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Fragen rund um ÖLAF
Die Vernetzungsplattform für Forschung, Praxis und Beratung bringt Landwirtschaft und Forschung zusammen. Hier finden Sie alle wichtigen Fragen und Antworten rund um die Plattform.
Häufig gestellte Fragen
Öko-Betriebe
- Sie können sich hier in der Rolle der landwirtschaftlichen Öko-Praxis registrieren, indem Sie Angaben zu Ihrer eventuellen Verbandszugehörigkeit und der Öko-Kontrollstellen-Nummer machen.
- Dann geben Sie Ihren Namen und E-Mailadresse ein und wählen ein Passwort. Nach erfolgreicher Registrierung können Sie sich hier mit Ihrem Passwort und Ihrer E-Mailadresse einloggen.
Forschende
- Sie können sich hier in der Rolle der Forschung registrieren, indem Sie Angaben zu Ihrer wissenschaftlichen Einrichtung oder Organisation machen.
- Dann geben Sie Ihren Namen und E-Mailadresse ein und wählen ein Passwort. Nach erfolgreicher Registrierung können Sie sich hier mit Ihrem Passwort und Ihrer E-Mailadresse einloggen.
- Hinweis: Organisationsmitarbeitende wie beispielsweise Innovationsdienstleister des EIP-Agri oder Mitarbeitende von Bio-Verbänden können sich auch in der Rolle Forschung registrieren, wenn sie ein geplantes oder genehmigtes Forschungsprojekt im Ökolandbau leiten/koordinieren. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie in diese Kategorie fallen, kontaktieren Sie bitte die Koordinationsstelle.
Beratende
- Sie können sich hier in der Rolle der Beratung registrieren, wenn Sie sich einer der folgenden Kategorien zuordnen können:
- Ich gehöre der Offizialberatung an.
- Ich bin bei einem Öko-Verband oder Beratungsring angestellt.
- Ich bin in einer NGO oder gemeinnützigem Verein mit Bezug zum Öko-Landbau tätig.
- Ich bin in der Beraterliste der Richtlinie zur Förderung von Umstellungsberatung (RUM) geführt.
Bitte senden Sie der ÖLAF-Koordinationsstelle einen Nachweis über Ihre Tätigkeit per E-Mail zu. Bei fehlenden Nachweisen behält sich die Koordinationsstelle das Recht vor, das Benutzerkonto zu sperren.
- Sie können sich keiner dieser Kategorien zuordnen, sind aber nicht verkaufsorientiert in der landwirtschaftlichen Beratung von Öko-Betrieben tätig und können das belegen? Dann wenden Sie sich bitte mit dem entsprechenden Nachweis an die ÖLAF-Koordinationsstelle.
- Falls Sie unsicher sind, in welcher Rolle Sie sich bei ÖLAF registrieren sollten, weil Sie sowohl in der Beratung als auch in der Forschung tätig sind, wenden Sie sich ebenfalls gerne an die ÖLAF-Koordinationsstelle.
- Hinweis: Wenn Sie ein Forschungsprojekt verantworten und dieses einstellen möchten, ist es erforderlich, sich als Forschende oder Forschender zu registrieren.
Öko-Betriebe
- Im geschützten Bereich haben Sie die Möglichkeit verschiedene Daten zu Ihrem Betrieb und zu Ihren Forschungsinteressen einzugeben. Diese Daten erscheinen dann in der Datenbank, welche nur die ÖLAF-Koordinationsstelle vollständig einsehen und nach bestimmten Kategorien filtern kann.
- Wenn in der Datenbank ein Forschungsprojekt eingegangen ist, dass zu Ihren Informationen passt, dann werden Sie darüber per E-Mail benachrichtigt und Sie können im geschützten Bereich die Details zum Projekt ansehen.
- Sie haben die Möglichkeit auszuwählen, ob Sie Interesse an diesem Projekt haben oder nicht. Bei Interesse werden dem Forscher oder der Forscherin Ihre Kontaktdaten freigeschaltet, sodass er oder sie Sie kontaktieren kann.
