Zu der Veranstaltung unter dem Titel "Lokal vernetzt – regionale Ernährung vor Ort aktiv mitgestalten" sind rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 21. Mai nach Berlin gekommen. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat den Deutschen Ernährungstag eröffnet.
Bundesminister Rainer sagte dazu:
Beim Thema Regionalität greifen alle drei Bereiche meines Ministeriums – Landwirtschaft, Ernährung und Heimat – im besten Sinne ineinander. Unsere Landwirte profitieren von möglichst kurzen Wegen: So landen ihre hochwertigen Produkte ganz frisch auf den Tellern zum Beispiel von Kantinen und Mensen. Ihre Erzeugnisse bilden die Grundlage für ein schmackhaftes Essensangebot, das die Gäste gerne annehmen. Gleichzeitig werden auf diese Weise Gemeinschaft und Austausch vor Ort gestärkt. Die Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung ist für uns ein wichtiger Hebel für eine ausgewogene Ernährung, denn jeden Tag essen hier 16 Millionen Menschen, davon etwa 6 Millionen Kinder und Jugendliche. Mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr nimmt die Bedeutung einer guten Schulverpflegung noch weiter zu.
Bundesminister Rainer erläuterte in seiner Rede außerdem die ernährungspolitischen Ziele mit vier Schwerpunktthemen:
1. Gesunde und ausgewogene Ernährung
Ernährungsgewohnheiten werden früh im Leben geprägt, daher verdienen Kinder und Jugendliche besondere Aufmerksamkeit. Darüber hinaus setzt das BMLEH auf gesunden Genuss für Seniorinnen und Senioren. Gemeinschaftliches Essen stärkt zudem die Teilhabe und beugt Einsamkeit vor. Wichtig ist für beide Zielgruppen ein gutes Angebot in der Gemeinschaftsverpflegung.
2. Lokal-regional verankerte Ernährung
Regionale Lebensmittel und verlässliche Wertschöpfungsketten machen unser Ernährungssystem widerstandsfähiger und stärken wirtschaftliche Strukturen in der Stadt und auf dem Land. Regional verankerte Ernährung fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn sie steht auch für Nähe, Vertrauen, Vielfalt und Verbundenheit mit der Heimat. Wir unterstützen daher bundesweit Modellprojekte, die regionale Wertschöpfungsketten stärken.
3. Reduzierung von Lebensmittelverschwendung
Lebensmittel sind wertvoll. Dennoch landen in Deutschland weiterhin zu viele verzehrbare Lebensmittel in der Tonne. Das zu ändern, ist nicht nur eine Frage der Wertschätzung, sondern auch der Nachhaltigkeit: Das Schonen von Ressourcen und das Sichern der Versorgung gehen Hand in Hand. Daher unterstützt das BMLEH Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, Lebensmittel bewusster zu nutzen.
4. Versorgungssicherheit: Ernährungssicherung und private Notfallvorsorge
In Zeiten wachsender Unsicherheiten gewinnt eine stabile, widerstandsfähige Versorgung zusätzlich an Bedeutung. Denn die sichere und krisenfeste Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln ist ein wichtiger Beitrag, um auf Sicherheitslagen vorbereitet zu sein. Dafür modernisiert das BMLEH die Ernährungsvorsorge und schafft die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Krisen- und Notfallvorsorge.
Weitergehende Informationen
Auf dem Deutschen Ernährungstag 2026 ging es unter anderem darum, wie Regionalvermarktung, Ernährungskommunikation und praxisnahe Ernährungsbildung dazu beitragen können, Verbraucherinnen und Verbraucher für regionale Lebensmittel zu gewinnen und sie aktiv in regionale Versorgungsnetzwerke einzubinden. Insbesondere bei der Bildung und der Gemeinschaftsverpflegung spielen die Kommunen eine wichtige Rolle. Das BMLEH unterstützt hier unter anderem mit seinem Modellregionenwettbewerb "Besser essen in der Region": Dabei fördert das BMLEH bundesweit zehn Projekte, die sich mit innovativen Beiträgen für eine gesunde, ausgewogene und regional verankerte Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung einsetzen.
Quelle: Pressemitteilung des BMLEH



