Vogel-Knöterich kommt als Beikraut überwiegend im Sommergetreide-, Zuckerrüben-, Mais- und Kartoffelanbau (in Hackfrüchten) vor. Er tritt auch im Bewuchs von Feldrändern auf. Er ist ein Vektor für Blattläuse wie die Grüne Pfirsichblattlaus und die Schwarze Bohnenlaus,die den Beet yellows virus (Vergilbungskrankheit der Beta-Rübe) übertragen.
Der Vogel-Knöterich ist ein einjähriges, zweikeimblättriges Samenbeikraut mit spindelförmiger Wurzel. Der Habitus und die Blattformen variieren auf den verschiedenen Standorten. Die bis zu 50 Zentimeter langen Stängel sind meist niederliegend und reich verzweigt, und teilweise rötlich überlaufen.
Die fiedernervigen Laubblätter sind elliptisch oder lanzettlich bis linealisch, fast ohne Blattstiel. Sie erscheinen aus einer dünnen, stängelumfassenden, zerschlitzten Röhre (Nebenblattscheide).
Die rosa oder grünlich-weißen Blüten sind klein und kurz gestielt. Zwei bis fünf befinden sich jeweils in den Blattwinkeln. Die Blütezeit liegt im Sommer und Herbst.
Die Samen keimen vorwiegend im Frühjahr aus bis zu zwei Zentimeter Bodentiefe. Es handelt sich um lichtbedürftige Flachkeimer.
Die Samen bleiben meist ca. 5 Jahre, können aber auch bis zu 20 Jahre lang keimfähig bleiben und den Verdauungstrakt mehrerer Tierarten sowie Überflutung überstehen. Die Samen werden durch Vögel, Säugetiere und wirbellose Tiere verbreitet und treten in Getreide- Gras- und Kleesaatgut sowie in Bewässerungswasser auf.
Die sehr langen Keimblätter sind gleichmäßig schmal, stumpfspitzig und zuerst aufgerichtet.
Vorbeugung
Bekämpfung
Der Knöterich kann nur bekämpft werden, wenn die Samenbildung verhindert wird. Mechanische Kontrolle muss die ganze Pflanze treffen, da sie sich von Verlusten der oberirdischen Triebe leicht erholt.
Letzte Aktualisierung 25.04.2018