Soziale Landwirtschaft: Neue Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe

Viele Betriebe suchen nach Möglichkeiten, ihre Zukunft langfristig zu sichern und neue Einkommensfelder zu erschließen. Die Betriebsentwicklungsseminare im Rahmen des Bundesprogramm Ökolandbau bieten in Deutschland dazu einen passsenden Rahmen. Wie ein Seminar vom Juni in Weimar zur Sozialen Landwirtschaft zeigte, besteht großes Interesse an alternativen Betriebszweigen, um die Höfe resilienter zu machen.

Eine Frau streichelt eine Kuh, die auf einer Wiese liegt. Klick führt zu Großansicht.

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier mit ihrer teils therapeutsichen Wirkung gehört zur Sozialen Landwirtschaft. Foto: FiBL, Mathias Marx

"Das Seminar in Weimar hat gezeigt, dass das Interesse an Sozialer Landwirtschaft bundesweit wächst. Viele Landwirtinnen und Landwirte sehen darin ein zukunftsfähiges zusätzliches Standbein, das neue Perspektiven eröffnet und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Verbindung von Landwirtschaft und Gesellschaft leisten kann", sagt Ramona Schiller vom FiBL und ergänzt: "Die Teilnehmenden lobten die hohe Fachkompetenz der Referentinnen und Referenten, die einen umfassenden Überblick zum Thema gaben sowie den offenen Austausch zu Chancen und Herausforderungen des Arbeitsfeldes. Für die Zukunft regten sie zu vertiefenden Seminaren, Online-Angeboten sowie regelmäßigen Vernetzungstreffen an."

Die Ideen der Teilnehmenden reichten dabei von der Umnutzung von Altgebäuden für Wohnangebote, über die Gründung eines Bauernhofkindergartens bis zu der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Besonders gefragt waren Informationen zu Einstiegsmöglichkeiten, Finanzierung und Förderprogrammen sowie konkrete Hilfestellungen für die Entwicklung eigener Projekte. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, ihre Ideen weiterzuentwickeln, nächste Schritte zu planen und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Blick in die Praxis

Aufgrund der hohen Nachfrage findet nun am 20. und 21. Oktober ein zweites Betriebsentwicklungsseminar Soziale Landwirtschaft in Münsingen, Baden-Württemberg statt – und gleichzeitig das letzte im aktuellen Förderzeitraum. Einen besonderen Praxiseinblick bietet darin die Kooperation des gastgebenden Hofguts Hopfenburg mit der Samariterstiftung Grafeneck: Ein Beispiel dafür, wie Teilhabe und Inklusion auf einem landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich gestaltet werden können. Ob Ackerbau-, Grünland-, Viehhaltungs-, Gemüsebau- oder Weinbaubetrieb: Die Veranstaltung richtet sich an alle, die ihren Betrieb weiterentwickeln oder einen neuen Betriebszweig gründen wollen.  

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Quelle: Pressemeldung Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)


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