Bereits jetzt zeigt sich: Eine nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln in Kitas und Schulen kann gelingen und die Workshops unterstützen hierbei – ob beim Bio-Einstieg oder auch bei der Erhöhung des Bio-Anteils in der Verpflegung.
Erfolgsrezept 1: Mit kreativen Ansätzen zu mehr bio-regionaler Verpflegung
Doch was hat sich seit dem Start der aktuellen Veranstaltungsreihe bereits getan? Ein Blick auf die
vergangenen Veranstaltungen zeigt, welche Themen die Praxis bewegen und welche Ansätze sich vor Ort bewähren. Um bestmöglich auf die Wünsche und Erwartungen der Teilnehmenden eingehen zu können, überlegen sich die Regionalpartner immer wieder neue Ansätze, die Theorie anschaulich und praxisnah zu vermitteln. So hat die Workshopleiterin Anna Hope des Regionalpartners Bio in MV in Mecklenburg-Vorpommern bei einer “Saisonkalender-Rallye” kreativ mit den Teilnehmenden den Einsatz von saisonalem und regionalen Gemüsen erarbeitet. Dabei war die große Herausforderung: Wie kommt der Kohl in die winterlichen Speisepläne? Doch die "Winter-Challenge“ zeigte, mit kreativen Rezepten lassen sich auch in der kalten Jahreszeit tolle saisonale und regionale Alternativen zaubern, die auch den Geschmack der Kinder treffen. Und das überraschte auch die Teilnehmenden:
Saisonal und nach DGE-Standard in fünf Minuten, das hat mich überrascht. Mit Wurzelgemüse, Kohl und Hülsenfrüchten geht im Winter viel mehr, als man denkt,
lautete das Fazit einer Hauswirtschafterin. In einer “Logistik-Safari” wurden schließlich Lieferwege
und Bezugsquellen auf einer Landkarte sichtbar gemacht und gemeinsam regionale Bio-Alternativen
ausgelotet. Auch hier nahm die Gruppe viele konkrete Impulse für ihren Küchenalltag mit:
Ich nehme mir vor, mit unserem Lieferanten zu sprechen, was er regional und in Bio anbieten kann. Das Spiel hat mir gezeigt, wo ich ansetzen kann, so ein Teilnehmer.
Erfolgsrezept 2: Die Küchenpraxis stets im Fokus
Immer im Blick der Regionalpartner bleibt dabei der Küchenalltag der Einrichtungen, vom Frühstück über die Zwischenverpflegung bis zum Mittagsangebot. Und weil Bio auch durch den Bauch geht, wird in den Workshops häufig auch gemeinsam gekocht. Im Fokus stehen dabei immer alltagstaugliche und erprobte Rezepturen mit Bio-Gemüse und das sind zum Beispiel: Wraps, Vitaminschnitten und Gemüsewaffeln. Zudem werden neue Rezepte ausprobiert, um Hülsenfrüchte und andere pflanzliche Proteinquellen in die Speisepläne zu integrieren.
Erfolgsrezept 3: Vom Reden ins Machen kommen
Wie wertvoll das praktische Ausprobieren ist, zeigt die Erfahrung der Regionalpartner: "Wir helfen dabei,
vom Reden ins Machen zu kommen und das Gehörte und Gelernte zu verinnerlichen", berichtet Constantine Youett von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg. Besonders hilfreich sei dabei, dass erprobte Rezepte direkt am nächsten Tag in der Einrichtung umgesetzt werden können. Auch der Austausch unter den Teilnehmenden wird gefördert, wenn nebenbei gemeinsam gekocht wird.
Kochpraktische Workshops können dabei auch ganz neue Lernorte schaffen: Beim Kochen direkt auf dem Acker mit Stift und Papier für die Theorieeinheit. Melanie Werner vom Thüringer Ökoherz bestätigt:
“Kreative Bio-Snacks für den Kita- und Schulalltag, selber aktiv werden, kochen, neue Rezepte ausprobieren – geht immer!” So wird die Ernährungsbildung mit Ideen, wie dem Anlegen von Kräutergärten und die Sensibilisierung der Eltern, in allen Workshops gleich mitgedacht.
Das Workshopangebot ist für alle geeignet: Ob für den Bio-Einstieg oder für Fortgeschrittene
Auch an Einrichtungen, die bereits Erfahrung mit Bio haben, richten sich die Workshops. Für Kita- und
Schuleinrichtungen, die ihren Bio-Anteil weiter erhöhen möchten, werden Speisepläne analysiert und
konkrete Potenziale für eine weitere Steigerung des Bio-Anteils abgeleitet. Darüber hinaus werden Akteure aus Berufsschulen angesprochen, um das Thema Bio auch in die Berufsschullehre zu integrieren und angehenden Fachkräften praktische Kenntnisse für eine nachhaltige und gesundheitsfördernde
Verpflegung mitzugeben.
Da Veranstaltungen im ländlichen Raum durch längere Anfahrtszeiten der Teilnehmenden oftmals
schwieriger zu bewerkstelligen sind, werden auch Online-Workshops durch die Regionalpartner umgesetzt – mit Showcooking-Events oder virtuellen Hof-Führungen. Zudem gibt es ein Angebot an überregionale Online-Basis-Seminaren mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen.
Das Gute: Bis in den November hinein finden noch zahlreiche Veranstaltungen statt!
Wann und wo? Zu den Bio kann jeder Workshops
