Bioland Bayern ehrt herausragendes Engagement in der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft

Im Rahmen der Bioland-Woche hat der Bioland Landesverband Bayern die Auszeichnung "Goldener Regenwurm 2025" verliehen. Mit diesem Preis würdigt der Verband Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft verdient gemacht haben.

Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Goldenen Regenwurms 2025 (von links): Dr. Franz Ehrnsperger und Johannes Ehrnsperger von Neumarkter Lammsbräu, Hilarius und Claudia Häußler vom Biolandhof Gallenbach, Roland und Katrin Heldrich aus Frechetsfeld in der Oberpfalz. Foto: Sigi Hagl, Bioland e.V.

In diesem Jahr gingen die Ehrungen an den Bio-Pionier Dr. Franz Ehrnsperger und seinen Sohn Johannes Ehrnsperger von der Neumarkter Lammsbräu, an den Landwirt Roland Heldrich aus Frechetsfeld (Landkreis Amberg-Sulzbach) sowie an Claudia und Hilarius Häußler vom Biolandhof Gallenbach in Oberbayern.

Dr. Franz und Johannes Ehrnsperger: Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie

Der Goldene Regenwurm 2025 für verarbeitende Betriebe wurde an Dr. Franz Ehrnsperger, Seniorchef der Neumarkter Lammsbräu, sowie an seinen Sohn und Geschäftsführer Johannes Ehrnsperger verliehen.

Seit mehr als 40 Jahren gehe die Neumarkter Lammsbräu unbeirrt den Weg der Nachhaltigkeit, betonte Thomas Lang, Vorsitzender von Bioland Bayern, in seiner Laudatio: "Eure enge Zusammenarbeit mit der Erzeugergemeinschaft für ökologische Braurohstoffe (EZÖB) zeigt, wie gelebte Nachhaltigkeit funktioniert: durch Verlässlichkeit, Transparenz und das gemeinsame Ziel, den Ökolandbau voranzubringen. Heute steht Lammsbräu nicht nur für 100 % Bio-Bier, sondern auch für ein einzigartiges Verständnis von Partnerschaft und Verantwortung. Diese gelebte Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und Zukunft macht euch zu echten Pionieren – und zu würdigen Preisträgern des Goldenen Regenwurms."

Er würdigte insbesondere die Pionierleistung von Dr. Franz Ehrnsperger, der bereits 1982 das erste Bio-Bier auf den Markt brachte. Sein Sohn Johannes Ehrnsperger führt die Vision konsequent weiter und setzt mit der Gemeinwohl-Bilanzierung und der Regionalwert-Leistungsrechnung neue Maßstäbe für eine nachhaltige Wertschöpfung. In seiner Dankesrede betonte er: „Wir müssen verstehen, dass unsere Branche nicht nur Lebensmittel produziert, sondern auch essenzielle Ökosystemleistungen erbringt. Das muss sich in den Geschäftsmodellen und in der Entlohnung widerspiegeln.“

Roland Heldrich: Innovativer Vordenker für zukunftsweisende Beweidungskonzepte

Ein weiterer "Goldener Regenwurm 2025" ging an Roland Heldrich, der seinen Hof in Frechetsfeld seit über 30 Jahren nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Er zählt zu den Experten, wenn es um zukunftsweisende Beweidungskonzepte, den Erhalt alter Obstsorten und den Schutz artenreicher Wiesen geht.

In seiner Laudatio hob Josef Schmidt, Biolandwirt aus Tirschenreuth und Vorstandsmitglied bei Bioland e.V., hervor: "Roland Heldrich verbindet Landwirtschaft und Naturschutz auf vorbildliche Weise. Mit seinem Wissen und seiner Erfahrung hat er viele Landwirte inspiriert, nachhaltige Wege zu gehen." Heldrich gehört zu den ersten Landwirten, die die Regionalwert-Leistungsrechnung der Neumarkter Lammsbräu nutzen, ein Instrument zur Bewertung und Honorierung von Nachhaltigkeitsleistungen in der Landwirtschaft.

Roland Heldrichnahm die Auszeichnung mit Freude entgegen. "Ich sehe diesen Preis als Ansporn, weiterhin neue Wege zu gehen und mein Wissen mit anderen zu teilen. Ich freue mich, dass meine Arbeit so wertgeschätzt wird."

Claudia und Hilarius Häußler: Ein ökosozialer Ort für Mensch und Natur

Ein weiterer "Goldene Regenwurm 2025" wurde an Claudia und Hilarius Häußler vom Biolandhof Gallenbach verliehen. Die beiden haben nicht nur einen Bioland-Betrieb aufgebaut, sondern ihn zu einem ökosozialen Treffpunkt entwickelt. Auf ihrem Hof vereinen sie Ökolandbau, soziale Verantwortung und Bildungsarbeit.

Josef Braun, Mitglied im Landesvorstand von Bioland Bayern, würdigte in seiner Laudatio ihr unermüdliches Engagement: "Die Häußlers haben es geschafft, Landwirtschaft mit sozialem Wirken zu verbinden. Ihr Hof ist nicht nur ein Ort der Erzeugung, sondern auch der Begegnung, des Lernens und der Inspiration."

Hilarius Häußler betonte in seiner Dankesrede die Bedeutung einer ganzheitlichen Landwirtschaft: "Dieser Preis ist eine große Ehre für uns und bestätigt unseren Weg. Unsere Arbeit hört nicht bei der Bewirtschaftung der Felder auf – wir wollen Menschen für eine nachhaltige Lebensweise begeistern. Unsere Vision für Gallenbach war und ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Landwirtschaft, Bildung und soziales Engagement Hand in Hand gehen."

Quelle: Pressemitteilung Bioland e. V.


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