Bunte Gärten für Wildbienen: Jetzt an der deutschlandweiten Garten-Inventur teilnehmen

Vor einem Jahr startete das deutschlandweite Community-Science-Projekt "GartenDiv" zur Erforschung der Pflanzen-Vielfalt in Deutschlands Gärten. Nun geht diese Garten-Inventur in die zweite Runde. Innerhalb der nächsten Wochen, konkret vom 22. Mai bis zum Sommeranfang am 21. Juni, sind Gärtnerinnen und Gärtner aus ganz Deutschland dazu aufgerufen, eine möglichst vollständige Inventur ihres Gartens vorzunehmen.

Biene hängt an einer Borretsch-Blüte. Klick führt zu Großansicht.

Borretsch dient zum würzen von Salat und schmeckt auch Bienen. Foto: J. Pistorius / JKI

Die tatsächliche Biodiversität in deutschen Gärten ist bislang kaum erfasst. “GartenDiv” will diese Lücke schließen, um das ökologische Potenzial von Gärten sichtbar zu machen. Die wiederkehrenden “GartenDiv”-Tage schaffen die Datengrundlage, um Veränderungen in der Artenzusammensetzung über die Zeit sichtbar zu machen. Das Projekt soll aber nicht nur wissenschaftliche Daten liefern, sondern auch die Umweltbildung fördern, indem es Menschen motiviert, sich mit den vielen Pflanzenarten, die in einem Garten vorkommen können, auseinanderzusetzen. “Da viele Wildbienenarten auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind, hängt das Vorkommen der Wildbienen mit dem Vorkommen der Pflanzenarten direkt zusammen. So lassen sich beispielsweise durch das Pflanzen von Glockenblumen die auf diese Pflanzengattung spezialisierten Arten in den Garten locken”, sagt Henri Greil vom Julius Kühn-Institut für Bienenschutz.

Im zweiten Jahr geht es darum, dass die Teilnehmenden möglichst alle Pflanzen in ihrem Garten aufnehmen, ausdrücklich auch Obst- und Gemüsepflanzen, Zier- und Wildpflanzen, auch unscheinbare Kräuter und kleinen Pflanzen, die sonst leicht übersehen werden. “Denn diese Vielfalt unterschiedlichster Blühpflanzen auf engstem Raum bietet eine sehr gute Nahrungsverfügbarkeit für zahlreiche Wildbienenarten. Daher konnten wir in unserem Wildbienenmonitoring der Stadt Braunschweig in Gebieten mit vielen Gärten die meisten Wildbienenarten nachweisen”, führt Greil weiter aus.

Dazu wurde die bereits weit verbreitete Flora Incognita App zur automatischen Pflanzenerkennung für das Community-Science-Projekt “GartenDiv” angepasst. Das geschieht in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena und der Technischen Universität Ilmenau. Die App erfasst die pflanzliche Vielfalt des Gartens, egal ob Haus-, Klein-, Schulgarten oder Balkon, indem die Teilnehmenden die Pflanzen in ihrem Garten fotografieren sowie Fragen zu ihren Beobachtungen beantworten.

Weitere Informationen, neue Funktionen sowie konkrete Anleitungen zur Teilnahme finden Sie hier

Quelle: Pressemitteilung Julius Kühn-Institut (JKI)

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