Für die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) bewertet deren Vorsitzender Marcus Arzt die Pläne. "Mit einer breiten Mehrheit aus der Mitte der Gesellschaft hat Grün-Schwarz Chance und Auftrag zugleich, sich als gestaltende Regierung zu beweisen", sagt Arzt und lobt:
Neben Bildung, Staatsmodernisierung und Wirtschaft wurde die Relevanz einer ökologisch tragfähigen, resilienten und in regionalen Wertschöpfungsketten verankerten Land- und Lebensmittelwirtschaft erkannt und an verschiedenen Stellen des Koalitionsvertrages hinterlegt.
Arzt begrüßt, dass bewährte Maßnahmen wie der Öko-Aktionsplan und die Bio-Musterregionen fortgeführt werden.
Die Ausdehnung der Kantinenrichtlinie zum Einsatz bio-regionaler Lebensmittel auf die Hochschulmensen sowie auf Kommunen, die sich mit Ganztagesschulen, Kitas und Kindergärten auf freiwilliger Basis anschließen, sei sehr zielführend. Der Mitteleinsatz müsse sich hier an den Bioausbauzielen des Landes orientieren. Arzt betont: "Diese Maßnahmen werden auf das formulierte neue Staatsziel einer Ernährungssouveränität einzahlen. Wir werden nicht vollständig autark werden, sollten jedoch zunehmend auf die Vermeidung von Abhängigkeiten wie etwa von importierten Düngemitteln achten." Hier zeige der ökologische Landbau, wie es gehen kann.
Positiv bewertet Marcus Arzt das Vorhaben, künftig im Marketing für in Baden-Württemberg ökologisch erzeugte Produkte neue Akzente zu setzen. Die Vorzüge einer bio-regionalen Produktion müssten sichtbarer werden.
Der AÖL-Landesvorsitzende begrüßt ausdrücklich, dass die Landesregierung an der Wahlfreiheit bei Gentechnik und neuer Gentechnik festhalten wird. Dies entspreche der Erwartung der Verbraucherinnen und Verbraucher und stelle ein wichtiges Differenzierungsmerkmal für die Betriebe – bio wie konventionell – in Baden-Württemberg dar.
Marcus Arzt fordert abschließend: "Im Hinblick auf die GAP nach 2028 muss die Landesregierung den ökologischen Landbau als Verfahren stärken, das produktive Landwirtschaft und das Erbringen von Umweltleistungen verbindet."
Quelle: Presseinformation der AÖL