- Weitere Details für eine mögliche Zusammenarbeit, besprechen Sie dann direkt mit dem Forscher oder der Forscherin. Wenn gewünscht, unterstützt die Koordinationsstelle bei diesem Austausch.
Forschende
- Im geschützten Bereich haben Sie die Möglichkeit eine Projektbeschreibung mit Öko-Bezug anzulegen. Hier tragen Sie alle Details zum geplanten Forschungsprojekt ein und beschreiben, welche Art von Öko-Betrieben Sie suchen.
- Diese Daten erscheinen dann in der Datenbank der Koordinationsstelle und können nach bestimmten Kategorien gefiltert werden. Wenn Sie möchten, kann die Kurzbeschreibung zu Ihrem Projekt auch unter www.oekolandbaude/oelaf veröffentlicht werden.
- Wenn ein Öko-Betrieb Interesse an einer Zusammenarbeit hat, werden Sie darüber per E-Mail informiert und Sie erhalten die Kontaktdaten des Öko-Betriebs.
- Nach Erhalt der Kontaktdaten sollten Sie den Öko-Betrieb als Zeichen der Wertschätzung zeitnah kontaktieren, um die Details Ihrer Zusammenarbeit zu besprechen. Wenn gewünscht, unterstützt die Koordinationsstelle bei diesem Austausch.
Öko-Betriebe
- Sie erhalten direkten Kontakt zu Öko-Forschenden, an deren Projekten Sie sich aktiv beteiligen können.
- Sie bekommen nur zu Ihnen passende Forschungsprojekte vorgeschlagen und können die Koordinationsstelle jederzeit bei Fragen kontaktieren oder um Unterstützung bitten.
- Bei ÖLAF steht die Vernetzung von Praxis und Forschung auf Augenhöhe und eine wertschätzende Zusammenarbeit im Vordergrund. Die ÖLAF-Koordinationsstelle bemüht sich, hierzu aktiv beizutragen, indem sie die Beteiligten sensibilisiert. Sollte es im laufenden Forschungsvorhaben bzgl. der Zusammenarbeit zu Problemen kommen, wenden Sie sich gerne an die ÖLAF-Koordinationsstelle.
- Durch klare Absprachen schon im Vernetzungsprozess wird Transparenz in der Zusammenarbeit, zu Rollen und Aufgaben sowie zu (voraussichtlichen) Projektzeiträumen geschaffen.
Forschende
- ÖLAF filtert die Daten und sendet Ihre Projektbeschreibung nur anpassende Betriebe. So müssen Sie nicht selbst auf die Suche gehen.
- Sie bekommen die Möglichkeit Ihre Forschungsprojekte innerhalb eines geschützten Rahmen zu erläutern und können auch bereits in der Skizzenphase passende Betriebe finden und ggf. in die Projektplanung einbeziehen. Hierbei ist Transparenz gegenüber den Betrieben besonders wichtig, um keine falschen Erwartungen bzgl. des tatsächlichen Projektstarts zu wecken.
- Ziel dieser Plattform ist es, Öko-Betriebe mit Forschungsinstitutionen für konkrete Forschungsprojekte zusammenzubringen, um so die praxisnahe Öko-Forschung zu unterstützen.
- ÖLAF ist im Auftrag der Bundesregierung entstanden und soll die Steigerung beim Anteil der ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche unterstützen.
- Indem Sie sich bei ÖLAF registrieren und für eine Forschungszusammenarbeit zur Verfügung stellen, haben Sie als Öko-Betrieb die Möglichkeit, sich aktiv an der Forschung zu den Herausforderungen im Öko-Landbau zu beteiligen und dessen Weiterentwicklung aktiv mitzugestalten.
- Nur gemeinsam kann das Ziel erreicht und damit unter anderem ein Beitrag zum Erhalt der Bodengesundheit, zum Schutz der Artenvielfalt und zum Tierwohl geleistet werden.
Bei einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe sind Öko-Betriebe und Forschende gleichberechtigte Partner im Forschungsprozess und die Kommunikation verläuft respektvoll und transparent. Die Erfahrungen der Landwirtinnen und Landwirte sollen dabei als genauso wertvoll angesehen werden wie die wissenschaftliche Expertise der Forschenden.
