Internationaler Tag der Familie: Gutes Schulessen entlastet Familien

Wenn Kinder nachmittags gut betreut sind, entlastet das Familien. Doch ein Ganztag ist erst dann wirklich verlässlich, wenn auch das Mittagessen funktioniert: kindgerecht, gut organisiert, bezahlbar und eingebettet in einen Schulalltag, in dem Kinder gerne essen. Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai rückt die Initiative BioBitte deshalb die Schulverpflegung als wichtigen Baustein eines gelingenden Ganztags in den Fokus.

Mädchen, das sich Essen aus einer Essensausgabe schöpft. Klick führt zu Großansicht.

Foto: BLE / BioBitte / Ilja Hendel

Mit dem ab August 2026 stufenweise greifenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule wächst auch die Bedeutung eines guten Mittagessens. Was vielerorts noch als organisatorische Zusatzaufgabe gilt, wird künftig zu einer zentralen Qualitätsfrage für Schulen, Kommunen und Familien.

“Wenn die Kinder gern in der Schule essen, dann wurde schon ganz viel richtig gemacht! Und das heißt nicht, dass es jeden Tag Pizza gibt. Die Kinder werden leider häufig unterschätzt”, sagt Wiebke Kottenkamp, Referatsleitung beim Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung, im Gespräch mit der Initiative BioBitte.

Gutes Essen beginnt beim Kind

Aus Sicht von Kottenkamp ist entscheidend, Schulverpflegung konsequent vom Kind her zu denken. Kinder sind die Tischgäste. Sie entscheiden am Ende, ob ein Angebot angenommen wird oder ob Mahlzeiten liegen bleiben. Gute Ganztagsverpflegung braucht deshalb nicht nur ausgewogene Speisepläne, sondern auch ausreichend Zeit, eine angenehme Atmosphäre und echte Beteiligung.

Kinder sollten mitreden können: bei der Auswahl, bei Rückmeldungen zum Essen oder bei der Frage, wie die Mensa gestaltet ist. Das erhöht die Akzeptanz und damit auch die Wirkung. Denn nur ein Mittagessen, das gerne gegessen wird, kann seinen Beitrag zu einem guten Schulalltag leisten.

Mittagessen ist auch Teilhabe

Gerade für Familien ist wichtig, dass Schulessen nicht vom Elternhaus abhängt. Gemeinsame Mahlzeiten können Kindern unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft Teilhabe ermöglichen. “Gemeinsames Essen verbindet miteinander, denn eine gemeinsame Mahlzeit ist sozialer Ort und soziales Erlebnis auch und gerade in Kita und Schule”, sagt Kottenkamp. Kinder erleben Gemeinschaft, lernen Esskultur kennen und können neue Lebensmittel ausprobieren.

Damit das gelingt, sollte Verpflegung fester Bestandteil des Schul- und Ganztagskonzeptes sein. Das Mittagessen darf nicht als organisatorischer Zwischenpunkt verstanden werden, sondern als pädagogisch begleiteter Teil des Tages. “Auch Kinder haben ein Recht auf eine stressfreie Pause”, betont Kottenkamp. Für Kinder bedeutet das: ankommen, durchatmen, essen, sich austauschen, wieder Kraft schöpfen.

Wenn es schmeckt, lohnt es sich mehrfach

Akzeptanz ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens, sondern auch der Wirtschaftlichkeit. Wenn mehr Kinder am Essen teilnehmen, lassen sich Kosten pro Portion besser steuern. Wenn das Essen schmeckt, entstehen zudem weniger Abfälle. Qualität, Beteiligung und eine gute Atmosphäre sind damit auch praktische Kostenhebel.

Für Kommunen und Schulträger bedeutet das: Gute Verpflegung sollte früh mitgedacht werden, bei der Planung, bei der Organisation, bei Ausschreibungen und im laufenden Austausch mit Schulen, Küchen, Caterern, Eltern und Kindern. Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen bietet dafür eine wichtige fachliche Orientierung.

Bio als Baustein für mehr Qualität auf dem Teller

Bio-Lebensmittel können ein Baustein einer guten Ganztagsverpflegung sein. Sie stehen für klare Standards, Transparenz und eine nachhaltigere Ausrichtung der öffentlichen Verpflegung. BioBitte unterstützt Kommunen, Verwaltungen, Vergabestellen und Küchenleitungen dabei, den Bio-Anteil in öffentlichen Küchen Schritt für Schritt zu erhöhen: praxisnah, wirtschaftlich durchdacht und passend zu den Bedingungen vor Ort.

Denn wenn Kinder gerne essen, Familien entlastet werden und Kommunen Verpflegung verlässlich gestalten, wurde vieles richtig gemacht. Gute Schulverpflegung ist kein Randthema. Sie ist ein Stück Alltagssicherheit für Kinder, Eltern und Schulen. Oder, wie Wiebke Kottenkamp es zusammenfasst: “Wenn es allen schmeckt, lohnt es sich doppelt und dreifach.”

Mehr Infos auch hier: Schulessen im Ganztag - Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung

Über BioBitte: Gemeinsam für mehr Bio auf den Tellern: Die Initiative BioBitte unterstützt Politik, Verwaltung, Vergabestellen und Küchenleitungen dabei, den Anteil ökologischer Lebensmittel in öffentlichen Küchen zu steigern. Dafür bringt die Initiative engagierte Akteurinnen und Akteure zusammen, fördert den Erfahrungsaustausch und bietet fundierte Informationen sowie wertvolle Hilfestellungen – ob auf Veranstaltungen, in Fachmaterialien oder online unter www.bio-bitte.info. BioBitte ist eine Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).

Quelle: Pressemitteilung BioBitte


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