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Was sind Demobetriebe?

In Deutschland wirtschaften mehr als 23.000 Betriebe nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zuletzt 290 Biohöfe zu Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau ernannt. Es handelt sich immer um Betriebe, die schon seit Jahren nach den Kriterien des ökologischen Landbaus zertifiziert arbeiten. Fast alle von ihnen sind auch Mitglied in einem ökologischen Anbauverband.

Diese Betriebe öffnen ihre Türen für die Öffentlichkeit und zeigen, wie der Ökolandbau in der Praxis funktioniert. Sie präsentieren ihren Besuchern und der Presse das weitgefächerte Spektrum des ökologischen Landbaus: Von der Bioimkerei über den Gartenbau-Familienbetrieb bis zum Hof mit über 1.000 Hektar Anbaufläche. Die Produktpalette der Betriebe reicht von Stutenmilch über alte Gemüse- und Obstsorten, seltene Tierrassen, erlesene Weine bis zu Kräutern und Duftpflanzen. Zudem gehören Abokisten-Lieferungen, Hofläden und -restaurants sowie Biopensionen zum Service vieler Betriebe. Einige verbinden ihre Arbeit auf dem Hof in integrativen Projekten mit benachteiligten Menschen.

Hier finden Sie die Porträts der Demobetriebe.

Hier finden Sie eine Adressliste der Demobetriebe.

Ökolandbau entdecken

Egal ob Verbraucherinitiative, Lions Club, Schulklasse, Kindertagesstätte, Händlervereinigung oder Auszubildende – die ausgesuchten Betriebe öffnen ihre Türen für Interessierte jeden Alters. Besucherinnen und Besucher können einen Blick in den Alltag des Betriebes werfen. In Führungen und Seminaren erfahren Besucherinnen und Besucher anschaulich Besonderheiten, Vorzüge und Herausforderungen des Ökolandbaus. Besondere Veranstaltungen wie beispielsweise die jährlichen Hoffeste und die Bio-Glühwei(h)n-Nächte machen die ökologische Landwirtschaft zu einem Erlebnis.

Auf Anfrage führen die Betriebe auch Veranstaltungen zu gezielten Fragestellungen durch und bieten spezielle Hof- oder Feldführungen an.

Expertengespräche

Die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau sind kompetente Ansprechpartner für Landwirte, die unter ähnlichen Voraussetzungen Ökolandbau betreiben oder betreiben wollen.

Sie stehen für Fachgespräche über Produktionsschwerpunkte, Anbaumethoden, regionaltypische Standortbedingungen, Fruchtfolgen, Marketingfragen und weiteren aktuellen Herausforderungen zur Verfügung. Sie bieten Besichtigungen und Expertenseminare zu Themen wie Anbaumethoden, Fruchtfolgegestaltung, artgerechte Nutztierhaltung und Vermarktung an.

Das Bundesprogramm

Das Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN). Ziel des BÖLN ist es, die Rahmenbedingungen für die nachhaltige und ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft zu verbessern und die Voraussetzungen für ein gleichgewichtiges Wachstum von Angebot und Nachfrage zu schaffen.

Weitere Informationen dazu unter www.bundesprogramm.de

Die Zukunftsstrategie

Bereits jeder achte Betrieb in Deutschland arbeitet nach ökologischen Vorgaben. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Biofläche bis 2030 auf 20 Prozent zu erhöhen. Deshalb hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen Fahrplan für mehr Bio entwickelt: die Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZÖL). Zentrales Instrument zu deren Umsetzung ist das BÖLN, z.B. mit den Dialog- und Vernetzungsangeboten der Demonstrationsbetriebe.

Demonstrationsbetrieb Ökolandbau des Monats

Mann und Frau stehen im Kuhstall.

Hof Gasswies

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