Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zu Besuch auf Demobetrieben

Ende Juli machte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer bei seiner Tour durch das Land Station auf zwei Betrieben aus dem Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Am 25. Juli besuchte er gemeinsam mit Brandenburgs Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke und Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt das Ökodorf Brodowin. Am 31. Juli war Alois Rainer in Baden-Württemberg unterwegs und stattete gemeinsam mit dem Landwirtschaftsminister Peter Hauk den landwirtschaftlichen Betrieben der Tennentaler Gemeinschaften einen Besuch ab.

Eine Bildcollage des Ministerbesuchs auf den Demobetrieben. Klick führt zu Großansicht.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer während seines Besuchs auf den Demobetrieben. Links ist der Besuch auf dem Ökodorf Brodowin zu sehen. Rechts der Besuch der Tennentaler Gemeinschaften. Fotos: Ökodorf Brodowin (links); Tennentaler Gemeinschaften (rechts)

Im Ökodorf Brodowin informierte sich die Politik unter anderem über die regionalen Handelsstrukturen und die Besonderheiten der hofeigenen Wertschöpfungsketten. Beim Besuch der zugehörigen Packstelle in Eberswalde erhielten sie Einblicke in die Wertschöpfungskette des größten Demeter-Betriebs Deutschlands. Ludolf von Maltzan, Geschäftsführer des Ökodorfs Brodowin, sprach dabei auch die wachsenden Herausforderungen des heimischen Ökolandbaus an. Er nannte unter anderem den Preisdruck für Bio-Lebensmittel durch die unmittelbare Konkurrenz der Biofachgeschäfte zu Discountern, die ebenfalls Bio-Produkte anbieten. Dies zeige sich beispielsweise am Ladenpreis für Bio-Milch, der sich trotz steigender Kosten für die Bio-Betriebe, nicht erhöht habe. "Da entwickeln sich Engpässe für die Branche", so von Maltzan. Bundesminister Alois Rainer versprach: "Wenn Land und Bund zusammenstehen, dann können wir unsere Landwirtschaft gemeinsam stark machen und unseren Landwirtinnen und Landwirten eine Perspektive geben, die trägt."

Auch beim Termin in Tennental ging es um die Wertschöpfung und Wertschätzung der Landwirtschaft. Tennental ist eine Einrichtung der Eingliederungshilfe. 150 Menschen mit Assistenzbedarf nutzen die Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben und arbeiten hier unter anderem in der Landwirtschaft, die nach Demeter-Richtlinien betrieben wird. Matthias Hacker vom Vorstand der Tennentaler Gemeinschaften e.V. betonte bei der Begrüßung, wie wichtig es dem Verein sei, mit der Politik in den Dialog zu treten – auch wenn die Idee über die Zukunft der Landwirtschaft möglicherweise verschieden sei. Beim anschließenden Rundgang über den landwirtschaftlichen Betrieb und zu den Werkstätten, boten sich reichlich Gelegenheiten für Gespräche. Einzelne Mitarbeitende der Werkstätten erklärten den Gästen ihre Arbeit und gaben damit authentische Einblicke in die verschiedenen Betriebszweige. Bei der abschließenden Frage von einem der Mitarbeitenden "Was hat Ihnen in Tennental am besten gefallen?" zeigte sich Alois Rainer sichtlich beeindruckt und antwortete darauf schließlich: "Die Menschen, die hier arbeiten."

Zu den Besuchen im Ökodorf Brodowin und in Tennental haben das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und die Tennentaler Gemeinschaften Instagram Posts veröffentlicht.

Mehr zum Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau:

Gut 36.000 Betriebe in Deutschland wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zuletzt rund 300 Betriebe, die Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau, ausgewählt. Diese Betriebe gewähren allen Interessierten Einblicke in die Öko-Landwirtschaft. Sie zeigen, wie sie arbeiten, erklären die Herausforderungen und stellen ihre Bio-Produkte vor.

Das Netzwerk ist eine Maßnahme des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).

Weitere Infos unter www.demonstrationsbetriebe.de

Quelle: Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)


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