ÖLAF bietet auch die Möglichkeit, dass die Forschungsbedarfe aus der Praxis gehört werden, indem diese über die ÖLAF-Koordinationsstelle an die BLE zur Weiterentwicklung der praxisnahen Forschung weitergegeben werden. Das Ziel einer solchen Zusammenarbeit ist es, praxisnahe Forschungsergebnisse zu erzielen, die sowohl für Öko-Betriebe als auch für Forschende neue Erkenntnisse und Lösungswege aufzeigen.
Die Zusammenarbeit im Rahmen des Forschungsprojekts kann direkt zwischen der Forschungsinstitution und dem jeweiligen Betrieb abgestimmt sein und/oder durch Einbeziehung eines Wissensmittlers der Beratung mit dem jeweiligen Betrieb und ist somit individuell gestaltbar.
Praxisforschung und praxisnahe Forschung
Bei ÖLAF möchten wir einen Austausch zwischen Öko-Forschung und Öko-Praxis auf Augenhöhen unterstützen und die Stimme der Öko-Praxis stärken.
Praxisforschung bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Praxis mit dem Ziel, Forschungsfragen unter Praxisbedingungen zu bearbeiten und praxisanwendbare Lösungen zu erarbeiten. Diese Zusammenarbeit kann unterschiedliche Formen annehmen, bei denen sich die Rollen der Partner, aber auch deren Zuständigkeiten und Aufwand unterscheiden.
Die Einbindung der Betriebe in ein Forschungsprojekt kann individuell gestaltet werden. In Anlehnung an Ashby (1996) und Biggs (1989) kann die Zusammenarbeit grob in vier Stufen eingeteilt werden:
Stufe 1: Passive Partizipation der Betriebe (praxisnahe Forschung)
Beginnend mit Stufe 1 kann innerhalb der praxisnahen Forschung eine passive Partizipation der Betriebe stattfinden. Hier führen Forschende zur Beantwortung ihrer eigenen Forschungsfrage Untersuchungen auf Betrieben durch. Dabei beteiligen sich die Betriebe nicht an der Versuchsdurchführung, sondern stellen lediglich Nutztiere oder Flächen zu Untersuchungszwecken zur Verfügung.
Stufe 2: Beratende Partizipation der Betriebe (praxisnahe Forschung)
Auf dieser Stufe nimmt der Betrieb lediglich eine beratende Rolle ein und seine Meinung wird im Forschungsprozess mitberücksichtigt.
Vorteile Stufen 1 und 2:
- geringer Koordinationsaufwand
- wenig Aufwand auf Seiten der Betriebe
Nachteile Stufen 1 und 2:
- begrenzte Beteiligung der Betriebe an der Erkenntnisfindung.
Stufe 3: Aktive Partizipation der Betriebe (Praxisforschung)
Hier arbeiten Forschende zur Beantwortung ihrer eigenen Forschungsfrage mit Betrieben auf Augenhöhe zusammen. Dabei sind die Betriebe in die Datenerhebung und/oder Auswertung vor Ort aktiv eingebunden.
Stufe 4: Kollegiale Partizipation der Betriebe (Praxisforschung)
Bei dieser Stufe sind die Betrieb am aktivsten in das Forschungsprojekt eingebunden. Zusammen mit den Forschenden formulieren sie Forschungsfragen und bearbeiten diese gemeinsam. Dies kann auch unter Einbindung der landwirtschaftlichen Beratung geschehen. Der Forschungsprozess wird maßgeblich von den Anliegen und Ansätzen der Praktiker bestimmt.
Vorteile Stufen 3 und 4:
- Praxis ist in Forschungsprozess direkt eingebunden
- sehr großes Potenzial, verwertbare Ergebnisse zu erzielen, die von der Praxis aufgenommen und tatsächlich umgesetzt werden
Nachteile Stufen 3 und 4:
- Prozess erfordert eine intensive Betreuung und zudem eine verbindliche und engagierte Mitarbeit der Praxisbeteiligten
- Kapazitäten und Ressourcen der Praxisbeteiligten können schnell überfordert werden
Bei der Konzeption eines Praxisforschungs-Vorhabens sollte daher sorgfältig überlegt werden, welche Form der Zusammenarbeit für das jeweilige Vorhaben am besten geeignet ist. Schlecht geplante Partizipation kann ebenso zu Frustration führen, wie mangelnde Einbindung der Praxis.
