"Wir sind das Organic Future Camp 2025: Engagierte junge Menschen mit Fachwissen und dem klaren Willen, die Transformation der Land-, Ernährungs- und Lebensmittelwirtschaft mitzugestalten. Wir setzen auf Zusammenarbeit und wollen tragfähige Lösungen entwickeln – mit allen Beteiligten." So beginnt die Präambel des 16-Punkte-Plans. Im Mittelpunkt steht eine klare Vision: ein gerechtes, vielfältiges und ökologisch tragfähiges Ernährungssystem – von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zum Konsum.
Was steht im 16-Punkte-Plan
Die jungen Teilnehmenden fordern unter anderem mehr Unterstützung für regionale Wirtschaftskreisläufe, bessere Ausbildungsbedingungen, gerechte Löhne und verlässliche Perspektiven für junge Menschen in der Landwirtschaft. Sie setzen sich ein für eine stärkere bäuerliche Landwirtschaft, eine flächengebundene Tierhaltung, einen gerechten Zugang zu Land und eine klare Absage an Deregulierung bei der Gentechnik. Auch praxisnahe Bildung, soziale Infrastruktur im ländlichen Raum und echte Mitbestimmung junger Menschen stehen ganz oben auf ihrer Agenda. Ihre Botschaft: Wer Landwirtschaft zukunftsfest machen will, muss die junge Generation ernst nehmen und einbeziehen.
Drei intensive Tage mit viel Austausch
Das Camp war bewusst offen gestaltet – mit dem Ziel, die Sichtweisen junger Menschen einzubeziehen. Die Teilnehmenden informierten sich, diskutierten, hörten einander zu und entwickelten gemeinsam Ideen. Sie arbeiteten in acht Themen-Gruppen, etwa zu Tierwohl, Biodiversität, Ausbildung, Arbeitsbedingungen oder Ernährung der Zukunft. Fachleute begleiteten die Gruppen mit Workshops und gaben Impulse aus Wissenschaft und Praxis.
Direkter Austausch mit dem Bundesministerium
Auch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat war vor Ort vertreten: Referatsleiterin Claudia Striffler (zuständig für ökologischen Landbau) hörte genau hin, beantwortete Fragen und brachte sich in die Gespräche ein
Viele Gesichter – ein gemeinsames Ziel
Moderiert wurde das Camp von Johannes Kiefl (bekannt von "Wir haben es satt"), die Keynote am Montagabend hielt Xenia Brand vom Arbeitskreis bäuerliche Landwirtschaft. Am letzten Tag überreichten Johanna Zierl (Bündnis junge ökologische Lebensmittelwirtschaft) und Manuel Wagner (junge Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) den Plan auf der Bühne der Öko-Feldtage – stellvertretend für alle Teilnehmenden – an Dr. Burkhard Schmied (Abteilungsleiter für Landwirtschaftliche Erzeugung, Gartenbau, Agrarsozialpolitik, Steuern, Agrarstatistik, BMLEH), Thomas Lang (Vorstand Landwirtschaft des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft) und Torsten Krawczyk (Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands). Auch am Stand des Bundesprogramms Ökologischer Landbau auf den Öko-Feldtagen konnten Gäste Einblick in die Ergebnisse nehmen.
Es war klasse zu sehen, wie vielfältig die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen der Öko-Branche waren und wie sie sich im gemeinsamen Austausch aktiv einbrachten. Für mich zeigt das deutlich, dass echte Fortschritte nur durch Zusammenarbeit und Vernetzung möglich sind. Paul Pfeiffer (BNN.next)
Ich fand es beeindruckend, wie viele junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammenkamen und in kurzer Zeit intensiv zusammenarbeite-ten. Jeder brachte seine ganz eigene Sichtweise ein, und gemeinsam haben wir eine starke Vision entwickelt, die alle mittragen. Heinrich Fest (Öko-Junglandwirte Netzwerk)
Und wie geht es jetzt weiter?
Dr. Schmied kündigte bei der Übergabe an: "Wir nehmen die Ergebnisse sehr ernst. Wir schauen uns jeden einzelnen Punkt genau an und prüfen, was wir in unserem Haus umsetzen können – und wo wir Partner brauchen, zum Beispiel in anderen Ressorts oder auf Ebene der Länder. Unser Ziel ist klar: Wir wollen dem ökologischen Landbau eine noch bessere Zukunft in Deutschland ermöglichen. Vielen Dank an alle, die daran mitgearbeitet haben!"
Hintergrundinformationen
Das Organic Future Camp (OFC) ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Mehr Informationen gibt’s auf www.bmel.de/ofc
