Auf einen 2. Platz beim agro Marketingpreis auf der Grünen Woche folgte im Juli die Auszeichnung mit dem Brandenburger Innovationspreis 2025. Die Jury würdigte damit die zukunftsorientierte Arbeit des Projekts an einer regionalen Bio-Wertschöpfungskette und die dabei entstandenen Produktinnovationen.
Das Team des reffiSchaf-Projekts setzt sich zusammen aus Mitarbeitenden der Frankenförder Forschungsgesellschaft (FFG) und der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau (FÖL e.V.). Die FFG, verantwortlich für die Produkt- und Verfahrensentwicklung im Projekt, hat sich gemeinsam mit den fleischverarbeitenden Betrieben Biomanufaktur Havelland GmbH und Gut Hirschaue für den Brandenburger Innovationspreis beworben.
Produkte wichtiges Werkzeug für die Erhaltung der Schäfereien
Im Projekt entwickelte Alina Nietsch (FFG) neue Produktrezepturen aus Weide-Schaffleisch und das Projektteam der FÖL erarbeitete Vermarktungskonzepte, um den Absatz von regionalem Schaffleisch auf- und auszubauen. Dabei entstand unter anderem eine Bio-Schafbratwurst mit einem Gemüse-Anteil von 20 Prozent, die erfolgreich im Naturkostfachhandel platziert wurde. Die Bratwurst überzeugte Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur durch ihren guten Geschmack, sondern auch durch verbesserte Nährwerte gegenüber reinen Fleischprodukten.
Bei Altschafen wird das Aroma häufig als zu intensiv wahrgenommen. Deshalb kommen innovative Verfahren zum Einsatz, die das Schafaroma durch pflanzliche Zutaten wie Ingwersaft, Gewürze und Gemüse gezielt reduzieren. So können mehr Verbraucherinnen und Verbraucher mit den Produkten erreicht werden. Das gelang bei der Bratwurst, aber auch bei weiteren Produkten wie Mini-Salamis, Leberkäse und Frikadellen.
Nach Einschätzung der Jury des Brandenburger Innovationspreises leistet das Projekt reffiSchaf gemeinsam mit den Praxisakteuren einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung des regionalen Lebensmittelangebots und stärkt brandenburgische Schäfereien, die zum Erhalt der Brandenburger Kulturlandschaft beitragen.
Das Projekt reffiSchaf wird gefördert vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).
Quelle: Pressemitteilung Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)



