Aktionstag "Landwirt:in für einen Tag": Entdecken, wie ein Bio-Geflügelhof arbeitet

Am 23. Mai öffneten rund 60 landwirtschaftliche Betriebe in ganz Deutschland ihre Tore und luden Menschen mit ganz verschiedenen beruflichen Hintergründen dazu ein, Landwirtschaft hautnah zu erleben und aktiv mit anzupacken. Ob beim Füttern der Tiere, bei Arbeiten auf dem Feld oder beim Einsatz moderner Agrartechnik – die Gäste erhielten authentische Einblicke in den landwirtschaftlichen Alltag und kamen direkt mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch. Der bundesweite Aktionstags "Landwirt:in für einen Tag", der vom Forum Moderne Landwirtschaft imitiert wurde, fand bereits zum siebten Mal statt.

Ein Mann und zwei Frauen lachen in die Kamera. Die zwei Frauen zeigen mit einer Handgeste auf den Mann in der Mitte. Klick führt zu Großansicht.

Daniel Grosser mit den beiden Landwirtinnen für einen Tag. Foto: Grosserhof

Daniel Grosser ist Geflügelhalter und Bio-Landwirt aus Überzeugung. Die Leidenschaft für hochwertige regionale Bio-Produkte prägt seine tägliche Arbeit – und die teilt er gerne mit anderen. Deshalb war für ihn sofort klar, dass der Grosserhof im niederbayerischen Ergolding am Aktionstag teilnimmt. “Der Grosserhof ist bereits seit 1989 Bayerns führender Bio-Geflügelbetrieb und wir dürfen uns zurecht als Bio-Geflügel-Pioniere bezeichnen”, erklärt Daniel Grosser. 

Der Betrieb ist aktuell nach den Richtlinien von “Biokreis regional & fair” zertifiziert und trägt außerdem das Bayerische Bio-Siegel, das Biokreis-Siegel und das EU-Bio-Siegel.

Am Aktionstag "Landwirt:in für einen Tag" waren zwei Gäste auf dem Hof: Sam, die in der Lebensmittelbranche tätig ist, und Maria mit einem klassischen Büroalltag. Außerdem mit dabei war Reporterin Doris vom Deutschlandfunk (DLF), die den Tag begleitet und anschließend darüber berichtet hat. Gemeinsam erlebten sie, was es bedeutet, rund 3.000 Bio-Legehennen artgerecht in Freilandstallungen zu halten. Unter Einhaltung strengster Hygienerichtlinien besuchten sie die Tierställe, sortierten Eier und konnten sich davon überzeugen, dass die Legehennen viel Platz, sowohl im Stall als auch im überdachten Auslauf und Garten haben. Und sie erfuhren, was ökologische Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung in der Praxis bedeuten.

“Wir decken eigentlich alles selbst ab – vom Ackerbau über unser eigenes Mischfutterwerk bis hin zur Tierhaltung, sowohl von Legehennen als auch von Tieren für die Fleischproduktion. Auch die Schlachtung und die Verarbeitung von Eiern und Fleisch machen wir im eigenen Betrieb. Dazu kommt unsere eigene Logistik und eine kleine Direktvermarktung am Hof. So entstehen hochwertige Lebensmittel nach höchsten Standards – möglichst in geschlossenen, regionalen Wertschöpfungsketten.”

Sam, Maria und Doris waren beeindruckt von dem, was sie als Landwirtinnen auf dem Geflügelhof gesehen und gelernt haben. “Ich bin schon dankbar, für die Chance, heute dagewesen zu sein”, so Maria, die für einen Tag ihren Bürojob gegen die Mitarbeit auf dem Geflügelhof eingetauscht hatte.

Einblicke in die Ökologische Landwirtschaft

Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte: Der Grosserhof ist Mitglied im Netzwerk Demonstrationsbetriebe ökologischer Landbau. Diese Betriebe zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie allen Interessierten Einblicke in die Öko-Landwirtschaft geben und zeigen, wie sie arbeiten. Sie laden regelmäßig zu Hofführungen ein, veranstalten Hoffeste oder Seminare. Das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe ist ein Projekt des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Hier geht's zu den Veranstaltungen der Demo-Betriebe

Daniel Grosser ist noch in weiteren Netzwerken aktiv, da ihm neben der Öffentlichkeitsarbeit auch der Austausch mit anderen landwirtschaftlichen Betrieben wichtig ist. Das sind das BÖL-Projekt Bio verarbeiten Praxis-Netzwerk, das HumusKlimaNetz und das Netzwerk Fokus Tierwohl, alle gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), sowie das regionale Netzwerk Bio-Regio-Betriebsnetz Bayern.

Quelle: Pressemitteilung Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)


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