Marienkäfer

Der Marienkäfer - Helfer im Biolandbau

Wie kam der Marienkäfer zu seinem Namen?

Marienkäfer sind im Gartenbau und der Landwirtschaft nützlich, da sie Pflanzenschädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben fressen. Wenn Bauern früher viele Marienkäfer in ihrem Feld sahen, dann war das für sie ein gutes Zeichen. Der Marienkäfer brachte der Ernte so viel Glück, dass ihn, so meinten die Menschen, nur die heilige Mutter Maria geschickt haben konnte. Der Marienkäfer gilt bis heute als Glückssymbol.

Die Marienkäfer: eine große Familie

Rund um die Welt gibt es sehr viele verschiedene Arten von Marienkäfern – sage und schreibe an die 4.000 sind es! Bei uns leben immerhin 70 Arten. Darunter sind nicht nur die roten Käfer mit den sieben schwarzen Punkten auf den Flügeln, die ihr sicher gut kennt, sondern auch gelbe oder schwarze. Je nach Art haben Marienkäfer unterschiedlich viele Punkte auf ihrem Rücken.

Marienkäfer haben vier Flügel: zwei Hautflügel, die sie zum Fliegen ausbreiten, und zwei harte Deckflügel, die die dünnen Hautflügel schützen, wenn die Käfer nicht fliegen. Der hübsche Siebenpunkt-Marienkäfer ist bei uns wohl am häufigsten und auch am bekanntesten. Er ist im Garten und in der Natur vom März bis Oktober unterwegs und jetzt im Mai fast überall zu finden.
Du kannst den kleinen roten Käfer ganz beruhigt auf die Hand nehmen, er sticht nicht und kitzelt dich höchstens ein bisschen mit seinen Beinen. Aber sei sehr vorsichtig dabei! Denn so ein Käfer ist recht empfindlich und er soll ja nicht zu Schaden kommen.

Willkommene Gäste auf dem Biohof

Biobäuerinnen und Biobauern sind die Marienkäfer - und auch ihre "Kinder", die Larven – immer sehr willkommen. Sie haben einen gewaltigen Appetit auf Blattläuse, die wiederum gar nicht gerne gesehen sind, denn sie schädigen die Pflanzen. Mehr als 50 Blattläuse kann ein einziger Marienkäfer an einem Tag fressen und auch seine Larve schafft ähnliche Mengen. Eine Marienkäferlarve vertilgt im Laufe ihrer vierwöchigen Entwicklung viele hundert Blattläuse! Deswegen gibt es Marienkäferlarven sogar zu kaufen. So kommen sie als Helfer auf den Biohof oder in die Biogärtnerei, wenn es einmal zu viele Blattläuse gibt. Denn der Biobauer oder die Biobäuerin will kein Gift gegen die saugenden Schädlinge einsetzen.

Bevor der Marienkäfer ein fertiger Käfer ist, lebt er eine Weile als Larve, die ganz anders aussieht: Sie ist lang gestreckt, bläulich gefärbt und mit hellgelben Flecken gemustert. Eine solche Larve bleibt das Käferkind zwei Wochen lang. Wenn diese genug gefressen hat, verpuppt sie sich. Nach etwa einer Woche Ruhezeit schlüpft schließlich der fertige Käfer. Ist der Marienkäfer erst einmal geschlüpft, wächst er nicht mehr und auch die Zahl der Punkte auf seinen Flügeln ändert sich kein bisschen.

Ein Marienkäfer kann ungefähr drei Jahre alt werden. Ein- bis zweimal im Jahr hat er Nachwuchs. Dazu legt das Mareinkäferweibchen seine Eier zum Beispiel auf der Unterseite eines Blattes ab; am besten an einer Stelle, an der der Käfernachwuchs nach dem Schlüpfen etwas zum Fressen finden kann. Käfereltern kümmern sich dann aber nicht mehr um ihre Kinder, die kommen ganz alleine gut zurecht.

Im Winter versteckt sich der Marienkäfer am liebsten unter einer dichten Decke von abgefallenem Laub, in hohen dichten Grasbüscheln oder unter Steinen und Moos, wo er vor der Kälte gut geschützt ist. Selten wirst du einen Käfer alleine finden, denn die kleinen Kerle überwintern am liebsten zusammen in kleinen oder auch größeren Gruppen. Findest du einmal einen Käfer mitten im Winter, dann lässt du ihn am besten an seinem Platz, wo er in Ruhe schlafen und auf wärmere Tage warten kann.


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