Neue Doppelspitze übernimmt Leitung des Nachhaltigkeitsstandards We Care

Beim Nachhaltigkeitsstandard We Care hat zum 1. Juli 2026 ein Generationswechsel in der Leitung stattgefunden: Jennifer Hirsch und Sarah Oberländer übernehmen die Koordination von Axel Wirz. Sie unterstützen mit dem We Care-Standard Unternehmen der Lebensmittelbranche dabei, ihren Betrieb sowie die gesamte Lieferkette nachhaltig zu gestalten. Das Siegel belegt nachhaltiges Handeln und schafft die Grundlage für eine EmpCo-konforme Kommunikation.

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Sarah Oberländer (links) und Jennifer Hirsch haben am 1. Juli 2026 die Leitung des We Care-Siegels übernommen. Foto: FiBL

Jennifer Hirsch ist Ernährungsökonomin, Sarah Oberländer Diplomingenieurin für ökologische Landwirtschaft und Ressourcenmanagement. Sie bringen langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft mit. Die beiden übernehmen die Koordination von Axel Wirz, der das Label maßgeblich mit entwickelt hat. Im Zuge seiner schrittweisen Vorbereitung auf den Ruhestand bleibt er dem Standard weiterhin beratend verbunden.

Seit 2021 bietet “We Care” Unternehmen der Lebensmittelbranche einen Rahmen, um Nachhaltigkeit systematisch zu steuern, in Lieferketten zu verankern und überprüfbar zu machen. Mit den neuen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen durch die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucherinnen und Verbraucher für den ökologischen Wandel (Empowering Consumers for the Green Transition Directive), kurz EmpCo-Richtlinie, gewinnt “We Care” zusätzlich an Bedeutung.

Denn ab dem 27. September 2026 müssen Unternehmen ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen besonders sorgfältig belegen. Unklare oder nicht nachweisbare Aussagen können Bußgelder und Abmahnungen nach sich ziehen. Auch Gütesiegel, die ökologische oder soziale Merkmale hervorheben, müssen künftig strengen Anforderungen genügen.

We Care erfüllt die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie

Während viele Nachhaltigkeitsstandards ihre Systeme derzeit an die neuen gesetzlichen Vorgaben anpassen, bietet “We Care” Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft bereits heute eine belastbare Grundlage für die glaubwürdige und EmpCo-konforme Nachhaltigkeitskommunikation. Als ganzheitlicher Managementstandard für zertifizierte Nachhaltigkeit betrachtet “We Care” ökologische und soziale Aspekte des gesamten Unternehmens sowie entlang der gesamten Lieferkette. Statt einzelne Produkte auszuzeichnen, bewertet der Standard 164 Prüfkriterien aus den Bereichen Unternehmensführung, Lieferkettenmanagement, Umweltmanagement und soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden.

Die Einhaltung der Anforderungen wird im Rahmen einer unabhängigen Drittprüfung durch externe, akkreditierte Zertifizierungsstellen überprüft.

We Care als Steuerungsinstrument

Zertifizierte Unternehmen wie Alnatura, Lebensbaum oder Barnhouse weisen mit dem “We Care”-Standard nach, dass sie gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partner anspruchsvolle Anforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfüllen. Durch Regelungen für Prozesse, Verantwortlichkeiten, interne Audits und Mitarbeitendeneinbindung dokumentieren sie Nachhaltigkeit nicht nur, sondern verankern sie auch systematisch im Unternehmen. So dient der “We Care”-Standard auch als internes Steuerungsinstrument für Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Träger des “We Care”-Standards ist das FiBL in Deutschland. Die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung erfolgen unter dem Dach des FiBL durch einen unabhängigen Steuerungsausschuss.

Mehr zum “We Care”-Standard gibt's hier

Quelle: Pressemeldung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)


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