Maul- und Klauenseuche: EU-Kommission schafft Grundlage für Regionalisierung

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch Oderland (Brandenburg), hat die Europäische Kommission am 15. Januar 2025 in einem Durchführungsbeschluss die von Brandenburg bereits eingerichteten 3- beziehungsweise 10-Kilometer-Sperrzonen bestätigt und so die Grundlage für die Regionalisierung geschaffen. Fleisch- und Milchprodukte, die außerhalb der Sperrzone erzeugt wurden, können damit weiterhin in der EU gehandelt werden.

Kühe auf einer Weide. Klick führt zu Großansicht.

Die Maul- und Klauenseuche ist erstmalig seit 1988 wieder in Deutschland ausgebrochen. Bestätigt wurde das Virus bei Wasserbüffeln in Brandenburg. Vor allem Klauentiere wie Rinder und Schweine, Schafe und Ziegen sowie entsprechende Wildtiere sind betroffen. Foto: BLE, Thomas Stephan

"Bei den Nachrichten der vergangenen Woche ist die Entscheidung aus Brüssel ein Lichtblick für die Landwirtinnen und Landwirte. Die Kommission hat den von Brandenburg gesperrten Bereich nicht vergrößert. Fleisch und auch Milchprodukte, die außerhalb der Sperrzone erzeugt wurden, können damit weiter in der EU gehandelt werden. Die aktuelle Situation ist für die Höfe sehr belastend – viele Landwirte bangen um ihre Tiere. Ziel muss weiterhin sein, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, um die Tiere zu schützen und Schäden für unsere Land- und Lebensmittelwirtschaft zu minimieren", erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir dazu.

Hintergrund

Am 10. Januar 2025 bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) die Maul- und Klauenseuche bei drei Wasserbüffeln im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Die betroffene Herde bestand aus 14 Tieren und gehörte zu einem umsichtig geführten Bio-Betrieb in Hönow. Alle Tiere wurden tierschutzgerecht getötet. Es wird nach wie vor von einer Kontaktübertragung ausgegangen.

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Virusinfektion, die Klauentiere (Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine), aber auch Zoo- und Wildtiere betreffen kann. Die Seuche ist weltweit verbreitet, für Menschen aber ungefährlich. Seit 1988 war die Seuche nicht mehr in Deutschland aufgetreten. Für die Bekämpfung von Tierseuchen sind in Deutschland die Bundesländer zuständig.

Mehr Informationen zum aktuellen Stand der Entwicklungen finden Sie auf der Webseite des Landesbauernverband Brandenburg e.V. sowie auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Das BMEL hat zudem eine FAQ-Seite zu den wichtigsten Fragen rund um MKS eingerichtet.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Landesbauernverband Brandenburg e.V.


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