenden und Cateringunternehmen auch der Handel, Lieferunternehmen, verarbeitende sowie landwirtschaftliche Betriebe befragt. So lassen sich Erfolgsfaktoren, aber auch Herausforderungen und Hemmnisse beim Einsatz von Bio- und Regionalprodukten ermitteln.

Das Projekt wird vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) geleitet und gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL e. V.) sowie der Hochschule Fulda durchgeführt. Gefördert wird die Studie durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF).

Quelle: Pressemitteilung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)


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