Mehr regionale Bio-Lebensmittel in Kitas, Schulen und Kliniken: Damit das gelingt, braucht es verlässliche Verbindungen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel und Großküchen. Welche Strukturen dafür in Trier und der Region nötig sind und wie sich diese gemeinsam entwickeln lassen, steht im Mittelpunkt des BioBitte-Vernetzungsworkshops Vom Acker bis zur Großküche: Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten am Freitag, 13. November 2026, von 10 bis 16:30 Uhr in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg.
Mit ihrem Einkauf können Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung Absatzmöglichkeiten für regionale Bio-Betriebe schaffen. Doch wie lassen sich Produkte verschiedener Betriebe bündeln und Großküchen zuverlässig beliefern? Der Workshop beleuchtet, wie digitale Lösungen die regionale Logistik unterstützen und welche Möglichkeiten Ausschreibungen und öffentliche Beschaffung bieten, um Bio und Regionalität zu stärken.
Drei Praxisbeiträge liefern dazu konkrete Einblicke: Andreas Wagner vom Studierendenwerk Trier berichtet, wie regionale und saisonale Küche in der Gemeinschaftsverpflegung gelingen kann. Anna-Mara Schön, Logistik-Expertin aus dem Projekt KIRA der Technischen Hochschule Köln, zeigt Möglichkeiten auf, regionale Lieferungen mithilfe digitaler Lösungen zu bündeln. Brigitte Hilcher vom Bundesverband der Regionalbewegung erläutert, welchen Beitrag regionale Wertschöpfungszentren zur Sicherung der Ernährungswirtschaft vor Ort leisten können. Gemeinsam wird diskutiert, ob ein solches Zentrum auch für Trier und Trier-Saarburg ein sinnvoller Ansatz wäre.
Ergänzend informiert Anja Erhart von der FiBL Projekte GmbH über rechtliche Grundlagen der Vergabe von Verpflegungsleistungen und Fördermöglichkeiten für mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung. In zwei parallelen Workshops können die Teilnehmenden am Nachmittag ihre Fragen vertiefen: Ein Workshop widmet sich der konkreten Formulierung von Ausschreibungen, der andere den Strukturen, Netzwerken und nächsten Schritten für mehr regionale Wertschöpfung. Die abschließende Diskussion richtet den Blick auf die weitere Zusammenarbeit in der Region.
Eingeladen sind insbesondere Verantwortliche aus Kommunalpolitik und Verwaltung sowie aus Vergabe und Beschaffung, Verpflegungsverantwortliche aus Kitas, Schulen und Kliniken sowie landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen aus Verarbeitung, Handel und Logistik.
Veranstalterin ist die FiBL Projekte GmbH für die Initiative BioBitte. Kooperationspartner vor Ort sind der Ernährungsrat Eifel-Mosel-Hunsrück, die Lokale Agenda 21 Trier e. V., der Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier.
Anmeldung und Kontakt
Die Veranstaltung findet am 13. November 2026 von 10 bis 16:30 Uhr in der Kreisverwaltung Trier-Saarburg, Willy-Brandt-Platz 1, 54290 Trier, statt.
Eine Anmeldung ist bis zum 6. November 2026 möglich auf der Webseite des FiBL.
Über BioBitte
Gemeinsam für mehr Bio auf den Tellern: Die Initiative BioBitte unterstützt Politik, Verwaltung, Vergabestellen und Küchenleitungen dabei, den Anteil ökologischer Lebensmittel in öffentlichen Küchen zu steigern. Dafür bringt die Initiative engagierte Akteurinnen und Akteure zusammen, fördert den Erfahrungsaustausch und bietet fundierte Informationen sowie wertvolle Hilfestellungen – ob auf Veranstaltungen, in Fachmaterialien oder online unter www.bio-bitte.info. BioBitte ist eine Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) und Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).
