Unter Leitung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) haben 21 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insgesamt 528 Studien ausgewertet und den Nutzen des ökologischen Landbaus für Umwelt und Natur zu beleuchtet. Im Bereich Biodiversität kamen sie zu beeindruckenden Ergebnissen: auf Bio-Äckern gedeihen 95 % mehr Wildpflanzenarten, 35 % mehr Feldvogelarten und 23 % mehr blütenbesuchende Insekten.
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Gelder für Naturschutz dürfen nicht gekürzt werden
Anlässlich des Welttages der Biodiversität am 22. Mai sagt dazu Thomas Lang, erster Vorsitzender der LVÖ in Bayern:
Die umfassende Studie belegt klar die Leistung des ökologischen Landbaus für den Erhalt unserer Artenvielfalt. Der Ökolandbau zeigt, wie Landwirtschaft für Mensch und Natur funktioniert und wie wir gleichzeitig den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen und die Bevölkerung mit gesunden, regionalen Nahrungsmitteln versorgen können. Insbesondere Verbands-Bio-Betriebe gehen oft ein Stück weiter und pflanzen Hecken, Streuobstwiesen und pflegen Moore oder Almflächen. Dies sichern die hohen Biodiversitäts-Standards der Verbände. Die bayerische Staatsregierung muss diese wertvolle Arbeit weiter mit ausreichend finanziellen Mitteln unterstützen. Angesichts klammer Kassen den kommenden Naturschutz-Haushalt weiter zu kürzen ist deshalb nicht akzeptabel. Der Schutz der Artenvielfalt ist keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe."
Hintergrund
Im aktuellen Landeshaushalt wurden die Mittel für Naturschutzaufgaben gekürzt, auch im kommenden Doppelhaushalt ist die ausreichende Finanzierung der bayerischen Ziele für den Biotopverbund, den Streuobstpakt oder den Moorschutz anlässlich der Haushaltslage gefährdet.
Quelle: Pressemitteilung LVÖ


