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Öko-Aktionspläne der Bundesländer

Viele Bundesländern haben eigene Öko-Aktionspläne zur Förderung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft aufgesetzt. Sie beinhalten konkrete Maßnahmen und Zielsetzungen, um den gesamten Bio-Sektor zu stärken. Hier finden Sie eine Übersicht über die Schwerpunkte der Öko-Aktionspläne in den einzelnen Bundesländern.
Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, den Anteil des Öko-Landbaus in Deutschland bis 2030 auf 30 Prozent zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau veröffentlicht. Sie umfasst verschiedene Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen, die zur Zielerreichung beitragen. In den Bundesländern gibt es zusätzlich jeweils eigene Öko-Aktionspläne.
Übersicht Öko-Aktionspläne der Bundesländer
Ziele
- Rahmenbedingungen für bereits ökologisch wirtschaftende Betriebe verbessern und den Neueinstieg im Ökolandbau erleichtern
- 30 bis 40 Prozent Ökofläche
- Zieljahr: 2030
Handlungsfelder
Erzeugen
- Vielfalt
- Tierwohl
- Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität
- Förderung von Erzeugern
Verarbeiten und Vermarkten (inklusive Marketing):
- Wissenstransfer
- Rechtliche Rahmenbedingungen schaffen
- Angebote zur Unterstützung von Maßnahmen des Gemeinschaftsmarketings
- Regionales Bio in der Außer-Haus-Verpflegung
- Bio-Zeichen Baden-Württemberg
Nachfragen und genießen
- Öffentlichkeitsarbeit und Verbraucherinformation
- Online-Informationsportal www.bio-aus-bw.de
Bildung, Beratung, Forschung und Fachinformationen
- Investition
- Vernetzung der Bereiche
- Wissenstransfer
- Förderung der Beratung
- Umstellung von Teilbetrieben in den Landeseinrichtungen
Rahmenbedingungen und Projekte für mehr Ökolandbau (inklusive Öko-Kontrolle und Recht)
- Fokus auf Vernetzung der Akteure entlang der Wertschöpfungskette und Wissenstransfer
- Forschung an Landeseinrichtungen
- Kooperationen mit Hochschulen
- Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg
- Umfangreiche Überwachungsprogramme für alle Stufen der Wertschöpfung
- Durchführung Öko-Monitoring BW
Ziel: 30 Prozent Ökofläche bis 2030
Handlungsfelder:
Beratung
- Aufrechterhaltung der staatlichen Orientierungsberatung für umstellungsinteressierte Betriebe
- Staatliche Förderung der Umstellungsberatung durch die Erzeugerringe (Verbundberatung)
- Beibehaltung des BioRegio-Betriebsnetzes mit 100 Vorzeige-Ökobetrieben
- Beibehaltung Kompetenzzentrum Öko-Gartenbau
- Ausbau des Beratungsangebots „BioRegio in der Gemeinschaftsverpflegung“ (z. B. BioRegio-Coaching für Küchen)
Bildung
- Bedarfsgerechter Ausbau des Bildungsangebots zum Ökolandbau in den staatlichen Landwirtschaftsschulen
- Zwei Fachschulen für Agrarwirtschaft mit Schwerpunkt Ökolandbau (Landshut-Schönbrunn, Weilheim)
- Zwei Öko-Akademien (Bamberg, Kringell) mit vielfältigem Kursangebot
- Stärkere Verankerung des Themas „Ernährung mit bio-regionalen Lebensmitteln“ bei Bildungsmaßnahmen
- Verstärkung der Bildungsoffensive Ökolandbau bei Berufen des Lebensmittel-Handwerks
Förderung
- Weiterhin hohe Flächenförderung für den ökologischen Landbau im bundesweiten Vergleich
- Förderung von Investitionen in neue Lagerräume für Öko-Körnerfrüchte im Rahmen des Bayerischen Sonderprogramms Landwirtschaft
- Verbesserung der Kombinierbarkeit der Öko-Förderung im Kulturlandschaftsprogramm mit dem Vertragsnaturschutzprogramm
- Förderung der Öko-Modellregionen über das ÖMR-Management, Kleinprojekte und Begleitung für außergewöhnliche Projekte
Forschung
- Beibehaltung des Kompetenzzentrums für den ökologischen Landbau an der Landesanstalt für Landwirtschaft, dass die Aktivitäten in der praxisnahen Ökolandbau-Forschung und beim Wissenstransfer bündelt
- Ökolandbau stellt im Ressortforschungsrahmen einen wichtigen strategischen Forschungsschwerpunkt dar
- Pflanzenzucht unter den Bedingungen des Ökolandbaus an der Landesanstalt für Landwirtschaft
- Forum zur Förderung der ökologischen Pflanzenzüchtung zur Vernetzung von staatlicher Züchtung und privaten Züchtungsunternehmen (Ökozüchtungsplattform)
- Umstellung staatlicher Flächen
- Öko-Praxis-Forschungsnetz Bayern (OekoNet): Netzwerk aus 16 innovativen Biobetrieben, Landesanstalt für Landwirtschaft und Verbandsberatung
- Forschungs- und Innovationsprojekt "Weideland Bayern": Hilfen zur Umsetzung der Weidepflicht
Vermarktung
- Öko-Modellregionen: 34 Öko-Modellregionen bedecken bereits 43 Prozent der Landesfläche.
