Das Projekt verbindet Aspekte aus Tierernährung, Pflanzenproduktion, Umwelt- und Klimaschutz und berücksichtigt ebenso Fragen der Bodenfruchtbarkeit, der Nährstoffkreisläufe und der ökonomischen Tragfähigkeit. Es wird von Prof. Dr. Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin koordiniert.
NUTRIFEEDS entwickelt regenerative Futtermittellösungen auf Basis bisher ungenutzter lokaler Pflanzen sowie von Nebenprodukten der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Umsetzung der EU-Farm2Fork-Strategie – mit der das europäische Lebensmittelsystem nachhaltiger, gesünder und fairer gemacht werden soll – zur Reduzierung von Importabhängigkeiten, zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und zur Vermeidung von Abfall.
"Das Projekt ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und zukunftsfähige Tierhaltung in Europa", sagt Professor Jürgen Zentek anlässlich des Projektstarts im September 2025. "Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Konsortium wollen wir praktikable Lösungen entwickeln, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch tragfähig sind." Neben konkreten Handlungsempfehlungen soll ein Regelwerk zur Förderung regenerativer Tierfütterung entstehen.
NUTRIFEEDS (Nourishing Europe's Future through Regenerative Livestock Feed) wird im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe unter der Förderlinie "Lebensmittel, Bioökonomie, natürliche Ressourcen, Landwirtschaft und Umwelt" von der Europäischen Kommission mit insgesamt 6,8 Millionen Euro gefördert. Insgesamt 15 Partnerinstitutionen aus mehreren europäischen Ländern und aus China gehören dem Konsortium an.



