Ökologischer Landbau nützt nachweislich der Umwelt und dem Klima. Wer könnte das besser erklären als diejenigen, die Tag für Tag im Ökolandbau arbeiten und die Auswirkungen ihrer Wirtschaftsweise unmittelbar erleben? Dieses Wissen wollen die Demonstrationsbetriebe an viele Menschen weitergeben.
Unter dem Motto "Bio? Na Logo!" finden dazu bis zum Sommer deutschlandweit Veranstaltungen vor Ort auf den Demobetrieben statt. Bei Hofführungen, Mitmachaktionen, Verköstigungen, Hoffesten etc. geben die Betriebe Einblicke in das Leben und Arbeiten auf ihrem Hof und zeigen praxisnah, wie sie Landwirtschaft im Einklang mit der Natur betreiben. Im Mittelpunkt stehen die Themen: Klima, Boden, Wasserqualität, Artenvielfalt und artgerechte Tierhaltung.
Wie flächendeckend über alle Bundesländer hinweg die Demonstrationsbetriebe verteilt sind, zeigt der Blick auf die aktuelle Deutschlandkarte des Netzwerkes. Die Deutschlandkarte mit der Liste aller Demonstrationsbetriebe auf der Rückseite kann als DIN-A4 Klappkarte über den Medienservice der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bestellt werden und liegt dort auch als barrierefreie PDF-Datei zum Download unter der Artikelnummer "3307" bereit: www.ble-medienservice.de. Wer direkt mehr über einen einzelnen Bio-Betrieb des Netzwerks erfahren möchte, findet auf der Internetseite: www.demonstrationsbetriebe.de eine interaktive Deutschlandkarte. Hier führt der Klick auf das rote Fähnchen zum jeweiligen Betriebsporträt.
Startschuss der Aktionstage auf der Grünen Woche
Der Auftakt zu den Aktionstagen fand vor vielen interessierten Messegästen am 17. Januar auf der Bühne in der Bio-Halle statt. Elmar Seck vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) eröffnete die Veranstaltung. "Wir möchten Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zu einer ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft mitnehmen. Gezielte Informationen und Aufklärungsarbeit aus erster Hand von den Landwirtinnen und Landwirten der Demobetriebe leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Aktionstage 'Bio? Na Logo!' zeigen den Mehrwert der ökologischen Landwirtschaft auf. Sie machen die Bedeutung von Ökolandbau für Klima, Boden-, Gewässerschutz, Artenvielfalt und Tierhaltung deutlich und das praxisnah so, dass Menschen jeden Alters es verstehen."
Mit auf der Bühne: einige Expertinnen und Experten von Demonstrationsbetrieben.
Zum Thema Boden ergriff Klaus Rummel vom Weingut Rummel das Wort:
Der Boden ist die Grundlage für nachhaltigen Weinbau. Wir reduzieren Pflanzenschutzmittel, weil wir pilzwiderstandsfähige Rebsorten anbauen. Zudem gibt es eine üppig blühende Begrünung an den Reben und wir verwenden neue Bodenlockerungs- und Aussaattechnologien. All das sorgt für einen vitalen Boden."
Henrik Staar vom Gut Hirschaue gab einen ersten Einblick in artgerechte Tierhaltung:
Unser Wildgatter ist in seiner Form und Größe einzigartig in Europa. Wir haben einen artgerechten Lebensraum für Rot- und Damwild geschaffen. Und – ebenso wichtig: die Tiere werden stressfrei in ihrer natürlichen Umgebung geschossen.“
Christian Herb von der Bio-Gärtnerei Herb erklärte, warum Bio so wichtig im Gartenbau ist:
Der ökologische Gartenbau ist für uns ein absolutes Muss, um eine vitale Blumen-, Gemüse- und Kräutervielfalt zu schaffen – und damit auch intensive Geschmackserlebnisse.“
Den gesamten Veranstaltungskalender im Aktionszeitraum bis zum 18. Juni 2025 sowie alle weiteren Termine im Netzwerk finden Interessierte online.
Hintergrund
Knapp 37.000 Betriebe in Deutschland wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Aus dieser Vielfalt hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rund 300 Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ausgewählt. Die Demonstrationsbetriebe bilden die enorme Bandbreite des Ökolandbaus ab – vom kleinen Rosenhof bis zum großen Ackerbaubetrieb, von der Bio-Imkerei bis zum Stutenmilch-Familienbetrieb, vom Erlebnisbauernhof bis zum Direktvermarkter. Diese Betriebe zeigen durch Führungen, Hoffeste und Aktionstage allen Interessierten (Bürgerinnen und Bürgern, Familien, Kitas, Schul- und Berufsschulklassen, Auszubildenden, Umstellungsinteressierten, Praktikerinnen und Praktikern), was ökologischen Landbau ausmacht, bieten Raum für Dialoge und Möglichkeiten zur Vernetzung.
Das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe ist ein Projekt des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
SERVICE der Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau
Die Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau steht für Ihre Fragen rund um das Netzwerk zur Verfügung. Wenn Sie über einen Bio-Hof berichten oder ein Thema zum Ökolandbau vertiefen möchten, organisieren wir gerne einen Pressetermin auf einem der Demonstrationsbetriebe und vermitteln Interviewpartnerinnen und -partner. Bildmaterial stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.
Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anfragen an:
Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau,
Kathrin Billgen und Thomas Kollritsch
E-Mail: infodemonstrationsbetriebede,
Tel.: 0228/4100 28-46-43
c/o m&p: public relations GmbH,
Joseph-Schumpeter-Allee 23,
53227 Bonn
Quelle: Pressemitteilung Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)


