Dresdner Schulküchen zeigen, dass Bio und Regio in der Gemeinschaftsverpflegung möglich ist.

Vielfältiger, nachhaltiger und regionaler: Die Freie Montessorischule Huckepack e.V. und die Neue Waldorfschule Dresden haben das sechsmonatige Beratungsprogramm von Stadt-Land-Küche erfolgreich abgeschlossen. Beide Schulen haben neue Gerichte in ihre Speiseplanung aufgenommen und kochen frischer, regionaler und mit einem Fokus auf Bio-Lebensmittel.

Konsequent besser – auch mit kleinen Spielräumen

Küchenleiterin Silke Krems von der Montessorischule Huckepack erzählt: „Die neuen Rezepturen von Stadt-Land-Küche kommen bei unseren Kindern super an und sind schon fest im Speiseplan verankert.“ Seitdem das Küchenteam an der individuellen Beratung teilgenommen hat, werden täglich 40 bis 50 Portionen zusätzlich ausgegeben. Ein klarer Beleg für die positive Weiterentwicklung des Speiseangebots. Und dass, obwohl der finanzielle Spielraum der Schule nicht groß war. Unterstützung haben Silke Krems und ihr Team dabei von Küchentrainer Falco Rösner bekommen. Gemeinsam wurden Produkte und Einkaufsdaten ausgewertet, Speisepläne analysiert und neue Rezepte getestet. In sechs Monaten hat es das Küchenteam geschafft, den Bio-Anteil von einem Prozent auf durchschnittlich 14 Prozent zu steigern. Rund 22 Prozent der eingesetzten Produkte stammen nun aus der Region. Gleichzeitig reduzierte das Team den Anteil hochverarbeiteter Produkte und setzt heute noch stärker auf frische Grundzutaten und mehr Gemüse. Auch neue pflanzenbasierte Gerichte wurden in den Speiseplan integriert. Dass es den Schülerinnen und Schülern schmeckt, zeigt die gestiegene Nachfrage und die Rückmeldungen ans Küchenteam.

Handwerk, Haltung und Geschmack neu gedacht

Auch das Küchenteam der Neuen Waldorfschule Dresden hat seine Arbeit grundlegend weiterentwickelt. Zum Start der Zusammenarbeit mit Stadt-Land-Küche konnte das Küchenteam um Matthias Wolf bereits einen Bio-Anteil von 89 Prozent vorweisen. Aber das Team wollte noch mehr rausholen. Weniger Fertigprodukte und ein stärker an die Saison angelehntes Angebot sollte es zukünftig für die rund 550 Kinder und 100 Mitarbeitenden geben. Denn: Die Wünsche der Schülerinnen und Schüler werden aktiv in die Speiseplanung einbezogen. Das Ergebnis ist ein Angebot, das auf die Vielfalt der Wünsche eingeht. „Die Schülerinnen und Schüler bekommen hier täglich richtig leckeres Essen auf die Teller“, so Küchentrainer Falco Rösner.

Gemeinsam mit Stadt-Land-Küche entstand in sechs Monaten ein Speiseangebot, das stärker auf frische, pflanzliche und biologische Zutaten setzt. Der Bio-Anteil liegt inzwischen bei nahezu 100 Prozent, rund 12 Prozent der Produkte stammen – selbst in den Wintermonaten – aus der Region. Und auch der Einsatz hochverarbeiteter Produkte wurde deutlich reduziert.

„Wir haben nicht nur unseren Speiseplan neu aufgebaut, sondern auch unsere Herangehensweise an die Küchenarbeit verändert. Die Zusammenarbeit war offen, dynamisch und ist am Ende sogar zu einer Freundschaft geworden“, resümiert Küchenleiter Matthias Wolf.

Engagement, das Wirkung zeigt

Beide Dresdner Küchen zeigen eindrucksvoll, wie engagierte Teams mit fachlicher Begleitung ihre Verpflegung Schritt für Schritt nachhaltiger und auch regionaler gestalten können. Und das nicht nur wirtschaftlich, sondern mit Blick auf die Bedürfnisse und Wünsche der Schülerinnen und Schüler.

Quelle: Pressemitteilung Stadt-Land-Küche und Speiseräume


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