Bis zum 18. Oktober: Auf Entdeckungstour im Hanflabyrinth des Klosterguts Maria Laach

Das Klostergut Maria Laach – Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau – lädt auch in diesem Jahr Besucherinnen und Besucher in sein Hanflabyrinth ein. Außerdem können sich die Gäste bei einer Wanderung auf einem sechs Kilometer langen ökologischen Lehrpfad über die Fruchtfolge und Tierhaltung auf dem Betrieb informieren. Im Hanflabyrinth befinden sich außerdem Schautafeln des "Weltacker-Quiz", das über die Zusammenhänge und Zukunftsfragen der globalen Landwirtschaft aufklärt.

Hanflabyrinth auf dem Klostergut Maria Laach von oben.

Bild: Klostergut Maria Laach

Dass sich das Hanflabyrinth heute in dieser Form präsentiert und der Weg die Silhouette des Klosterguts Maria Laach nachzeichnet, ist das Ergebnis vieler Stunden Planung und Arbeit. Der große Aufwand hat sich jedoch mehr als gelohnt. "Wir haben Ende Mai über vier Millionen Hanfnüsse ausgesät", erklärt Jenny Schneider und betont, dass die prächtigen Hanfpflanzen, durch die sich der Weg schlängelt, ganz ohne chemische Pflanzenschutzmittel und künstliche Düngemittel gewachsen sind. Denn das Klostergut Maria Laach, das Michael Ullenbruch zusammen mit seiner Frau Jenny und ihrem Team betreiben, setzt bereits seit 25 Jahren auf ökologische Bewirtschaftung – und das aus Überzeugung. Das Klostergut liegt mitten im größten Naturschutzgebiet von Rheinland-Pfalz in unmittelbarer Nachbarschaft zum berühmten Benediktinerkloster am Laacher See. Zudem gehört es zum Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. "Besucherinnen und Besucher sind jederzeit willkommen, sich den Ökolandbau vor Ort anzusehen und unsere Produkte zu probieren", so Jenny Schneider, die auch mit ihren kreativen Beiträgen den Hofladen unterstützt.

Jetzt lockt zusätzlich das Hanflabyrinth zu einem Ausflug. Der Wanderweg, der das Klostergut mit dem Labyrinth verbindet, ist ein rund sechs Kilometer langer ökolgogischer Lehrpfad. "Entlang des Weges stehen mehrere Feldtafeln mit vielen Informationen zu allem, was wir in diesem Jahr angebaut haben. Natürlich haben wir auch unsere Rinderherden mit ihren Kälbern, die Hühner in den Mobilställen und selbst die kleinsten Nützlinge wie die Bienen unserer Bioland-Partner nicht vergessen", erläutert Michael Ullenbruch. Das Besondere dabei: Wie die Fruchtfolge auf dem Acker jährlich wechselt, um die Bodenfruchtbarkeit und Pflanzengesundheit zu erhalten, verändern sich auch die Feldtafeln. Dadurch gibt es jedes Jahr Neues zu entdecken. 

In diesem Jahr wurde auf einer der Ackerflächen das Labyrinth angelegt. Dessen Wege werden von inzwischen über zwei Meter hohen Hanfpflanzen gesäumt, die sogar eine Höhe von bis zu vier Metern erreichen können. Neben der Herausforderung, den Weg wieder ins Freie zu finden, lädt das "Weltacker-Quiz" zum Mitmachen ein. Insgesamt 14 große Schautafeln informieren über die Zusammenhänge und Zukunftsfragen der globalen Landwirtschaft. 13 dieser Thementafeln sind im Labyrinth versteckt. Auf der Eintrittskarte findet sich zu jedem Thema ein Antwortfeld für die Quizfrage. Wer die Thementafeln entdeckt und die Fragen richtig beantwortet, kann gewinnen. "Ab drei richtigen Antworten gibt es Trostpreise. Der Hauptpreis wird am 24. Oktober unter allen verlost, die acht Fragen richtig beantwortet haben", so Jenny Schneider. 

Die Chance, einen Preis zu gewinnen, ist jedoch lediglich als zusätzlicher Ansporn gedacht. "Wir wollen unseren großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern die Natur und die Bedeutung intakter Ackerflächen näherbringen", erklärt Michael Ullenbruch. Die Weltacker-Ausstellung ist daher auch im Biergarten des Klosterguts zu sehen. Dort besteht außerdem die Möglichkeit, die Weltacker-Spielekiste zu nutzen. Ausstellung und Spielekiste sind Teil des Angebots "Weltacker 2Go". Das Bildungsangebot gehört zum Projekt "Weltacker 2000 m²" der Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Die Idee dahinter: Menschen aller Altersgruppen einzuladen, die verschiedenen Aspekte der Landwirtschaft kennenzulernen und zu erforschen. Gleichzeitig vermittelt das Angebot anschaulich die naturwissenschaftlichen, sozialen und historischen Zusammenhänge unseres globalen Agrar- und Ernährungssystems – von der Fruchtbarkeit des Bodens über das globale Klima bis hin zu unserem täglichen Essen und der Gesundheit.

Das Hanflabyrinth auf dem Klostergut Maria Laach ist noch bis zum 18. Oktober geöffnet. In den Ferien von Montag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr, außerhalb der Ferien freitags von 13 bis 18 Uhr und Samstag/Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Letzter Einlass ist um 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro und für Kinder zwischen 4-15 Jahren 4 Euro. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Klosterguts Maria Laach.

Die Weltacker-Ausstellung im Biergarten des Klosterguts ist Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos dazu finden Sie auf der Webseite.

Die Weltacker-Idee

Teilen wir die rund 1,6 Milliarden Hektar weltweiter Ackerfläche durch die Zahl der Menschen auf der Erde, so erhält jeder Mensch 2000 Quadratmeter. Das ist also der Anteil am Ackerland, der jedem rechnerisch zusteht. Darauf muss wachsen, was uns ernährt und versorgt. 

Die Botschaften: Es ist genug für alle da! Auf 2000 Quadratmetern wächst mehr, als ein Mensch verspeisen kann. Jeder Bissen hat seinen Ort! Mit jedem Bissen, den wir zu uns nehmen, geben wir irgendwo auf der Welt den Auftrag, auf bestimmte Art und Weise etwas anzubauen. Wir beeinflussen mit unserer Ernährung also die Gesundheit und Schönheit unserer Biotope und Ökosysteme. Vielfalt ist Leben! Von meinen 2000 Quadratmetern muss eine enorme Vielzahl weiterer Organismen leben, damit der Acker fruchtbar und die Biodiversität erhalten bleibt. Ein lebendiger Boden ist die Grundlage für einen lebendigen Organismus. Das erfordert Kooperation und Rücksicht.

Weitere Infos zum Weltacker®

Quelle: Pressemitteilung des Bundesprogramm Ökologischer Landbau


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