Ein ähnliches Konzept bei der Direktvermarktung mit regionalen Lebensmitteln verfolgten bisher die Marktschwärmereien (La Ruche Quit Dit Qui!). Die französische Plattform ist jedoch im September 2025 vom spanischen Start-up CrowdFarming übernommen worden. Gemeinsam biete man über 10.000 Landwirten und Landwirtinnen Zugang zu rund 1,5 Millionen Bestandskunden, heißt es in der Pressemitteilung und im Erklärfilm.
Gonzalo Úrculo, Geschäftsführer von CrowdFarming, freut sich über die gebündelten Kräfte:
Bis 2017, kurz bevor wir CrowdFarming gründeten, habe ich meine Orangen über Marktschwärmer verkauft. Unsere Projekte nun zu vereinen, ist ein wahr gewordener Traum. Wir Landwirtinnen und Landwirte brauchen einen starken Direktvertriebskanal, um eine echte Alternative zum Supermarktverkauf zu haben.
Der Gründer betreibt jedoch zusätzlich nach wie vor seine eigene Plattform Naranja del Carmen.
Welche CrowdFarming-Anbieter gibt es in Deutschland?
Die Idee des CrowdFarming macht auch bei uns Boden gut. Beispielsweise bietet der Vulkanhof in der Eifel Adoptionen von Ziegen an. Wer eine Patenschaft für eine Ziege übernimmt, erhält regelmäßig Ziegenkäse aller Art. Der Bickbeernhof in Niedersachsen liefert Blaubeeren und Produkte rund um die Beeren über CrowdFarming nach Hause. Das Obstgut Deufel & Erlitz vom Bodensee vermarktet je nach Saison, Äpfel, Birnen und Zwetschgen via Online-Plattform.