Quellen:
- Ashby, J.A. 1996. What do we mean by participatory research in agriculture? In New frontiers in participatory research and gender analysis, Proceedings of the International Seminar on Participatory Research and Gender Analysis (PRGA), 9–14 September 1996, ed. CIAT (Centro Internacional de Agricultura Tropical), 15–22. Cali, Colombia: CIAT
- Biggs, S. 1989. Resource-poor farmer participation in research: A synthesis of experiences from nine national agricultural research systems. OFCOR comparative study paper. The Hague: International Service for National Agricultural Research (ISNAR). https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs10460-010-9272-z.pdf
- Nutrinet: Kompass Praxisforschung
Öko-Betriebe
Der Datenschutz der Mitglieder hat bei ÖLAF Priorität. Teilergebnisse können nicht ohne Zustimmung der Forschungseinrichtung weitergeleitet werden. Die ÖLAF-Koordinationsstelle sensibilisiert jedoch die Forschenden, eine Rückmeldungen zur konkreten Datenerfassung und Auswertung auf dem Betrieb zu geben, damit auch Sie von den Untersuchungen profitieren.
Beratung
Gibt es Interesse an den Ergebnissen eines bestimmten Forschungsprojektes, vermittelt die Koordinationsstelle gerne den Kontakt zu der Forscherin oder dem Forscher.
- ÖLAF selbst leistet keine finanzielle Unterstützung der beteiligten Öko-Betriebe.
- Finanzielle Zahlungen an die Betriebe erfolgen erst bei der konkreten Zusammenarbeit im Rahmen eines über ein Forschungsprogramm geförderten Forschungsprojektes. Hierbei ist es wichtig, dass die Forschenden entsprechende Zahlungen bereits im Forschungsantrag eingeplant haben. Darauf werden sie durch die ÖLAF-Koordinationsstelle hingewiesen.
- Bei der Darstellung des Forschungsprojektes für ÖLAF sind unter anderem auch Angaben zu einer finanziellen Vergütung der beteiligten Betriebe zu machen.
Das ist auf der ÖLAF-Plattform nicht möglich.
Ja, sehr gern. Denn persönliche Gespräche geben der Koordinationsstelle die Möglichkeit, individuell auf Fragen oder Bedarfe einzugehen.
Ansprechpartnerin: Mona Bossen
Telefon: 040 / 548 870 418
E-Mail: oelaf-koordinationsstelleeura-agde
Öko-Betriebe
Ihre Betriebsdaten sind nur für die ÖLAF-Koordinationsstelle und die Betreuerinnen und Betreuer der BÖL finanzierten Maßnahme "ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung" bei der BLE und dem BMLEH einsehbar und werden nicht an Dritte weitergegeben. Lediglich die Kontaktdaten werden bei Interesse an einem Projekt mit Ihrer Zustimmung an die Forschenden weitergeleitet.
Forschende
Die ausführliche Beschreibung von Forschungsprojekten sind ebenfalls nur für die Koordinationsstelle und die Betreuerinnen und Betreuer der BÖL finanzierten Maßnahme "ÖLAF – Öko-Landbau trifft Forschung" beider BLE und dem BMLEH einsehbar. Die Details zum Forschungsprojekt werden nur mit ausdrücklichem Einverständnis der Forschenden weitergegeben.
Sie haben jederzeit die Möglichkeit ihr Profil selbst zu löschen. Damit werden gleichzeitig alle Ihre gespeicherten Daten gelöscht. Weitere Informationen finden Sie im Datenschutzhinweis.
Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie gern unsere ÖLAF-Koordinationsstelle:
Mona Bossen
Telefon: 040 / 548 870 418
E-Mail: oelaf-koordinationsstelleeura-agde