- Steigerung des Anteils bio-regionaler Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung
- Steigerung des Anteils ökologischer und regionaler Lebensmittel in staatlichen Kantinen
- Stärkung des Bayerischen Bio-Siegels durch Ausweitung der Kommunikationsmaßnahmen, um somit das Bio-Siegel noch stärker am Markt zu etablieren und den Verbraucherinnen und Verbrauchern nahezubringen
- Öko-Board Bayern: Verbandsübergreifende Plattform für den Handel mit ökologisch erzeugten Rohstoffen aus Bayern: Zusammenbringen von Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern, Marktbeobachtung, Marktanalyse von Öko-Teilmärkten
- Ausweitung der Teilnehmer am Ökopakt Bayern
- Bio-Erlebnistage
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Ziel: Zukunftsfähige, regional gedachte Berliner Ernährungsstrategie
Handlungsfelder
- Außer-Haus-Verpflegung
Gemeinschaftsverpflegung als Vorbild - Innovationen und Wertschöpfung
Innovationen für ein zukünftiges Ernährungssystem
Wertschöpfung in der Region
Lebendige und produktive Kieze - Bildung
Ernährungsbildung für alle greifbar machen - Nachhaltigkeit
Lebensmittelverluste minimieren - Strategische Umsetzung und Kommunikation sichern
Ziele: Stärkung und Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020
Handlungsfelder
- Stabilisierung und Weiterentwicklung wettbewerbsfähiger Strukturen der heimischen Land- und Ernährungswirtschaft
- Erhalt der biologischen Vielfalt, Umsetzung des Ge-
wässer- und Naturschutzes - Erhalt fruchtbarer Böden verbunden mit einer akti-
ven Kohlenstoffspeicherung - Eckpfeiler für die Erhaltung der Kulturlandschaft
und der ländlichen Räume.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Ziele: Ausbau des Öko-Landbaus auf 20 Prozent bis 2030 (Ziel der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie) Zieljahr: 2030
Handlungsfelder
Beratung und Umstellung
- Grundlegende Informationen zu Chancen und Risiken einer Umstellung auf Öko-Landbau in der allgemeinen Beratung
- Intensive Beratung und gezielte Ansprache von besonders umstellungsgeeigneten Betrieben
- Weiterer Ausbau und Förderung eines umfangreichen Beratungsnetzwerkes für landwirtschaftliche Betriebe
Bildung
- Stärkere Berücksichtigung des Öko-Landbaus in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung
- Fachschule für Ökologischen Landbau Kleve
Förderung
- Verlässliche und angemessen hohe Flächen-Förderung für die Umstellung und Beibehaltung der ökologischen Bewirtschaftung.
- Vorrangige und gezielte Investitions- und Vermarktungsförderung
- Stärkung der Öko-Modellregionen NRW (Stand 2026: 5 Öko-Modellregionen)
Vermarktung
- Stärkung und Ausbau von regionalen Wertschöpfungsketten für ökologische Produkte
- Steigerung des Anteils bio-regionaler Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung durch die Initiative “NRW kocht mit Bio”
Information
- Bessere Informationen für alle landwirtschaftlichen Betriebe zur aktuellen Entwicklung des Biomarktes
- Fachinformationsportal www.oekolandbau.nrw.de
- Jährliche "BioWochen NRW" als landesweite Verbraucherinformationsmaßnahme
Forschung und Feldversuche
- Lösung von produktionstechnischen Schwachpunkten durch Forschung
- Sicherung und Steigerung von Erträgen und Leistungen
- Weitere Vernetzung von Praxis, Beratung und Forschung im langjährigen Kooperationsprojekt "Leitbetriebe Ökologischer Landbau NRW".
Ziele
- Ausbau des Anteils der ökologisch bewirtschafteten an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz auf mittelfristig 20 Prozent
- Weiterer Ausbau und Diversifizierung des Angebots an ökologischen Erzeugnissen aus Rheinland-Pfalz
- Steigerung der Nachfrage nach ökologisch erzeugten rheinland-pfälzischen Produkten
Handlungsfelder
- Bildung: Stärkere Berücksichtigung des ökologischen Landbaus in der landwirtschaftlichen Aus- und Weiterbildung
- Forschung und Beratung: Verbesserung der ökologischen Erzeugung durch praxisorientierte Forschung, Wissensgenerierung und -transfer, die Weiterentwicklung der Produktionsverfahren sowie Digitalisierung
- Honorierung der Leistungen: Honorierung der umweltbezogenen und gesellschaftlichen Leistungen des ökologischen Landbaus
- Optimierung von Wertschöpfungsketten: Stärkung und Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten für ökologische Produkte
Zum Aktionsplan (PDF-Dokument)
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz – Ökolandbau
Ziel der Strategie "KURS NATUR 2030" ist es, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen, eine Trendumkehr einzuleiten und Umweltressourcen effizient zu schützen. Dafür sollen unter anderem bis 2030 ein Öko-Flächenanteil von 15 Prozent in Schleswig-Holstein erreicht werden.
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Letzte Aktualisierung 22.09.2026



